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Platzkarte zur Hölle Kommissar Morry

Platzkarte zur Hölle Kommissar Morry

Titel: Platzkarte zur Hölle Kommissar Morry
Autoren: Hans E. Koedelpeter
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Kommissar Morry
    Platzkarte zur Hölle
     
     
     
     
     
    Platzkarte zur Hölle
    Kriminalroman von E. Morry
    Die Warnung kam von einem Toten. Da nahm die reizende Peachy Russell Reißaus. Sie überließ es der besorgten Mama, die Gangster zu empfangen. Aber in Wirklichkeit war es Stuart Wyndham, er dafür hinhalten mußte. Seine Neugier wurde schlecht belohnt. Dabei meinte er es nur gut mit der Tochter. Wer hat den seriösen Mister Russell auf dem Gewissen? Doch nicht die eigene Familie? Fürwahr, das Interesse an dem Mörder ist verdächtig. Immerhin, ein blondes Haar am Tatort macht noch keinen Täter. Das Schicksal hat die Plätze gebucht, und FBI hat einen vortrefflichen Reiseleiter. Die Fahrt geht ab zur Hölle, mit Fensterplatz für den Verbrecher.
     
     
     
     
     
    G.E. Morry
    Platzkarte zur Hölle
    Kriminalroman
    MERCEDA-VERLAG Albachten b. Münster / Westfalen
     
     
     
     
     
    Rechte, insbesondere das der Übersetzung und Verfilmung, Vorbehalten. Nachdruck verboten. Copyright by Merceda Verlag, Albachten b. Münster i.W.
    Gesamtherstellung: W. Riedel KG., Menden/Sauerland.
     
     
     
     
     
     
     
    Stuart Wyndham vermied es geflissentlich, mit irgendeinem der zahlreichen Gäste von Edward Callords Cocktailparty ins Gespräch zu kommen. Stuart war nicht überheblich, aber er haßte Cocktailparties. Er hatte schon vier Whiskies getrunken, um den Anblick der buntschillernden, heftig schnatternden Gesellschaft ertragen zu können, und er fragte sich, weshalb er noch hier War. Er kannte die meisten Gesichter; er wußte, daß es eine höchst ehrenwerte und sogar bedeutsame Gesellschaft war, aber er wußte auch, daß es sich fast ausschließlich um stinklangweilige Leute handelte.
    „Hallo, Stuart!" sagte jemand hinter ihm.
    Er wandte sich überrascht um . . . nicht, weil man seinen Namen nannte, .sondern weil ihn das erregende Timbre der weiblichen Stimme verblüffte. Er sah sich einem ungewöhnlich hübschen jungen Mädchen gegenüber . . . einer knapp zwanzigjährigen Blondine in einem goldschillernden, schulterfreien Abendkleid. Er fand es unverständlich, daß er sie nicht schon vorher bemerkt hatte.
    „Pardon?" fragte er.
    „Hör mal, Stuart . . . willst du etwa behaupten, mich nicht mehr zu kennen? Ich bin Peachy!"
    „Peachy Russell . . . ?"
    „Aber ja!"
    „Das ist doch nicht möglich!" murmelte er. „Als ich dich das letzte Mal hier in New York traf, warst du so eckig und knochig wie ein Stück Weidevieh inmitten einer Dürreperiode!" Peachy lachte. „Du hast eine reizende Art, einem jungen Mädchen den letzten Rest von Selbstvertrauen zu rauben..."
    Er grinste matt. „Nichts für ungut, Peachy . . . inzwischen hast du dich ja sehr zu deinem Vorteil verändert. Würdest du es als rüde betrachten, wenn ich mir festzustellen erlaubte, daß du ein ungewöhnlich belebender Anblick bist?"
    „Vielen Dank, Stuart ... ich wäre bereit, mich über das Kompliment zu freuen, wenn ich nicht wüßte, daß du immer so sprichst!"
    „Wie spreche ich denn?"
    „Verschroben. Geschwollen. So, wie Jane Austen schreibt. Aber auch ein wenig spöttisch... als würdest du deine Schwächen kennen und dich darüber lustig machen. Bei dir weiß man nie, woran man ist."
    Er nickte trübsinnig. „Ich vermute, daß du recht hast. Es ist das puritanische Blut meiner Vorfahren, das mir zu schaffen macht, Kind. Vermutlich habe ich auch deren etwa antiquiert anmutenden Sprechstil übernommen."
    „Das hast du ganz gewiß . . . wenngleich ich zugebe, daß er zu dir paßt." Peachy lächelte. „Du bist ein romantischer Typ, Stuart . . . groß, dunkel und anziehend. Du siehst aus wie der letzte Sproß einer sehr, sehr alten und vornehmen Familie . . . und genau das bist du doch auch, nicht wahr?"
    „Peachy . . . wollen wir nicht das Thema wechseln?"
    „Gern. Ist dir eigentlich schon mal aufgefallen, daß sich, alle Mädchen nach dir den Hals verrenken?"
    „Du solltest aufhören, so grausame Scherze mit mir zu treiben."
    „Aber es ist wahr! Ich bilde da keine Ausnahme ... du bist inmitten dieser schwatzhaften, trinkseligen Gesellschaft wie eine Insel .. . eine Insel, die jeder gern betreten möchte, die aber niemand anzulaufen wagt."
    „Ich wußte nicht, daß du einen so bizarren Humor hast. Wie erklärt es sich eigentlich, daß man dich in den letzten Jahren nicht mehr zu Gesicht bekam?"
    „Ich war in Europa ... in England. Hast du nichts davon gehört?"
    „Ich höre meistens nur mit halbem Ohr auf das, was man

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