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Die drei ??? und das Phantom aus dem Meer (drei Fragezeichen) (German Edition)

Die drei ??? und das Phantom aus dem Meer (drei Fragezeichen) (German Edition)

Titel: Die drei ??? und das Phantom aus dem Meer (drei Fragezeichen) (German Edition)
Autoren: Marco Sonnleitner
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und in unserer Sammlung sogar noch eine alte Seekarte gefunden, auf der Paradise Cove verzeichnet ist. Aber das Riff mit dem klingenden Namen Devil’s Tooth liegt etwa einen halbenKilometer weit draußen, also ein gutes Stück jenseits der Bucht. Und Salas hat uns ja berichtet, dass jene Gestalt dem Meer innerhalb der Bucht entstiegen ist.«
    Bob nickte stumm.
    Peter sah zum Himmel, blickte noch einmal aufs Meer hinaus und fasste dann einen Entschluss. »Wisst ihr was? Ich werde da mal rausschwimmen und mir die Sache vor Ort ansehen.« Der Zweite Detektiv zog sich sein Sweatshirt aus und knöpfte seine Jeans auf.
    Justus sah seinen Freund zweifelnd an. »Peter, wir haben Dezember und nicht mehr als zwanzig Grad. Außerdem bist du verletzt.« Zu seiner Überraschung bemerkte er, dass der Zweite Detektiv unter seiner Jeans eine Badehose trug. »Und wieso hast du eine Badehose an?«
    »Weil«, Peter hüpfte auf einem Bein, »ich so eine Ahnung hatte, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, für genau diese Situation gerüstet zu sein. Und was den Dezember und meine Schürfwunden angeht …«, er zwinkerte Justus zu, »du weißt doch: Nur die Harten kommen in den Garten! Hier, halt das mal!« Er drückte Justus Jeans und Sweatshirt in die Hand, zog sich Schuhe und Socken aus, holte noch seine Chlorbrille aus der Hosentasche und lief in die Brandung.
    »Nur die Harten kommen in den Garten«, knurrte Justus und sah Bob an. »Und was sind dann bitte wir? Weichkäse?«
    Peter fackelte nicht lange. Entschlossen ging er vorwärts, bis ihm das Wasser an die Hüfte reichte. Dann kühlte er sich kurz ab, hielt die Luft an und hechtete in die sanften Wellen. Ein paar Meter weiter tauchte er wieder auf, schüttelte sich das Wasser aus den Haaren und begann, gleichmäßig zukraulen. Als er etwa fünfzig Meter weit draußen war, drehte er sich um und rief zum Strand: »Ich gehe jetzt mal auf Tauchstation!«
    »Okay!« Justus winkte mit Peters Sweatshirt.
    In den nächsten Minuten konnten die beiden Freunde vom Strand aus beobachten, wie Peter immer etwa dreißig, vierzig Sekunden unter Wasser blieb, kurz auftauchte, um Luft zu holen, und dann wieder in den Fluten verschwand. Der Zweite Detektiv ging dabei systematisch vor und suchte den Meeresgrund in Bahnen ab, die sich immer weiter vom Strand entfernten.
    »Peter!«, rief daher Justus, als sein Freund wieder einmal aufgetaucht war. »Das reicht jetzt! Komm wieder rein!«
    »Gleich!« Der Zweite Detektiv war kaum noch zu verstehen. »… bisschen … draußen … vielleicht … gesehen …«
    »Was hat er gesagt?«, fragte Bob.
    »Ich hab’s nicht genau verstanden. Klang aber so, als hätte er was entdeckt.«
    Peter tauchte wieder ab. Diesmal blieb er noch ein wenig länger unter Wasser. Bob spürte schon, wie sich ihm die Nackenhaare aufstellten, als Peters rotbrauner Schopf endlich wieder auf der Wasseroberfläche erschien.
    »Gott sei Dank.« Bob formte die Hände zu einem Trichter und schrie, so laut er konnte: »Komm jetzt raus, Zweiter! Mach schon!«
    Peter nickte und fing wieder an zu kraulen. Doch urplötzlich hielt er inne. Justus und Bob war, als hätte Peter einen kurzen Schrei ausgestoßen. Hatte er geschrien? Hatte er? Was war da los?
    Auf einmal begann der Zweite Detektiv zu kraulen, als wäre der Leibhaftige hinter ihm her. Wie Rotorblätter peitschten seine Arme durchs Wasser, seine Füße schlugen weiße Fontänen aus dem Meer.
    »Peter!« Justus rannte zum Wasser.
    »Verdammt!« Bobs Herz schlug bis zum Hals. »Peter! Peter, was ist?«
    Und dann war Peter weg. Im Bruchteil einer Sekunde. Als hätte ihn ein gewaltiger Sog erfasst, war er auf einmal von der Wasseroberfläche verschwunden. Doch einen Herzschlag später tauchte er wieder auf, schrie wie am Spieß und wurde dann vollends in die Tiefe gerissen.

Der Schrecken der sieben Meere
    Der Erste Detektiv rannte ins Wasser. »Peter!« Er drehte sich zu Bob um. »Siehst du ihn?«
    »Nein.« Bob schirmte mit den Händen die Sonnenstrahlen ab. »Er war einfach weg! Weg!«
    Und dann erschien ein Zettel vor Justus’ innerem Auge. Er war auf das Schild neben dem Parkplatz gepinnt gewesen. Darauf war das Symbol eines großen Fisches zu sehen gewesen. Eines Hais. Hier draußen waren kürzlich Haie gesichtet worden!
    Der Erste Detektiv erbleichte. »Bob! Haie. Hier gibt es Haie!«
    Der dritte Detektiv schoss herum. »Woher –«
    »Der Zettel! Vorne auf dem Schild hing eine Warnmeldung.«
    Bob spürte, wie seine Knie

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