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Die Sache mit dem Ich

Die Sache mit dem Ich

Titel: Die Sache mit dem Ich
Autoren: Marc Fischer
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Tier, das es zu erlegen galt«, sagt Marc. Ja, sage ich, ein guter Gedanke. Komm, lies mir noch ein bisschen aus Moby Dick vor.

    Wenn Hemingways Schriftsteller-Prinzip lautete »Bereise die Welt und töte alles, was dir vor die Flinte kommt« und das von T. C. Boyle »Bereise die Welt und umarme einen Baum«, dann war das Reporter-Prinzip von Marc »Bereise die Welt und mache etwas, das noch nie jemand vor dir gemacht hat«. Denke etwas, das noch nie jemand vor dir gedacht hat. Setz dich in den Sushi Express im Shinjuku-Bahnhof und lauere einem Brillendieb auf. Ruf den ARD – Programmgestalter an und frag ihn, warum sie so einen Schrott zeigen. Sitze einen Tag auf einem Postkasten. Nimm das Lichtschwert von Obi Wan Kenobi mit in die Schwerelosigkeit.
    »Würden Sie sich erschießen wie Hunter S. Thompson, wenn Sie nicht mehr schreiben könnten?«, fragt Marc den Schriftsteller T. C. Boyle. »Ehrensache«, sagt Boyle. Sie laufen noch ein bisschen durch seinen Garten. »Der Tod«, sagt Boyle dann zu Fischer, »ist ein Idiot.« Ja, denke ich. Stimmt.
    Jana Petersen

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Editorische Anmerkung
    Die Idee und das Konzept für dieses Buch stammen von Marc Fischer, die Auswahl der Reportagen und der Aufbau folgen seinen hinterlassenen Notizen.
    Die hier versammelten Texte sind zwischen 1995 und 2011 in dieser oder leicht veränderter Form erschienen in: Tempo, Vanity Fair, Spiegel online, GQ, Süddeutsche Zeitung, jetzt.de, Neon, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Welt am Sonntag, Bild am Sonntag, Musikexpress, Dummy, Vice, Nexus, Park Avenue, Weltwoche, Allegra, Max, Der Freund, Katalog von »Vittorio Manalese«, Greenpeace Magazin, ADAC-Reisemagazin. Der Verlag und Jana Petersen danken den Redaktionen für ihre Unterstützung.
    Erstveröffentlichung der Texte, soweit bekannt:
    Wie ich Yes Man wurde: Greenpeace Magazin , 2009.
    18 Stunden ARD: Welt am Sonntag , 2010.
    Unter Linken: GQ , 2010.
    Wer ist Vittorio Manalese?: Katalog von »Vittorio Manalese«, 2010.
    Die Sache mit den Beastie Boys: Süddeutsche Zeitung, 2004.
    Unbesiegbar mit David Lynch: Vanity Fair , 2007.
    Fünfzehn: Dummy , 2005.
    Hotel Somalia: Weltwoche , 2005.
    Der Brillenmann: Enver Hirsch, Toast Hawaii , Edition Robert Morat, 2008.
    Das Liz-Hurley-Gefühl: Park Avenue .
    Wie aus Katja Riemann und mir mal nichts wurde: Park Avenue , 2007.
    Die Sache mit den Neunzigern: Musikexpress , 2010.
    Die Sache mit Michael Jackson: Spiegel online , 2009.
    LSD-Wandern im Burgenland: Neon , 2007.
    Reise in die Kunst: Max , 2007.
    Key Hemingway: ADAC-Reisemagazin Florida , 2005.
    Die Sache mit Jennifer Lopez: Allegra .
    Die Sache mit Michael Stipe: Allegra .
    Mein schneller Freund: Dummy , 2007.
    Spazierengehen mit T. C. Boyle: Park Avenue , 2006.
    Baden mit einem Yakuza: ADAC-Reisemagazin Japan , 2001.
    O. K., Karaoke!: Neon , 2009.
    Die Sache mit Kate Moss: Tempo , 1995.
    Wovon wir reden, wenn wir vom Rauchen reden: Süddeutsche Zeitung , 2009.
    Reise in die Schwerelosigkeit: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung , 2010.
    Reise ins Herz der Flasche: Neon , 2010.
    Seltsame Frau in der Südsee: Der Freund , 2005.
    Vorm Berghain: Dummy , 2009.
    Alle meine Freunde sind Hunde: Vice , 2006.
    Die Reste der Liebe: jetzt.de , 2009.
    Warum wir küssen: GQ , 2009.
    Wenn es Nacht wird in Berlin: Vanity Fair , 2009.
    Wovon wir reden, wenn wir von James Dean reden: GQ .
    Der Klub der blauen Dichter: Bild am Sonntag , 2010.
    Durch die Nacht mit Joseph Roth: Welt am Sonntag , 2010.
    Reise ins Ich: Nexus , 1999.

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Das Buch
    Einfach rasend gut: die Reportagen des Schriftstellers und Journalisten Marc Fischer
    Niemand tanzte so elegant auf der Grenze zwischen Literatur und Journalismus wie der viel zu jung gestorbene Marc Fischer. In seinen Reportagen für Tempo , den Spiegel , den Stern, Welt am Sonntag, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Vanity Fair und andere Publikationen zeigt er sich nicht nur als glänzender Geschichtenerzähler, als Reporter, der sich an Orte vorwagt, die andere gar nicht auf der Landkarte haben, sondern es gelingt ihm immer wieder das Kunststück, eine scheinbar alltägliche journalistische Situation in eine irrwitzig lustige, zutiefst wahre Geschichte zu verwandeln. Radikale Subjektivität gepaart mit einem zärtlichen Blick für den Gegenstand. Marc Fischer zeigt uns, dass gute Geschichten überall zu finden sind: in Tokio, Nairobi, Miami, Berlin. Bei Popstars, Models, Politikern. Aber auch unter Freunden, in unserer Vergangenheit, in

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