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Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen

Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen

Titel: Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen
Autoren: Julie Campbell
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einem Schlag wußte sie alles!
    Sie hörte Martin rufen: „Paß auf, Klaus! Mich deucht, unser Schwesterherz sieht Gespenster!“
    Dann fragte Brigitte: „Trixie? Stimmt irgendwas nicht?“ Zu Brigittes Überraschung antwortete Trixie nicht, sondern raste zur Tür. Erst auf der Schwelle drehte sie sich um und blickte in die verblüfften Gesichter.
    „Ja, kapiert ihr denn nicht?“ rief sie ungeduldig. „Nichts stimmt, wir haben keine Minute zu verlieren! Schnell, Brigitte! Ich muß sofort telefonieren!“

    Fünf Minuten später lehnte Trixie sich auf dem Vordersitz des Wagens vor, als ob sie den Wagen damit zu größerer Geschwindigkeit veranlassen könnte. Mit Uli am Steuer rasten sie zur Rothenbergschen Villa.
    „Hätte jemand die Güte, mir zu erklären, was eigentlich los ist?“ ließ sich Martins unwirsche Stimme vom Rücksitz vernehmen.
    „Das wirst du nie erfahren, wenn Uli nicht gleich mit dem Affentempo heruntergeht“, bemerkte Klaus.
    „Darf ich dich darauf aufmerksam machen, daß es hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt?“ warf Dan ein. „Es wäre zu schade, wenn wir eine Strafe aufgebrummt kriegten.“
    „Besonders, wo in unserer Kasse gähnende Leere herrscht“, sagte Dinah lachend.
    „Ich möchte ja nur wissen, wen Trixie von unseren vielen Bekannten angerufen hat“, erklärte Martin.
    Trixie hörte nur das Singen der Räder auf der nassen Straße und das Dröhnen des starken Motors.
    „Da wären wir“, murmelte Uli und hielt vor dem vorderen Tor an. „Sollen wir vorne reingehen oder lieber hinten?“
    Trixie wartete Annas Antwort gar nicht erst ab, sondern sprang aus dem Wagen und öffnete das Tor. Nachdem der Wagen passiert hatte, warf sie es zu und nahm ihren Platz wieder ein.
    Sie spähte auf die dunkle Masse der Rothenbergschen Villa. Was würde wohl Herr Gregor dazu sagen, daß er mehr Gäste bekam, als er eingeladen hatte, fragte sie sich.
    Das sollte sie gleich darauf erfahren. Herr Gregor fuhr ein wenig zurück, als er die vielen jungen Leute vor seiner Tür stehen sah. Aber dann machte er sie weit auf.
    „Kommt nur herein“, sagte er herzlich. „Ich freue mich, euch zu sehen, und ich freue mich auch, daß du all deine Freunde mitgebracht hast, Anna. Je mehr, desto besser.“
    Unter freundlichem Geplauder führte er sie zum Wohnzimmer und blickte sie lächelnd an.
    „Ich hoffe, es macht Ihnen nichts aus, daß wir alle gekommen sind“, erklärte Brigitte atemlos, nachdem sie die anderen vorgestellt hatte, „aber die Jungs haben darauf bestanden mitzukommen und —“ Sie warf einen raschen Blick durch das Zimmer. „Aber wo ist Herr Jäger?“
    „Hier ist er“, antwortete Herr Gregor. Er ging langsam zu der Tür, die in das kleine Arbeitszimmer führte, und riß sie auf.
    Trixie hörte, wie Anna nach Luft schnappte, als sie sich alle in den kleinen Raum drängten.
    Die Wände waren mit schwarzen, wallenden Gardinen behängt. Überall standen flackernde Kerzen. Auf dem Tisch in der Mitte des Raumes lag eine schwarze Samtdecke. Am oberen Ende saß Herr Jäger.
    Er trug einen schwarzen Umhang. Seine langen, dünnen Finger umschlossen eine Kristallkugel. In dem flackernden Schein der Kerzen wirkte sein Gesicht gesammelt und, wie Trixie fand, sehr selbstbewußt.
    Als er die Gäste bemerkte, erhob er sich. Auch er machte ein überraschtes Gesicht, als er sah, wie viele sie waren. Doch schon im nächsten Augenblick drückte sein Gesicht nichts weiter als höfliches Interesse aus, als Anna ihm nervös die Rotkehlchen vorstellte, die er noch nicht kannte.
    Dann fragte sie mit zitternder Stimme: „Was — was soll das hier bedeuten?“ Mit weit aufgerissenen Augen sah sie sich in dem Zimmer um, wo die hohen Schatten bis zur Decke reichten.
    Aber sie bekam auf ihre Frage keine Antwort.
    Herr Gregor wandte sich jetzt mit ernster Miene an Trixie. „Ich möchte dir nur sagen, wie dankbar ich dir für deinen Besuch heute nachmittag bin“, sagte er, „ich habe inzwischen ein langes Gespräch mit Josef Huber geführt.“
    Trixie spürte, wie ihr Herz vor Aufregung zu hämmern anfing. „Ja?“ flüsterte sie fast. „Und was hat er gesagt?“ Das Gesicht von Herrn Gregor wurde noch ernster. „Er hat alles gestanden“, antwortete er. „Aber nicht das, was du erwartet hast, Trixie. Dieser Mann ist nämlich Maler — Künstler, meine ich. In all diesen Jahren hat er gemalt, um der Rothenbergschen Villa ein Denkmal zu setzen.“
    „Ein Denkmal?“ stotterte Martin. „Was für

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