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Vegas Vampires 03 -Ein Biss mit Folgen

Vegas Vampires 03 -Ein Biss mit Folgen

Titel: Vegas Vampires 03 -Ein Biss mit Folgen
Autoren: Erin McCarthy
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1
    A lso, es ist nicht die Grippe.«
    Brittany Baldizzi beobachtete ihre Hausärztin, die sich gerade eine Haarsträhne hinters Ohr steckte, als sie zurück ins Behandlungszimmer trat. Brittany saß auf der Kante der Untersuchungsliege und war ernstlich verwirrt. »Ein Tumor? Seit Wochen ist mir immer wieder furchtbar übel.«
    »Kein Tumor.« Dr. Hopkins lächelte. »Sie sind schwanger.«
    »Bitte?« Der Raum war mit einem Schlag blendend weiß, und in Brittanys Ohren brummte es. »Schwanger? Ich kann nicht schwanger sein!«
    Niemals. Unmöglich.
    »Waren Sie enthaltsam?«, fragte Dr. Hopkins mitfühlend.
    »Ja, ich war absolut enthaltsam.« Wie zum Teufel konnte sie schwanger sein?
    Dr. Hopkins zog eine Augenbraue hoch. »Wirklich?«
    Okay, also das stimmte nicht ganz. »Na ja, so gut wie. Ich hatte im letzten halben Jahr nur ein einziges Mal Sex.« Doch das war mit Corbin Atelier gewesen, was nicht zählte, weil er ein Vampir war.

    »Einmal reicht.«
    Normalerweise. Wenn man Sex mit normalen, sterblichen Männern hatte. »Aber …« Brittany kratzte sich am Kopf. »Er kann keine Kinder zeugen.« Glaubte sie zumindest. Obwohl, er hatte nie wirklich gesagt, dass er keine Kinder zeugen könnte. Allerdings hatte er auch nichts über Verhütung gesagt.
    »Es tut mir leid, dass das so ein Schock für Sie ist, Brittany, aber offensichtlich kann er Kinder zeugen, denn Sie sind definitiv schwanger.«
    »Also, ich hatte keine Ahnung.« Dass Vampire Sperma produzieren.
    Was eine dämliche Annahme ihrerseits gewesen war. Schließlich behauptete ihr Schwager doch steif und fest, dass ihr eigener leiblicher Vater ein Vampir wäre. Aber sie hatte eins und eins nicht zusammengezählt, als sie in jener Nacht mit Corbin gesprochen hatte.
    Wenn sie jedoch ganz ehrlich war, dann war es ja nicht so, dass Corbin und sie furchtbar viel Zeit mit Konversation verbracht hatten, nachdem er durch ihr Schlafzimmerfenster geklettert war und sie um eine Blutprobe gebeten hatte. Sie hatte ihm ihr Blut gegeben und ihren Körper – und dann hatte er ihr ein Baby gemacht.
    Heilige Scheiße.
    Es wäre wirklich nett von ihm gewesen, wenn er sie darauf hingewiesen hätte, dass seine Spermien schwimmen konnten.
     
    »Du bist was?« Alexis, ihre Schwester, starrte sie nur an.

    Brittany warf sich auf Alexis’ Ledersofa und stöhnte. Dieser entsetzte, ungläubige Ausdruck auf Alexis’ Gesicht – genau so hatte sie im Behandlungszimmer wohl auch ausgesehen. »Du hast richtig gehört. Ich bin schwanger. Und bevor du fragst: Ich habe die Ärztin den Test wiederholen lassen.«
    »Also … wirklich. Shit. Das kommt überraschend.« Alexis fuhr sich mit beiden Händen durchs Haar. »Ein Baby. Du wirst Mutter. Wow. Okay. Also, das ist aufregend. Glaub ich. Nein, ich bin mir sicher. Ein Baby – das ist immer gut. Aber verdammt, zum ersten Mal seit Ethan mich umgedreht hat, bin ich wirklich traurig darüber, eine Vampirin zu sein. Ich werde nicht gerade eine normale Beziehung zu meinem Neffen oder meiner Nichte haben, stimmt’s? Aber du weißt ja, ich freu mich, wenn du dich freust.«
    Tränen traten Brittany in die Augen. Alexis war ihr wie eine Mutter gewesen, nachdem die Mutter der beiden an einer Überdosis gestorben war, als Brittany dreizehn war. Es fiel ihr manchmal schwer zu akzeptieren, dass Alexis jetzt eine Vampirin war und dass sie mit einem wirklich alten Vampir verheiratet war und in seinem Kasino in Las Vegas lebte. Das Leben ihrer Schwester war so vollkommen anderes als Brittanys unaufgeregtes Dasein als Vorstadtzahnärztin.
    Eine Vorstadtzahnärztin, die sich von einem französischen Vampir hatte schwängern lassen. Oh Gott!
    »Ich freue mich auf das Baby, Alexis. Aber ich habe auch Angst.«
    Alexis erhob sich aus ihrem Armlehnsessel und kam
zu ihr rüber. »Oh Schatz, hab keine Angst.« Sie umarmte sie, wodurch Brittany sich besser fühlte. Sie mochte zwar knapp dreißig Zentimeter größer sein als Alexis, doch es fühlte sich noch immer gut an, getröstet zu werden. »Es wird alles gut. Wir helfen dir.«
    »Wobei helfen wir ihr? Was ist los?« Alexis’ Ehemann, Ethan Carrick, amtierender Präsident der Vampirnation, schlenderte in Schlafanzughose und mit nacktem Oberkörper aus ihrem Schlafzimmer.
    »Habe ich dich geweckt, Ethan? Das tut mir leid.« Brittany hatte nicht eine Minute länger als sechs Uhr warten können, was verdammt früh war für einen Vampir, um für die Nacht aufzustehen, aber sie hatte unbedingt von Alexis hören

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