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Die drei ??? und das Phantom aus dem Meer (drei Fragezeichen) (German Edition)

Die drei ??? und das Phantom aus dem Meer (drei Fragezeichen) (German Edition)

Titel: Die drei ??? und das Phantom aus dem Meer (drei Fragezeichen) (German Edition)
Autoren: Marco Sonnleitner
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noch ein Stück weiter über das Geländer. »Wir stehen genau am Anfang der Brücke.«
    »Ein Stück rechts davon!«, vernahmen sie wieder Peters Stimme. Er musste wirklich ziemlich weit da unten sein. Und er schien Schmerzen zu haben. »Seht ihr nicht die Spur? Leute, ich kann nicht mehr! Und der Baum, an dem ich hänge, auch nicht!«
    »Halt durch, Zweiter!« Justus konzentrierte sich auf den Bereich direkt unterhalb des Weges. Und dann sah er es. Eine Schleifspur. Dort musste Peter hinabgerutscht sein. »Ja! Ich hab die Spur! Warte!«
    Die beiden Jungen liefen auf dem Weg ein paar Meter zurück und schauten wieder in den Canyon hinunter. Gestrüpp, Felsen, Erde – und etwas Rotes!
    »Peter!« Bob drängte sich wieder an das Handy. »Ich sehe was Rotes! Hast du was Rotes an?«
    »Ja! War mal ’n T-Shirt. Ich kann nicht mehr lange, Kollegen!«
    »Okay! Wir holen dich rauf!«, rief Justus nach unten. »Wir sind gleich da!«
    »Gut. Macht schnell!«
    Bob verknotete das Seil am Geländer und wickelte es sich einmal um die Hüfte. Dann stellte er sich mit dem Rücken zum Abhang. »Drück uns die Daumen, Just!«
    »Alle, die ich habe. Seid vorsichtig!« Justus versuchte ein aufmunterndes Lächeln. Aber die Sorge um seine Freunde war ihm deutlich anzumerken.
    Der dritte Detektiv machte sich auf den Weg in die Schlucht. Schritt um Schritt hangelte er sich den steilen Abhang hinab. Er durfte gar nicht daran denken, dass Peter hier hinuntergeschlittert war. Schon mit Seil war das alles andere als ungefährlich. Ohne Seil war es mörderisch.
    Bob schätzte, dass Peter mindestens dreißig Meter tiefer lag. Zum Glück hatten sie das Fünfzig-Meter-Seil dabei. Aber was erwartete ihn da unten? Hatte sich Peter verletzt? Vielleicht sogar etwas gebrochen? Am Telefon hatte er davon nichts gesagt. Und er hätte sie doch bestimmt gebeten, den Notarzt mitzubringen, wenn er sich ernstlich wehgetan hätte, oder? Bob verdrängte den Gedanken und arbeitete sich weiter nach unten. Er achtete dabei ganz besonders darauf, keine größeren Steine loszutreten, die Peter treffen könnten. Das war nicht einfach. Der Hang war so steil, dass alles, was man nur antippte, ins Rutschen und Rollen geriet.
    Es dauerte eine Ewigkeit, bis Bob endlich Peters T-Shirt wenige Meter unter sich entdeckte. Offensichtlich hatte ein kleiner Baum Peters Fall gestoppt. »Bin gleich bei dir!«, rief er in die Tiefe.
    »Wird auch Zeit, die Wurzeln –« Peter stieß einen entsetzten Schrei aus.
    »Was ist los?« Der dritte Detektiv starrte nach unten.
    »Bob! Der Baum! Er gibt nach! Beeil dich! Mach schon!«
    »Oh, verdammt!« Bob lockerte seinen Griff und seilte sich so schnell ab, wie es ihm möglich war.
    »Bob!«
    »Ja, ich mach ja schon!« Das Seil surrte durch Bobs Hände. Es brannte auf seiner Haut wie Feuer.
    »Bob!«
    Der dritte Detektiv blickte über seine Schulter nach unten. Peter hing in einer kleinen Kiefer. Irgendwie hielt er sich dort mit Händen und Füßen fest. Aber das Bäumchen hatte sich unter seinem Gewicht schon gefährlich weit in die Schlucht geneigt. Und als Bob zur Wurzel blickte, konnte er förmlich zusehen, wie sie aus dem steinigen Erdreich glitt. Es war nur eine Frage von Sekunden, bis …
    Bob machte noch zwei große Sprünge die Wand hinab, dann war er neben Peter. Keinen Moment zu früh. Ihre Blicke trafen sich in dem Augenblick, als die Wurzel mit einem hässlichen Knirschen riss und der Baum in den Canyon kippte.
    »Verdammt!«, schrie Peter.
    »Hab ich dich!« Bob packte seinen Freund am Hosenbund, während der Baum polternd den Canyon hinunterrutschte.
    »Was ist da unten bei euch los?«, rief Justus von oben.
    »Alles klar!« Bob bugsierte Peter näher an den Hang. »Ich hab ihn!«
    »Super!«
    Peter stützte sich an der Canyon-Wand ab und griff nach dem Seil. »Das war haarscharf!«

Der Mann im Meer
    Fünfzehn Minuten später hatten die beiden Jungen den Weg erreicht und wieder festen Boden unter den Füßen. Insbesondere für Peter war der Aufstieg enorm mühsam gewesen. Der Sturz, das lange Ausharren auf dem Bäumchen und die Angst hatten an seinen Kräften gezehrt. Aber die Aussicht, bald in Sicherheit zu sein, hatte seine letzten Reserven mobilisiert und mit Bobs Hilfe war es ihm schließlich gelungen, den Hang hinaufzuklettern.
    »Hallo, Zweiter!« Justus nahm Peter in Empfang. »Schön, dass du wieder bei uns bist.«
    »Seh ich auch so.« Peter atmete erst einmal kräftig durch.
    Justus sah an seinem Freund hinab und

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