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Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen

Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen

Titel: Trixie Belden 21 - und das Geheimnis der fluesternden Stimmen
Autoren: Julie Campbell
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Ein unerwarteter Besuch

    Trixie Belden stöhnte auf und griff sich mit beiden Händen in ihr kurzes, lockiges Haar. „Verflixt und zugenäht“, rief sie. „Warum gibt es kein Gesetz, das so was verbietet?“ Brigitte Willer, ihre beste Freundin, blickte grinsend von ihrem Englischbuch hoch. „Was für ein Gesetz soll es denn diesmal sein?“ fragte sie. „Augenblick, sag nichts. Letzte Woche wolltest du ein Gesetz gegen die Mithilfe im Haushalt. Das kann es also nicht sein. Vor zwei Wochen wolltest du ein Gesetz gegen Röcke verabschieden. Niemand sollte je einen Rock anziehen müssen, vor allem Trixie Belden nicht.“ Trixie seufzte auf. „Dafür bin ich immer noch“, erklärte sie trotzig und heftete ihre blauen Augen bekümmert auf das Mathematikbuch, das aufgeschlagen vor ihr auf dem Küchentisch lag. „Aber dieses Gesetz würde sich um die Hausaufgaben am Wochenende drehen.“
    „Du möchtest also mehr ?“ Brigitte tat so, als ob sie Trixie mißverstanden hätte.
    Trixie schnitt ihrer Freundin ein Gesicht. „Du weißt genau, wie ich das gemeint habe“, sagte sie. „Es dürfte überhaupt keine Hausaufgaben geben, vor allem nicht übers Wochenende.“
    Trixie blickte erwartungsvoll zur Tür, in der Hoffnung, dort ihre beiden älteren Brüder auftauchen zu sehen. Da ihre Eltern Freunde besuchten, hatten Klaus und Martin sich erboten, den sechsjährigen Bobby ins Bett zu bringen. Seitdem war mehr als eine halbe Stunde vergangen, und dem ausgelassenen Gekreisch nach zu schließen, hatten ihre drei Brüder sie vollkommen vergessen.
    „Die scheinen viel Spaß zu haben“, bemerkte Brigitte lächelnd. „Vielleicht machen sie gerade eine Kissenschlacht?“ fügte sie augenzwinkernd hinzu.
    Trixie runzelte die Stirn. „Dann wird Bobby so überdreht, daß er überhaupt nicht einschläft. Och, dieser Martin! Er müßte es doch besser wissen. Und von Klaus hätte ich erwartet, daß er schon längst ein eingegriffen hätte.“
    Brigitte mußte ihr recht geben. Wie alle anderen wußte auch sie, daß der siebzehnjährige Klaus bei weitem der vernünftigste und ausgeglichenste der vier Belden -Kinder war.
    Der fünfzehnjährige Martin war dagegen immer für einen Streich zu haben. Er benutzte gern geschwollene Ausdrücke, um seine Zuhörer zu verblüffen und besonders, um Trixie zu ärgern. Er war nur elf Monate älter als Trixie und wurde oft für ihren Zwillingsbruder gehalten.
    Brigitte legte ihren Bleistift weg. „So“, sagte sie zufrieden. „Ich bin fertig. Soll ich raufgehen und Bobby ins Bett schaffen? Da ich hier übernachten werde, ist es ja auch für mich von Vorteil, wenn er ruckzuck verschwindet.“
    „Das wäre super“, sagte Trixie dankbar. Lächelnd blickte sie Brigitte nach, als sie die Küche verließ. Seit dem Tag, an dem sie sich kennengelernt hatten, waren sie unzertrennliche Freundinnen. Beide waren vierzehn Jahre alt und hatten schon viele aufregende Abenteuer erlebt und rätselhafte Fälle gelöst. Sie hatten sich vorgenommen, später einmal eine richtige Detektiv-Agentur aufzumachen.
    Brigitte lebte mit ihrem Bruder Uli, ihren Eltern und der Hausdame Fräulein Trasch auf einem großen Gut in der Nähe. Nicht weit davon wohnte eine andere Freundin Trixies , Dinah Link, in einer schönen, großen Villa.
    Mit ihren Brüdern Klaus und Martin hatte Trixie einen Detektiv-Club gegründet, zu dem außer Brigitte, Uli und Dinah Link auch noch Dan, der Neffe von Willers Pferdepfleger Reger, gehörte. Sie nannten sich die Rotkehlchen und verbrachten fast ihre ganze Freizeit zusammen.
    An diesem Novemberabend war Trixie von ihrer Mathematikaufgabe jedoch so in Anspruch genommen, daß sie an den Club überhaupt nicht mehr dachte.
    „Hör mal zu, Reddy “, sagte sie zu dem Setter, der dösend unter dem Tisch lag, nahm ihr Mathebuch und begann, ihm die Aufgabe vorzulesen.
    Zu ihrer Verblüffung begann er zu knurren und dann laut und anhaltend zu bellen. Einen Augenblick später begriff sie, warum. Jemand klopfte heftig an die Haustür.
    Wer wollte ihnen denn um neun Uhr abends noch einen Besuch machen?
    Als Trixie zur Haustür eilte, kamen auch Klaus, Martin und Brigitte herbeigelaufen, die Reddys Bellen heruntergelockt hatte.
    „Wer ist es?“ rief Klaus.
    „Mir deucht, unsere Schwester ist nicht mit dem Röntgenblick begabt“, ließ Martin sich vernehmen. „Zähme, o Bruder, deine Ungeduld, bis das Tor des Hauses geöffnet ist.“
    Grinsend machte Trixie die Tür auf, erstarrte dann aber,

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