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1008 - Ein Computer spielt verrückt

Titel: 1008 - Ein Computer spielt verrückt
Autoren: Unbekannt
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Ein Computer spielt verrückt
     
    Alarm auf Mardi-Gras – Ein Stützpunkt in Gefahr
     
    von Ernst Vlcek
     
    Mehr als 400 Jahre sind seit dem Tage vergangen, da Perry Rhodan mit der BASIS von einem der schicksalsschwersten Unternehmen in den Weiten des Alls in die Heimatgalaxie zurückkehrte und auf der Erde landete. Durch seine Kontakte mit Beauftragten der Kosmokraten und mit ES, der Superintelligenz, hat der Terraner inzwischen tiefe Einblicke in die kosmische Bestimmung der Menschheit gewonnen und in die Dinge, die auf höherer Ebene, also auf der Ebene der Superintelligenzen, vor sich gehen.
    In folgerichtiger Anwendung seiner erworbenen Erkenntnisse gründete Perry Rhodan dann Anfang des Jahres 3588, das gleichzeitig zum Jahr 1 der Neuen Galaktischen Zeitrechnung (NGZ) wurde, die Kosmische Hanse, eine mächtige Organisation, deren Einfluß inzwischen weit in das bekannte Universum hineinreicht. Die Kosmische Hanse, als deren Leiter Perry Rhodan fungiert, besitzt jetzt, im Jahr 424 NGZ, ganze Flotten von Raumschiffen und planetarische und kosmische Stützpunkte in allen Teilen der Galaxis und darüber hinaus.
    Ein solcher Stützpunkt ist auch das Handelskontor auf dem Planeten Mardi-Gras. Dort kommt es unvermittelt zu alarmierenden Vorgängen, denn EIN COMPUTER SPIELT VERRÜCKT ...  
     
     
     
Die Hauptpersonen des Romans:
     
    Alja Symens - Chefin des Handelskontors von Mardi-Gras.
    Kredo Harven - Ein „Buchhalter".
    Jost Governor - Leiter eines Demontagekommandos.
    John Nack - Ein Hanse-Manager von Mardi-Gras, der mit einer Eingeborenen Kontakte knüpft.
    Mimi - Eine Eingeborene von Mardi-Gras.
    Albert - Ein Computer spielt verrückt.
     
    1.
     
    Die Farblosen nannten sie Mimi, und sie wußte nicht, warum, denn in Wirklichkeit war sie Beerblau. Und ihr farbloser Freund, der ihr solch einen komischen Namen gab, hieß Tschonnack, obwohl er am ehesten noch Lausdick war.
    Tschonnacks rundes Gesicht war von lauter Läusen gesprenkelt, aber es waren Läuse, die sich nicht bewegten. Er konnte das Gewimmel in seinem Gesicht auch nicht bleichen und nichts damit sagen. Bis auf die bräunlichen Flecken war er blaß und also eigentlich auch stumm, wenngleich sein Gesicht manchmal eine rötliche Tönung bekam.
    Beerblau wußte nie, was ihr farbloser Freund mit dieser leichten Röte sagen wollte, sie konnte nur raten - und tippte stets daneben.
    Lausdick, obwohl er körperlich ausgereift und bestimmt von beachtlichem Alter war, kam ihr manchmal wie ein Kind vor, das die ersten Versuche machte, sich anderen mitzuteilen. Auch Kinder wurden zornig, wenn sie sich vergeblich bemühten, sich treffend zu äußern, und sie drückten dann ihren Gefühlsausbruch in einem Lautschwall aus. So war es auch mit Lausdick, und seine Erregung war ansteckend. Sie griff auf die anderen Farblosen über, bis am Ende einer den anderen antönte und sie sich gegenseitig zu übertönen versuchten.
    Bei solchen Gelegenheiten zog es Beerblau vor, sich heimlich davonzumachen, das heißt, in der Farbe der Umgebung.
    Beerblau ging zum Volk zurück und bekundete allen, die es wissen wollten, daß sie nie mehr zu den Farblosen gehen wolle. Dann blieb sie eine Weile beim Volk, führte ihr gewohntes Leben weiter und floh die Farblosen, die sie verzweifelt suchten.
    Aber das ging nie lange gut. Irgendwie war Beerblau von den Farblosen fasziniert, und sie erkannte selbst, daß die Bekanntschaft mit ihnen ihr Leben verändert hatte.
    Früher war alles einfacher gewesen. Beerblau hatte einfach gelebt und Leben in die Welt gesetzt, wie es der Brauch des Volkes war. Sie war glücklich gewesen. Sie aß, was sich ihr in den ihr genehmen Farben anbot, feierte Hochzeit, wenn der Richtige kam ...
    Oh, sie war sehr wählerisch, und sie ließ sehr viele Freier abblitzen, deren Hochzeitsgesicht nicht genau ihren Bedürfnissen entsprach. Und sie tat gut daran, denn irgendwann fand sich immer einer, der ihre Stimmung traf!... Beerblau konnte endlos lange unter Büschen und Baumkronen ausharren und deren Schattenspiele mitmachen.
    Sie saß im ersten Morgenlicht im Kreis ihres Volkes, und sie fand sich im Abendrot in besinnlicher Runde ein, das Gesicht zum Spiegelbild des Farbenspiels vom Werden und Vergehen geöffnet. Beerblau war jung, sie stand in der Mitte des Lebens, wie man ihr sagte. Aber sie hatte längst nichts mehr von der Unbekümmertheit der Jugend an sich.
    Sie war reif, auch das gestand man ihr zu.
    Man verhehlte ihr jedoch auch nicht, daß sie einen

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