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2198 - Plan des Kosmokraten

Titel: 2198 - Plan des Kosmokraten
Autoren: Unbekannt
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Raum.
    Saedelaere fand keinen anderen Ausdruck dafür. Einen Moment lang schien sich jede Struktur aufzulösen. Hismooms Körper verzerrte sich, wurde in die Länge gezogen, gleichzeitig in die Breite. Sämtliche Proportionen schoben sich auseinander.
    Beim nächsten Atemzug war der Spuk vorbei. Saedelaere wusste nicht, ob er sich das.
    Phänomen nur eingebildet hatte oder es tatsächlich geschehen war, aber er ahnte zumindest, was hier gerade geschah.
    Die psionischen Felder, die den Nabelplatz zusammenhielten, lösten sich auf. Die Raumkrümmung von METANU begann zu zerbrechen! Falls Saedelaere geglaubt hatte, das Inferno schon zu kennen, wurde er eines Besseren belehrt. Plötzlich war oben unten, und links rechts. Ein energetischer Sturm riss den Kreuzer in nicht kontrollierbarer Richtung mit sich. Und dem Mann mit der Maske wurde klar: Damit wurde das Ende des Analog-Nukleotids selbst eingeläutet!
    Als Perry Rhodan aus dem Monteur stieg, wurde er bereits erwartet. Er hatte sich einige Augenblicke lang vorzustellen versucht, wer ihn abholen würde. Vielleicht Mondra Diamond ...
    Er wischte den Gedanken weg, als er sah, wer wirklich vor ihm stand. Die drei Männer, .die sein Empfangskomitee bildeten, mussten Brüder sein, wenn nicht sogar Drillinge, über zwei Meter große, kahlköpfige und fast nasenlose Menschenabkömmlinge mit zum übrigen Körper auffallend kleinen Schädeln und flachen Gesichtern. Ihre Hautfarbe war ein lederartiges, dunkles Braun, und sie alle waren nichtgerade als schlank zu bezeichnen.
    Der Mund des ganz vorn stehenden Mannes klaffte auf, als er Rhodan erkannte, und öffnete und schloss sich dann mehrmals. Was auch immer ihre Qualitäten sein mögen, dachte Rhodan, im diplomatischen Dienst stehen sie wahrscheinlich nicht.
    „Es ... es ist mir eine Ehre", brachte ~der Umweltangepasste schließlich 'hervor. „Wie ...
    wie kommst du hierher? Äh ... Verzeihung. Willkommen an Bord ... Resident!" Nach dem letzten Wort hatte der Mann eine Weile gesucht. Wann ist die SOL durch den PULS von DaGlausch gegangen?, dachte Rhodan. Mit einer Besatzung, die sich aus Bewohnern Alashans, ehemaligen TLD-Angehörigen, und Camelotern rekrutierte ...
    Der Terraner lächelte schwach.
    „Danke. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich bin, hier zu sein." Die Brüder oder Drillinge starrten ihn noch immer an wie einen bunten Hund. „Sollen wir hier einen Imbiss zu uns nehmen", sagte er nach ein paar Sekunden, „oder ..." Der Anführer des Empfangskomitees riss sich sichtlich zusammen. „Entschuldige. Ich bin Leutnant Necker Ravved. Das sind meine Drillingsbrüder Marth und Dustaff. Wir haben den Auftrag, dich in die Zentrale zu bringen." Die Brüder drehten sich um und gingen los.
    Rhodan folgte ihnen. Er glaubte zu spüren, dass die SOL schwach erzitterte.
    Wieso?, fragte er sich. Hat sie den Kampf nicht gerade siegreich beendet? Oder sind neue Gegner aufgetaucht?
    Der Terraner schaute sich um. Die SOL...
    Leutnant Ravved redete unentwegt weiter, ohne auf seine Reaktionen zu ächten.
    „Woher kommt ihr?", fragte Rhodan, als der Umweltangepasste endlich nach Luft schnappen musste. „Irgendwie erinnert ihr mich an Rusufer."
    „Nicht ganz richtig, nicht ganz falsch. Wir kommen vom Planeten Doo Dreizehn, der gemeinsam von Terranern und Rusufern besiedelt wurde." Als der Umweltangepasste die Vorzüge seiner Heimatwelt zuschildern begann, schaltete Rhodan geistig ab. Die Eindrücke und Erinnerungen überwältigten ihn.
    Die SOLI, dachte er erneut.
    Das Schiff, das auf der in den Mahlstrom der Sterne versetzten Erde erbaut worden war.
    Am 10. Juli des Jahres 3540 alter Zeitrechnung war es von dort gestartet, mit ihm als einem der wenigen Immunen der an der Aphilie leidenden Menschheit als Kommandanten.
    Damals war es für ihn ein Symbol der Hoffnung auf eine Rückkehr in die heimatliche Galaxis gewesen.
    Das Schiff, mit dem er danach fast vier Jahrzehnte lang nach der Position der Milchstraße gesucht hatte. Mit dem sie in den Konflikt zwischen den Superintelligenzen BARDIOC und der Kaiserin von Therm geraten waren, bis Rhodan dann am 24. Dezember 3586 das Schiff den an Bord geborenen Besatzungsmitgliedern übergeben hatte, die es mittlerweile als ihre Heimat und sich selbst als Solaner ansahen.
    Das Schiff, mit dem sein Freund Atlan dann im Auftrag der Kosmokraten gewirkt hatte, bis es noch einmal bei den Ereignissen um den Frostrubin und die Tiefe zum Einsatz für die Menschheit gekommen war.
    Das

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