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Macabros 075: Ustur - In den Ketten des Unheimlichen

Macabros 075: Ustur - In den Ketten des Unheimlichen

Titel: Macabros 075: Ustur - In den Ketten des Unheimlichen
Autoren: Dan Shocker
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eilte nicht.
    Hellmark löste von Marlos aus seinen Doppelkörper
auf.
    Fauchend schlug die Luft an der Stelle zusammen, wo sich der aus
feinstofflicher Substanz bestehende Leib eben noch befunden
hatte.
    Macabros verschwand wie ein Spuk.
    Mit Rani und Arson war alles gesprochen. Sie sollten Björn
begleiten, wenn er versuchte, einen neuen Kontakt mit den
Regenbogenmenschen zu knüpfen. Darüber hinaus wollte er
ergründen, ob vielleicht nicht doch auch diesmal Molochos seine
Hände im Spiel hatte.
    Der Verdacht lag nahe.
    Molochos, der Dämonenfürst, einer der engsten Vertrauten
der unheimlichen Dämonengöttin Rha-Ta-N’my, hielt sich
seit kurzer Zeit auf der Erde auf. Er wechselte die Körper, um
Hellmark zu täuschen und eine für sich günstige
Ausgangsposition zu schaffen. Damit wollte er seinem Todfeind endlich
den letzten Hieb versetzen.
    Björn wurde das komische Gefühl nicht los, daß
Molochos möglicherweise einen vollkommen neuen Weg ging, um die
Falle zuschnappen zu lassen.
    In diesem Zusammenhang waren gerade auch die Ausführungen des
Mediums Camilla Davies bemerkenswert.
    »Als ich die Kosters zuletzt verließ«, so sagte
Camilla abschließend, »hatte ich ein ganz
merkwürdiges Gefühl. Ich spürte Gefahr für dieses
Haus, Björn. Es war mir jedoch nicht möglich in Trance eine
Vision herbeizuführen, die diese Menschen und das Haus betrafen.
Dies ist ein Grund, weshalb ich es für richtig finde, daß
du dir selbst einen Eindruck von dem Geschwisterpaar verschaffst, das
über intensive parapsychische Fähigkeiten
verfügt.«
    »In Ordnung, Camilla! Dann brechen wir am besten gleich
auf.«
    Björn war ein Mann schneller Entschlüsse und gewohnt,
das Gebot der Stunde zu nutzen.
    Sie verließen Marlos gemeinsam.
    Während Camilla ihren Körper von der unsichtbaren Insel
löste und sich auf jenen Ort konzentrierte, wo das kleine,
abseits gelegene Haus der Kosters stand, ließ Macabros seinen
Doppelkörper entstehen. Er benötigte den Kontakt mit
Macabros, um mit dessen Hilfe die Insel zu verlassen und unmittelbar
neben Camilla wieder aufzutauchen…
    Dunkelheit umgab sie.
    Der Wind war kühl und unangenehm. Björn zog
fröstelnd die Schultern hoch. Der ewige Frühling auf Marlos
war da eine ganz andere Sache!
    Camilla und Björn beobachteten hinter dem Buschwerk einige
Minuten das dunkle Haus, in dem sich nichts rührte.
    »Sie scheinen schon zu schlafen«, murmelte Camilla.
»Das verwundert mich, ehrlich gestanden… Die Kosters
experimentieren sonst bis spät in die Nacht. Das ist ihre beste
Zeit. Tagsüber finden sie nur zu einem Teil ihre
Leistungsfähigkeit.«
    Sie verließen beide den Beobachtungsplatz und näherten
sich von dem festgetretenen Fußpfad her dem Haus.
    Da stießen sie auf den Schäferhund. Das Tier lag
schweratmend am Boden, seine Flanken zitterten und seine Pupillen
reagierten nicht, als Hellmark’s Hand vor den Augen auf und ab
fuhr.
    »Was ist denn hier passiert?« murmelte Camilla. Sie
blickte sich unruhig in der Runde um. »Es liegt etwas in der
Luft, Björn… Ich spüre es… Doch ich kann es nicht
beschreiben…«
    Sie vernahmen aus der Ferne sich näherndes
Motorengeräusch.
    Drei Fahrzeuge hielten vorn an der Straße. Eines rollte
langsam den Abhang hinunter und fuhr auf dem festgetretenen Pfad
direkt auf sie zu.
    Da gab es keine Zeit zu überlegen.
    Björn und Camilla tauchten im Dunkel unter, versteckten sich
hinter dichten Büschen und beobachteten die Umgebung.
    Der dunkle Opel hielt in der Höhe des am Boden liegenden
Hundes.
    Dann stieg zuerst eine Frau aus.
    Es war Marga Koster.
    In ihrer Begleitung befanden sich zwei uniformierte Polizeibeamte,
die im Licht der Scheinwerfer das Tier betrachteten.
    Fotoblitze erhellten die Nacht. Die Worte, die zwischen Marga
Koster und den Beamten gesprochen wurden, waren für Camilla
Davies und Björn Hellmark klar verständlich.
    Auf diese Weise erfuhren sie, was sich hier abgespielt hatte.
    Der Hund wurde auf die Seite geschleift. Er reagierte
überhaupt nicht.
    Der Fahrer steuerte das Auto bis dicht neben das Haus, und dann
verschwanden Marga Koster und die beiden Polizisten in der
Wohnung.
    Hinter den Fenstern flammten Lichter auf.
    Die Beamten aus den beiden anderen am Straßenrand stehenden
Fahrzeuge näherten sich in auseinandergezogener Reihe mit
großen Stablampen über Weg, Feld, und Wiese ebenfalls dem
Haus. Sie kamen nur langsam voran. Im Licht der Taschenlampen
untersuchten sie die Bodensenken, den Graben am

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