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Bibi Blocksberg - 16 - Die Hexenschule

Bibi Blocksberg - 16 - Die Hexenschule

Titel: Bibi Blocksberg - 16 - Die Hexenschule
Autoren: Theo Schwartz
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Die Schmerz-weg-Salbe
     
    Barbara Blocksberg war dabei, einen großen Spiegel im Flur aufzuhängen, den sie beim letzten Hexenflohmarkt günstig erworben hatte. Sie stand auf der Küchenleiter, hielt in der linken Hand den Spiegel und in der rechten einen Hammer. Bibi kontrollierte von der Tür aus, ob der Spiegel gerade hing.
    »Rechts noch eine Idee höher, Mami«, sagte sie. Frau Blocksberg folgte der Anweisung ihrer Tochter. Sie wollte gerade den Hammer schwingen, da verrutschte der Spiegel schon wieder.
    Nun verlor Barbara Blocksberg die Geduld.
    » Eene meene. ..« begann sie einen Hexspruch, aber Bibi unterbrach sie.
    » Eene meene Männerwade«, rief sie, » der Spiegel da hängt…«
    »Was heißt hier ,Männerwade’?«, ertönte plötzlich eine männliche Stimme. Bernhard Blocksberg war hinzugekommen. »Ihr werdet doch wohl so ein kleines Spiegelchen ohne Hexerei aufhängen können?«
    Frau Blocksberg stieg von der Leiter, reichte ihrem Mann den Spiegel und sagte übertrieben freundlich: »Bitte, mein Lieber. Tu dir keinen Zwang an.«
    »Das ist sowieso Männersache«, fand Herr Blocksberg. Er griff nach dem Hammer und ging zur Wand. Seine Frau hielt den Spiegel an die vorgesehene Stelle. Doch kaum hatte Bibis Vater ausgeholt und zugeschlagen, da stieß er einen lauten Schmerzenslaut aus und ließ den Hammer polternd zu Boden krachen.
    »Verflixt noch mal!«, schimpfte er. »Mein Daumen! Und mein Fuß! Muss mir der blöde Hammer auch noch auf meine Zehen fallen? Auaauau!«
    »Das geht gleich weg«, tröstete ihn seine Tochter. »Warte, ich hole nur schnell meine ,Schmerz-wegSalbe’.«
    »Was für eine Salbe?«, fragte Bernhard Blocksberg misstrauisch.
    »Na, die für den Kräuterkunde-Unterricht bei Tante Mania«, erklärte Bibi. »Die Salbe war nämlich meine Hausaufgabe. Jetzt kann ich gleich feststellen, ob ich gut gelernt und richtig gemixt habe.«
    »Igitt!« Bernhard Blocksberg verzog angewidert das Gesicht. »Das also ist das grauslich stinkende Zeug, das seit Tagen unser Haus verpestet. Bleib mir bloß weg damit!«
    »Was stinkt, hilft«, sagte Barbara trocken.
    »Genau!«, pflichtete ihr Bibi bei. »Das ist eine uralte Hexenregel.«
    Bernhard Blocksberg wusste, dass in solch einer Situation jeder Widerstand zwecklos war. Also fügte er sich in sein Schicksal und streckte Bibi den verletzten Daumen entgegen. Sie trug die Salbe dünn auf und hatte auch einen passenden SchnellwirkHexspruch parat:
    » Eene meene Entenbein, Papis Schmerz wird klitzeklein. Hex-hex!«
    Bernhard Blocksberg stöhnte genervt auf.
    »Ich kann diese dummen Hexsprüche nicht mehr hören«, murrte er. »Dieses grauenhafte Reim-dichoder-ich-fress-dich-Deutsch tut mehr weh als mein Daumen. Lernt ihr bei Mania nichts Vernünftiges?«
    Bevor Bibi antworten konnte, fragte Barbara schnell: »Hat der Spruch geholfen oder nicht?«
    Bernhard Blocksberg betrachtete seinen Daumen. Der rotblaue Fleck, den der Hammer hinterlassen hatte, war verschwunden.
    »Ja«, gab er kleinlaut zu. »Als ob nie was gewesen wäre.«

    »Na also«, meinte Bibi fröhlich. »Warum regst du dich dann über meine Sprüche auf?«
    »Gratuliere, Bibilein!«, freute sich ihre Mutter. »Deine Salbe ist perfekt. Die gute Mania wird zufrieden sein.«
    »Der Unterricht!«, fiel es plötzlich Bibi siedend heiß ein. »Mami, ich muss losdüsen!«
    »Wieso denn?« Barbara Blocksberg warf einen Blick auf die Uhr in der Küche. »Du hast doch noch eine ganze Stunde Zeit.«
    »Schon«, meinte Bibi und schnappte sich ihren Besen Kartoffelbrei. »Aber wir treffen uns vorher auf der Insel.«

Die drei Junghexen
     
    Durch Neustadt floss die Triller, und südlich der Stadt lag in der Mitte des Flusses eine kleine Naturschutzinsel, auf der sich die Junghexen heimlich trafen. Meistens vor und nach dem Unterricht bei der gestrengen Mania, um sich Mut zu machen oder sich gegenseitig zu trösten.
    Bibi wurde bereits ungeduldig von Flauipaui erwartet, einer niedlichen Hexe mit langem, rotem Haar, auf das sie sehr stolz war und das sie oft hingebungsvoll kämmte. Das Reisig an ihrem Besen war saftig grün und mit Blüten geschmückt, deshalb hörte er auf den schönen Namen »Gänseblümchen«.
    »Na endlich!«, rief Flauipaui kläglich und machte ein Gesicht, als ob sie jemanden zum Händchenhalten brauchen würde. »Ich schlage hier schon Wurzeln!«
    »He! Reg dich ab! Ich bin total pünktlich«, entgegnete Bibi lässig. »Wo brennt’s denn?«
    »Ich sitze in der Patsche«, sagte

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