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Das Darwin-Virus

Das Darwin-Virus

Titel: Das Darwin-Virus
Autoren: Greg Bear
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Das Buch
    Ein Massengrab in Georgien, in dem die Leichen mehrerer schwangerer Frauen entdeckt werden – und eine Verschwörung mit dem Ziel, diesen Fund der Öffentlichkeit vorzuenthalten …
    Eine aufregende Entdeckung hoch in den Alpen: die gut erhaltenen Körper einer prähistorischen Familie – mit einem Neugeborenen, das verwir-rende biologische Merkmale aufweist …
    Eine rätselhafte, epidemisch um sich greifende Krankheit, die nur werdende Mütter befällt und zunächst zu Fehlgeburten führt …
    In der menschlichen DNA sind uralte Krankheiten verschlüsselt, die wie schlafende Drachen nur darauf warten, wieder zum Leben erweckt zu werden – so die umstrittene Theorie der Molekularbiologin Kaye Lang.
    Nun scheinen ihre Vorstellungen tatsächlich erschreckende Realität zu werden. Denn der »Virusjäger« Christopher Dicken vom nationalen Ge-sundheitszentrum hat die Spur einer merkwürdigen, grippeartigen Erkrankung aufgenommen, die epidemisch um sich greift und unter den werdenden Müttern des Landes und ihrem Nachwuchs eine Katastrophe anzurichten droht. Dann offenbart eine erstaunliche Entdeckung hoch in den Alpen – die erhaltenen Körper einer prähistorischen Familie – eine schockierende Verbindung: Etwas, das Millionen von Jahren in unseren Genen geschlummert hat, ist erwacht.
    Der Ausbruch der furchtbaren Krankheit weitet sich zu einer tödlichen Epidemie aus. In der Bevölkerung machen sich Angst und Unruhe breit; die Regierung beschließt Notstandsmaßnahmen. In einem Wettkampf mit der Zeit versuchen Dicken und Lang die Teile eines Puzzles zusammenzufügen, das nur sie zu lösen vermögen – eines evolutionären Puzzles, das die Zukunft der Menschheit bestimmen wird … wenn es überhaupt eine Zukunft gibt.
    Dieser grimmig-intelligente, fesselnde Roman steckt voller Abenteuer und Ideen um Genetik und Evolution. Greg Bears temporeicher Thriller, der um so zeitlose menschliche Fragen wie Kampf, Verlust und Erlösung kreist, zählt gewiss zu den gelungensten Wissenschaftsromanen der letzten Jahre.

Der Autor

    Greg Bear ist Autor von 27 Büchern, die in 15 Sprachen übersetzt wurden und überwiegend dem Genre Science-Fiction zuzuordnen sind. Die Ultimate Encyclopedia of Science Fiction hat ihn den »besten lebenden Autor harter Science-Fiction« genannt. Für seinen Wissenschaftsthriller Das Darwin-Virus hat er 2001 den »Nebula« erhalten, einen der bedeutendten Preise in diesem Feld. Seine Kurzgeschichten, Erzählungen und Romane sind bereits zuvor zweimal mit dem »Hugo« und viermal mit dem
    »Nebula« ausgezeichnet worden. Bear ist 1951 geboren, verheiratet und hat zwei Kinder.

    Die Website: http://www.gregbear.com
    liefert weitere Informationen über den Autor und seine Werke.

Greg Bear
Das Darwin- Virus
    Aus dem Englischen übersetzt  von Sebastian Vogel

Für meine Mutter, Wilma Merriman Bear
    1915-1997

Teil 1
Herodes-
Winter

1
    Österreichische Alpen, nahe der italienischen Grenze
August
    Mit der Farbe trüber, irrer Hundeaugen breitete sich der blasse Nachmittagshimmel wie eine Theaterkulisse über den schwarz-grauen Bergen aus.
    Mitch Rafelsons Knöchel schmerzten und sein Rücken war wund gescheuert von dem schlecht angebrachten Nylonseil. Er folgte der flinken weiblichen Gestalt Tildes entlang der Grenze zwischen dem weißen Firn und einer Fläche neuen Pulverschnees.
    Zwischen den Eisbrocken vom letzten Herbst standen Scharten und Spitzen aus altem Eis, die der Sommer zu milchigen, flint-steinscharfen Messern geformt hatte.
    Links von Mitch erhoben sich die Berge über dem Gewirr schwarzen Gerölls beiderseits der vom Eisabsturz zerklüfteten Böschung. Rechts, im gleißenden Sonnenlicht, stieg das blendend leuchtende Eis zur großartigen Kettenlinie des Kars auf.
    Etwa zwanzig Meter weiter südlich, für Mitch durch den Rand der Schneebrille verborgen, stand Franco. Mitch konnte ihn hören, aber nicht sehen. Ein paar Kilometer hinter ihnen und jetzt ebenfalls außer Sichtweite befand sich das leuchtend orangefarbene, runde Biwakzelt aus Aluminium und Fiberglas, in dem sie die letzte Rast gemacht hatten. Wie weit sie schon von der Hütte entfernt waren, wusste er nicht, und auch ihren Namen hatte er vergessen; aber die Erinnerung an die strahlende Sonne und den heißen Tee in der Gaststube verliehen ihm ein wenig Kraft. Wenn diese Tortur hinter ihnen lag, würde er wieder mit einer Tasse starkem Tee dort sitzen und Gott danken, dass er es warm hatte und am Leben war.
    Sie

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