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AstroTown - Die Zukunft der Menschheit

AstroTown - Die Zukunft der Menschheit

Titel: AstroTown - Die Zukunft der Menschheit
Autoren: Saulo Fonseca
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Wissenschaftlern durch mehrere Gänge wie in einem
dreidimensionalen Labyrinth. Paul ist eine Umgebung wie diese nicht
gewohnt. Er schaut alles aufmerksam an und irgendwie hat er Spaß am
Treiben seines schwebenden Körpers durch die schlauchförmigen
Gänge.
    Es existiert auch keine
erkennbare Norm für die Position der Fenster und Luken. Man weiß
nicht, wo die Ober- oder Unterseite ist. Alles ist überall
verteilt.
    Nach ein paar Minuten kommen sie
zu einem Modul der AstroTown, welches wie ein Auditorium aussieht.
Der Ort ist wie eine Kugel, die so etwas wie eine Bühne in der
Mitte hat und von vielen Leuten umgeben ist. Paul merkt, dass er
einer kleinen Gruppe vorgestellt wird. Ca. 200 Personen sind im
Auditorium und alle sind auch Albinos.
    »Paul.« sagt Herr Sky. »Wir
müssen dich den Leuten präsentieren, die unsere Arbeit bewerten.
Sie wollen die Ergebnisse unserer Experimente sehen.«
    Paul fühlt sich wie eine
Zirkus-Attraktion. Aber er versteht, dass Herr Sky zusammen mit
seiner Forschergruppe seine Tätigkeit rechtfertigen und die
Ergebnisse seiner Arbeit zeigen muss. In diesem Fall ist Paul
selbst das Resultat ihrer Arbeit und das versteht er nicht.
    »Meine Damen und Herren.« sagt
Herr Sky vor dem Publikum. »Wie ich Ihnen mitgeteilt habe,
erreichen wir endlich ein positives Resultat unserer Experimente.
Nach 27 Versuchen, hier ist Herr Paul Driefontein.«
    Paul versteht
immer weniger. Wieso 27
Versuche? denkt er. Alle Anwesenden
flüstern miteinander, während sie Paul betrachten. Einer der Männer
des Publikums, der so etwas wie ein Chef zu sein scheint,
sagt:
    »Herzlichen Glückwunsch Herr
Sky. Sind Sie sicher, dass er geistig fit ist, um unsere Ziele zu
erreichen?«
    »Ich glaube ja. Nur die Zeit
wird es zeigen.« antwortet Herr Sky.
    Paul merkt, dass eine kleine
Gruppe im Publikum aufgeregt ist und viel miteinander spricht. Er
versteht nicht, was los ist. Die Leute beginnen, Fragen zu stellen,
alle zur gleichen Zeit, so dass er nicht verstehen kann, was sie
wissen wollen.
    Herr Sky zieht an Pauls Arm und
sagt. »Na gut Paul, die Presse ist über die Nachricht aufgeregt.
Wir müssen weg.«
    Paul und Herr Sky gehen zum
Ausgang des Auditoriums. Sie gehen dorthin, wo sie in Ruhe reden
können.
    Als sie das Auditorium
verlassen, werden sie von den Leuten in den röhrenförmigen Gängen
angesprochen. Sie machen Fotos von Paul und wollen ihn
berühren.
    Paul hat Angst. Aber einige
Leute vom Sicherheitsdienst des Auditoriums verhindern, dass die
Leute näher kommen.
    Paul und Herr Sky gehen durch
noch eine Luke und kommen in einen anderen röhrenförmigen Gang.
    »Wo gehen wir hin?« fragt
Paul.
    »Wir besuchen Herrn Berg.«
antwortet Herr Sky.

    * * * * *

Kapitel 5:
Gute Nachrichten

    Jenny geht den Weg nach Hause.
Es ist nicht genau ein Haus, sondern ein Modul speziell gebaut zum
Wohnen. Sie kommt in einen großen Gang, der mehrere Häuser in ihrer
Nachbarschaft verbindet. Sie sieht durch die Fenster des Ganges,
dass die Lichter in ihrem Haus an sind. Das weist darauf hin, dass
jemand zuhause ist.
    Sie
denkt, Wie verkünde ich die
Nachricht? Soll ich simulieren, dass ich sie nicht bekommen habe
und danach vor Freude schreien? Oder soll ich gleich auf den Punkt
kommen?
    Ihre Eltern warten. Sie kamen zu
Jennys Haus, weil sie wissen, dass Jenny jeden Augenblick mit der
Nachricht kommen wird. Alle sind sehr aufgeregt.
    Jenny aktiviert die Öffnung der
Luke, die der Zugang zu ihrem Haus ist und findet ihre Eltern, die
sie erwartungsvoll anschauen.
    »Sprich mal!« sagt ihre Mutter,
die ihre Spannung nicht mehr kontrollieren kann.
    Jenny weint und sagt. »Ich habe
die Zulassung! Du wirst Oma.«
    Jennys Mutter fängt an zu weinen
und schreit vor Freude. Der Vater kann die Tränen ebenfalls nicht
zurückhalten und alle umarmen sich.
    »Meine Tochter, dann hast du den
richtigen Mann geheiratet.« sagt Jennys Mutter. »Und, wird es ein
Junge oder ein Mädchen?«
    »Es wird ein Mädchen. Wie ich es
wollte.«
    Sie kann es fast nicht erwarten,
bis ihr Mann von der Arbeit kommt.
    Nach ein paar Stunden kommt
Jennys Mann, der auch gespannt ist, das Ergebnis des Antrages zu
erfahren.
    Jenny sagt nichts. Sie zeigt nur
die Zulassung, die sie in den Händen hält.
    Ihr Mann kann seine Gefühle
nicht zurückhalten, weint und umarmt sie.
    »Jetzt werden wir eine komplette
Familie.« sagt er.
    »Wir müssen uns vorbereiten. Wir
müssen viele Dinge kaufen. Wir müssen unser Haus umgestalten, weil
wir unser Baby bekommen.«

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