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Perry Rhodan - 2501 - Die Frequenz-Monarchie

Titel: Perry Rhodan - 2501 - Die Frequenz-Monarchie
Autoren: Christian Montillon
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Ich will dir eine Geschichte erzählen.
    Hör gut zu, Perry Rhodan, und ihr an-deren ebenso.
    Es war vor – ich rechne es in eure Zeiteinheiten um – etwa 80.000 Jahren. Damals stießen die Andury erstmals nahe ihrem Heimatstern auf einen Polyport-Hof.
    Sie stellten schnell fest, dass niemand den Hof als Eigentum beanspruchte.Vielleicht deshalb, weil er große Beschädigungen aufwies. Woher die Zerstörungen rührten und welche Katastrophe dort einst vorgefallen sein mochte, konnten sie niemals rekonstruieren.
    Die Andury ... Du hast gewiss von ihnen gehört, Perry Rhodan? Weit in der Vergangenheit waren sie ein wichtiges Hilfsvolk der Superintelligenz ESTARTU, doch sie baten darum, aus deren Dienst entlassen zu werden. ESTARTU gewährte ihnen den Wunsch, denn sie waren erschöpft und ausgelaugt, wie es bisweilen bei Hilfsvölkern von Superintelligenzen und Hohen Mächten der Fall ist. Vor allem, wenn sie auf die eine oder andere Weise eine wichtige Rolle einnehmen.
    Aber zurück zum eigentlichen Thema: der Polyport-Hof.
    Die Forscher fanden ein faszinierendes Stück Hochtechnologie vor, das ihnen intergalaktische Transporte in erstaunlich kurzer Zeit gestattete. Du kannst dir vorstellen, welche Aufregung die Entdeckung des Polyport-Netzes hervorrief – intergalaktische Transporte, Bewegungen über die Abgründe von Galaxien hinweg, und das mithilfe einer Technologie, die die Andury nicht verstanden.
    Es weckte ihren Ehrgeiz. Sie wollten mehr, wollten das Netz in seiner Gesamtheit beherrschen. Davon waren sie allerdings weit entfernt. Zwar ermöglichte es den Transport von Gütern und Passagieren, doch nur in geringem Umfang und nur über wenige Strecken des Netzes.
    Dennoch glich allein die Möglichkeit einer absoluten Sensation. Es weckte Träume in ihnen, Phantasien ... Sie malten sich aus, wie es einst sein könnte.
    Wenn ich dich so anschaue, kommt es mir vor, als könntest du genau verstehen, was ich meine. Es ist noch nicht lange her, da ging es dir ebenso. GALILEO nennst du den Hof, von dem aus du gekommen bist, nicht wahr?
    Du stehst ganz am Anfang, die Wunder des Netzes zu entdecken. Allerdings hast du dir dafür eine dunkle und gefährliche Zeit ausgesucht. Die dunkelste Zeit, an die ich mich erinnern kann. Etwas Böses zieht herauf.
    Wie machst du das nur? Du hast etwas an dir, was mich dir mehr erzählen lässt, als ich eigentlich wollte. Aber ich schweife schon wieder ab. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.
    Damals, vor 80.000 Jahren, reparierten die Andury in einer Kraftanstrengung sondergleichen den Polyport-Hof. Es nahm Jahrzehnte in Anspruch, doch sie konnten ihn trotz aller Mühen und Erfahrungen im Dienste ESTARTUS nicht in Betrieb nehmen.
    Bis sie eines Tages in einem Lagerraum einen Container entdeckten, in dem sich 150 Controller der Klasse A und ein Controller der Klasse B befanden. Dieser Fund änderte alles. Er war mehr wert als alles andere, denn nun waren die Andury endlich dazu in der Lage, das Polyport-Netz in größerem Umfang zu erkunden.
    Und so wurden sie zu den Halbspur-Changeuren.
    Oder lass es mich anders sagen: Damals wurden wir zu den Halbspur-Changeuren.

1.
    Perry Rhodan:
    Changeur zu Gast

    Der Fremde roch nach Orangenöl und einer frisch geschmierten Maschine; der Duft, den wohl auch die Motorhaube eines auf Hochglanz polierten und frisch gereinigten Oldtimers des zwanzigsten Jahrhunderts verströmt hatte.
    Vor einer halben Ewigkeit , dachte Perry Rhodan, als ich noch nicht ahnte, dass es mich einmal von einem Artefakt in der Nähe des Saturn aus zu einem Weltraum-Bahnhof knapp 40.000 Lichtjahre entfernt verschlagen würde.
    »Mein Name ist Ariel Motrifis«, sagte der Neuankömmling in der Sprache der Mächtigen. »Ich bin Transfer-Operator. Ihr habt der Frequenz-Monarchie erfolgreich Widerstand geleistet.« Er senkte den Kopf, was ihn noch einige Zentimeter kleiner wirken ließ; er reichte Rhodan ohnehin nur bis zur Brust. »Wir erbitten eure Hilfe.«
    Rhodan ließ die Worte auf sich wirken. Sie entsprachen nicht dem, was er erwartet hätte, wenn ein Halbspur-Changeur aus dem Transferkamin des Zentralen Verladeplatzes von ITHAFOR-5 trat. Ganz und gar nicht. Rhodan hätte sich sogar gerade umgekehrt von ihnen Hilfe erhofft. Schließlich kannten die Changeure das Polyport-Netz besser als er.
    Der Terraner streckte der kleinen, dunkelhäutigen Gestalt die rechte Hand entgegen. Motrifis zögerte einen Augenblick, überlegte wohl, was diese Geste bedeutete. Dann ergriff er die

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