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2198 - Plan des Kosmokraten

Titel: 2198 - Plan des Kosmokraten
Autoren: Unbekannt
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war es, die Menschheit und die Völker der Milchstraße aus den Auseinandersetzungen der Mächte von Ordnung und Chaos herauszuhalten.
    Falls das möglich war. Falls das Wechselspiel von Ordnung und Chaos nicht ein universeller Garant für Evolution und Weiterentwicklung war. Falls ohne diese Gegenpole die Existenz und das Reifen intelligenten Lebens nicht per se unmöglich waren.
    Chabed hatte Rhodan darüber hinaus einiges offenbart. Zum Beispiel, dass die Superintelligenz THOREGON aus Raum-Zeit-Ingenieuren hervorgegangen war, die ja lange im Dienst der Mächte der Ordnung gestanden hatten.
    Die Geister, die ich rief ..., dachte der Terraner.
    Oder dass der erste PULS, das Erste Thoregon, ausgerechnet im Mahlstrom der Sterne entstanden war. Das war jene Region des Universums, in der im Jahre 3460 alter Zeitrechnung die Erde mitsamt ihrem Mond nach dem fehlgeschlagenen Versuch materialisiert war, den Heimatplaneten der Menschheit mit Hilfe des Archimedes-Sonnendreieck-Transmitters aus dem Solsystem zu versetzen und so vor den angreifenden Laren zu schützen.
    Der Mahlstrom war eine 156.000 Lichtjahre lange Nabelschnur zwischen zwei Galaxien, die vor etwa zwei Milliarden Jahren miteinander kollidiert waren und sich gegenseitig durchdrungen hatten - eine unbedingte Voraussetzung für das Entstehen eines PULSES.
    Es wunderte Rhodan nicht, dass der PULS selbst damals nicht entdeckt worden war. Der Mahlstrom war ein einziges energetisches Chaos, in dem Mess- und Beobachtungsinstrumente jeglicher Art versagten. Selbst optische Systeme hatten verzerrte Bilder und grobe Vorstellungen von Entfernungen geliefert.
    Genau wie die Erde, der dritte Planet des „sechsdimensional funkelnden Juwels" namens Sol, schien auch der Mahlstrom der Sterne ein kosmischer Brennpunkt zu sein.
    Rhodan fragte sich kurz, ob die Erde mitsamt der Menschheit damals von THOREGON absichtlich in den Mahlstrom transferiert worden war. Hatte die Superintelligenz vielleicht die mentale Substanz der Terraner übernehmen wollen?
    Es waren in ferner Vergangenheit schon einmal 22.000 lemurische Raumschiffe dorthin verschlagen worden. Hatten THOREGON und die Helioten dabei eine Rolle gespielt? Oder hatte die Superintelligenz ES ihre unsichtbaren Finger im Spiel gehabt?
    War die Aphilie letztlich ein von ES veranlasster Schutzmechanismus gewesen, um die Terraner vor dieser Macht zu retten? Wollte THOREGON damals mit Hilfe menschlicher Psi-Energien vielleicht einen Entwicklungsschub einleiten?
    Andererseits wusste Rhodan von der Zeitschleife, die ES durchlebt hatte, und auch, dass ES seit Jahrmillionen am DaGlausch-Thoregon mitwirkte. Das widersprach der Vermutung, dass THOREGON bei der Versetzung der Erde mitgewirkt hatte.
    Müßige Spekulationen, dachte Rhodan. Ihn trieb zwar die brennende Sehnsucht nach Antworten auf ungelöste Rätsel, doch sollten einmal alle Fragen geklärt sein, wäre das Universum ein höchst langweiliger Ort, und er hätte nichts mehr, wonach er noch suchen könnte. JDarüber hinaus stand jetzt Dringlicheres an als noch so interessante, aber haltlose Spekulationen. Rhodan beabsichtigte, auf eigene Faust mit dem Monteur-Boot nach der SOL zu suchen.
    Wenigstens hatte er sich ein wenig mit dem Schiff vertraut machen können. Wie er den Datenspeichern entnommen hatte, waren Monteure die einzigen wirklich kleinen, variabel einsetzbaren Schiffseinheiten im Inneren von METANU. Das Schiff mit dem halbkugelförmigen Rumpf aus einem tiefroten, ihm unbekannten Material hatte einen Durchmesser von 15 Metern und eine Masse von 1200 Tonnen.
    Der Rumpf. enthielt ein miniaturisiertes Iso-Werk, das offensichtlich erst die Navigation in METANU ermöglichte, dazu Mess- und Montagegeräte. Die oben liegende Schnittfläche hingegen bot Raum für vier Display- und Sensorpulte samt vier variablen Sitzgelegenheiten, die sich der Körperform beliebiger Wesen anpassten.
    Nachdem Rhodan ins Labyrinth der Kanäle zurückgekehrt war, hatte er sich mit Hilfe der Bordcomputer über METANU-Nabelplatz informiert. Chabeds Ausführungen waren zwar sehr aufschlussreich, aber genauso allgemein gewesen. .
    Bei dem Objekt handelte es sich um eine Hohlkugel mit einem Durchmesser von 51.000 Kilometern. Sie wurde von einer Membran mit einer Dicke von 500 Kilometern umschlossen, die von dem Gewirr von Kanälen durchzogen wurde, in dem er sich gerade befand.
    Offensichtlich stellten sie eine Art in den Hyperraum eingelagerten Knoten dar, ein mehrdimensionales, eng gewundenes

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