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Leadership: Lehren, die mich durchs Leben führten (German Edition)

Leadership: Lehren, die mich durchs Leben führten (German Edition)

Titel: Leadership: Lehren, die mich durchs Leben führten (German Edition)
Autoren: Colin Powell
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Anmerkung des Autors
    Ich liebe Geschichten. Während meiner Karriere habe ich eine ganze Reihe davon zusammengetragen, die mir viel bedeuten. Die meisten stammen aus meiner Zeit beim Militär. Ich war vom 17 . Lebensjahr, als ich als Kadett in das Reserve Officer Training Corps (Reserveoffizier-Ausbildungskorps) der US -Streitkräfte eintrat, bis zu meinem Abschied als GI im Alter von 56 Jahren in der US -Army. Andere Geschichten stammen aus meiner Dienstzeit als Nationaler Sicherheitsberater und Außenminister. Wieder andere begegneten mir im Lauf des Lebens einfach so. In diesem Buch möchte ich mit Ihnen eine Auswahl dieser Geschichten und Erfahrungen teilen, die mich über die Jahre begleitet haben; jede einzelne vermittelte mir eine wichtige Lektion über das Leben und über rechte Menschenführung. Ich hoffe, dass auch Sie einen konkreten Nutzen daraus ziehen werden – worin auch immer dieser im Einzelnen bestehen mag.
    Teil I erläutert meine »Dreizehn Regeln«, die, seitdem sie erstmals vor über zwanzig Jahren im Magazin
Parade
erschienen sind, von einigen Leuten aufgegriffen und diskutiert wurden. Teil II konzentriert sich darauf, wie wichtig es ist, sich selbst zu erkennen, und darauf, wie man sich selbst treu bleiben kann. In Teil III geht es vor allem darum, wie man andere Menschen versteht und sich um sie kümmert, insbesondere um diejenigen, für die man Verantwortung trägt. In Teil IV schildere ich meine Erfahrungen in der explodierenden digitalen Sphäre, die die Welt und unser Leben grundlegend verändert hat. In Teil V befasse ich mich mit der Frage, wie man Menschen erfolgreich führt. Teil VI , »Reflexionen«, schildert ernste und amüsante Aspekte meines Lebens. Das Nachwort fasst noch einmal zusammen, worum es in diesem Buch geht – Menschen mit all ihren wunderbaren, liebenswerten und frustrierenden Seiten.
    Wie Sie sehen werden, gibt es keine Schlussfolgerungen oder Empfehlungen, sondern nur meine Beobachtungen. Jedes Kapitel steht für sich. Sie können alle Kapitel nacheinander lesen oder einfach irgendwo einsteigen. Für jeden Menschen hält das Leben Lehren und Geschichten bereit. Dies sind meine. Ich kann nur sagen, dass sie mir geholfen haben.
    Colin Powell

I Die Regeln

Meine dreizehn Regeln
    Präsident George H. W. Bush wurde am 20 . Januar 1989 als Nachfolger von Präsident Ronald Reagan in sein Amt eingeführt. In dem Moment, als er seinen Eid ablegte, war ich nicht länger Nationaler Sicherheitsberater, und die Fackel wurde weitergereicht an meinen langjährigen Kollegen und Mentor, General Brent Scowcroft.
    Nachdem ich das Weiße Haus verlassen hatte, kehrte ich in die Army zurück. Im April wurde ich zum Viersternegeneral befördert und zum Befehlshaber des Forces Command ( FORSCOM ) – Streitkräftekommandos – der US -Army ernannt, dessen Hauptquartier sich in Fort McPherson, Georgia, direkt vor den Toren Atlantas befindet. Ich hatte Befehlsgewalt über sämtliche einsatzfähigen Streitkräfte der Army in den Vereinigten Staaten, und ich beaufsichtigte die Ausbildung der Army National Guard (Nationalgardeabteilung des US -Heeres). Ich war der erste schwarze Army-Offizier, der ein Viersternetruppenkommando innehatte.
    Kurz nachdem ich zu FORSCOM gekommen war, wollte die Zeitschrift
Parade,
eine bekannte Sonntagsbeilage mit über fünfzig Millionen Lesern, eine Titelgeschichte über mich und meine neue Position bringen – einen jener kurzen persönlichen Beiträge für Amerikaner, die ihre Sonntagszeitungen beim Kaffee lesen. Da der Artikel schon lange vor dem Verteilungstermin, dem 13 . August, fertig und die Beilage auch schon gedruckt war, konnte
Parade
nicht wissen, dass Präsident Bush mich genau drei Tage vor Erscheinen meines Beitrags zum nächsten Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs ernennen würde. Der Artikel wurde also derart »passend« veröffentlicht, dass ich nicht alle davon überzeugen konnte, es habe sich dabei um ein rein zufälliges Zusammentreffen gehandelt.
    Der Autor dieses Beitrags, David Wallechinsky, ein hochqualifizierter Journalist, brauchte einen Aufhänger für den Schluss. Eine meiner Sekretärinnen, Sergeant Cammie Brown, riet ihm, er solle mich nach den Dutzenden von Papierschnipseln fragen, die ich unter die Glasabdeckung meines Schreibtischs geschoben hätte – Zitate und Aphorismen, die ich gesammelt bzw. im Lauf der Jahre selbst formuliert hatte. David rief an und fragte mich, ob ich ein paar davon vorlesen würde. Die dreizehn,

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