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Titan 01

Titan 01

Titel: Titan 01
Autoren: Frederik Pohl , Wolfgang Jeschke
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TITAN
     
     
    TITAN (astronomisch): der sechste und hellste Mond des Saturn, entdeckt 1655 von dem Optiker und Instrumentenmacher Christiaan Huygens. TITAN (chemisch): Zeichen Ti, Element, ein weißes, hartes, glänzendes, stahlähnliches Metall aus der vierten Nebengruppe mit der Ordnungszahl 22, mittleres Atomgewicht 47,90, Massenzahlen Ti 43 bis Ti 51, von denen die Isotope Ti 46 bis Ti 50 das natürliche Vorkommen bilden und dessen radioaktives Isotop Ti 44 mit 1000 Jahren die größte Halbwertszeit aufweist. TITAN (technisch): verwendet zu Legierungen hoher Haltbarkeit und Korrosionsbeständigkeit vor allem in Luft‐und Raumfahrt. TITAN (astronautisch): eine bewährte und zuverlässige Trägerrakete der NASA mit einer Länge von 27,4 m und einem Startgewicht von 100 t; sie beförderte u. a. die amerikanischen Gemini‐Astronauten in den Orbit. TITAN (griechische Mythologie): Angehörige eines riesenhaften Göttergeschlechts, dem u. a. Chronos, Okeanos, Iapetos, Rhea, Tethys und Themis angehörten und das sich gegen den Göttervater Zeus erhob. Es wurde von dem erzürnten olympischen Patriarchen in den Tartarus, den tiefsten Teil der Unterwelt, gestürzt.
    TITAN signalisiert also: hell, hart, glänzend, langlebig, haltbar, korrosionsbeständig, zuverlässig, mythologischen touch, antik, Riesengeschlecht – Eigenschaften, die wohl mitbestimmend waren bei der Wahl des Reihentitels. Der Mitherausgeber von TITAN schließt sich uneingeschränkt diesen frommen Wünschen an und versichert, sein möglichstes zu tun, um die so geweckten Erwartungen zu erfüllen.
    Und er hält die Entscheidung für TITAN für eine der wichtigsten Entscheidungen auf diesem Sektor des Verlagswesens – nicht zuletzt deshalb, weil hier endlich mit einem tief verwurzelten Vorurteil der verlegerischen Praxis gebrochen wird, das Stanislaw Lern in seinem Aufsatz Scienc e Fiction : Ei n hoffnungslose r Fal l – mi t Ausnahme n beklagte: de r Novitä t u m jede n Preis .
    Die TITAN‐Bände innerhalb der Classic‐Serie des Heyne Science Fiction‐Programms werden nämlich auch Erzählungen enthalten, von denen die eine oder andere bereits in deutscher Sprache erschienen ist. Diese Praxis – im angloamerikanischen Sprachbereich seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit – könnte bei Sammlern dieser Literatur Unwillen und Protest wecken. Dem möchte ich entgegenhalten: Es handelt sich hier um Texte, die zum grundlegenden Bestand der Science Fiction gehören. Ihre Qualität und ihre Relevanz in der Entwicklung der Gattung rechtfertigt es, sie neu zu präsentieren. Zudem werden sämtliche Erzählungen in ungekürzten Neuübersetzungen vorgelegt.
    Wir beginnen TITAN mit einer Auswahl aus der bekannten und berühmt gewordenen STAR‐Serie, die Frederik Pohl zwischen 1953 und 1959 bei Ballantine herausgebracht hat, die ein begeistertes Echo fand und wiederholt nachgedruckt werden mußte. Wir haben Frederik Pohl gebeten, uns bei der Beschaffung der Einzelrechte behilflich zu sein – eine dankenswerte, aber nicht leichte Aufgabe, weil inzwischen ein Teil der Autoren verstorben ist und die Erben, bei denen das Copyright der Erzählungen liegt, entweder nicht auffindbar oder an einer Neuauflage aus unerfindlichen Gründen desinteressiert sind.
    Sollte sich TITAN tatsächlich als zuverlässige Trägerrakete erweisen, werden wir die Bändchen – sozusagen als Grundstock einer Bibliothek gediegener Science Fiction‐Erzählungen – zu einer ständigen Einrichtung der Reihe Heyne Science Fiction machen. Mir wäre es ein Vergnügen. Ihnen – hoffe ich – auch.
     
    Winter 1975/76 Wolfgang Jeschke

VORWORT
     
     
    Es sind nun mehr als zwanzig Jahre vergangen, seit ich begann, den ersten Band STAR SCIENCE FICTION zusammenzustellen. Damals sah die Welt ganz anders aus. Science Fiction war noch nicht respektabel geworden. Ich hatte zwar schon eine ganze Reihe Stories veröffentlicht, aber keine war sonderlich bemerkenswert, und die wenigsten erschienen unter meinem richtigen Namen. (Als junger Schriftsteller hegte ich die romantische Vorstellung, Pseudonyme seien eine Art Statussymbol unseres Berufs.) Praktisch die gesamte Science Fiction dieser Zeit wurde in Magazinen wie AMAZING STORIES veröffentlicht (selbst GALAXY steckte damals noch in den Kinderschuhen). Buchverleger begannen gerade erst daraufzukommen, daß für Science Fiction eine ernstzunehmende Leserschaft existierte. Irgendwie scheint diese Zeit so weit zurückzuliegen, daß ich mir

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