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Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Titel: Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders
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über seine Disziplin und Strenge beschwerten, doch nichts, was mir bezüglich TAWI weiterhalf.
    Also widmete ich mich der Kontenüberprüfung von Herrington.
    »Hier ist was«, unterbrach Phil die Stille im Raum. »Schaut mal.«
    Wilson und ich standen auf und gingen zu Phil. Auf seinem Bildschirm war ein Foto, das offenbar auf einer Party aufgenommen worden war. Der Mann im Vordergrund war mir von dem Bild, das Ben uns kürzlich gezeigt hatte, bekannt als Richter Daniel Lundgren. Er schüttelte dem Bürgermeister die Hand, der ihm eine Auszeichnung überreicht hatte. Doch Phil deutete auf einen Mann, der im Hintergrund gerade noch zu erkennen war und mir bekannt vorkam.
    Zach Wilson beugte sich vor und rückte seine Brille zurecht. »Wer ist das?«
    »Marc Owens, Ex-CIA-Agent und vermutlich Mörder, was ihm aber nicht nachgewiesen werden konnte. Vor etwa sechzehn Monaten zu zwei Jahren verurteilt worden wegen Körperverletzung, vor etwa zwei Wochen ausgebrochen und seitdem auf der Flucht«, ratterte Phil herunter.
    »Und von wann ist dieses Foto?«, nahm Wilson die Frage vorweg, die sich auch mir stellte.
    »Es wurde vor ungefähr zwei Wochen bei einer Party, die der Richter gegeben hat, aufgenommen.«
    »Dann sollten wir wohl mal mit dem Herrn sprechen«, meinte ich. »Druck das Foto aus und speichere den Link auf deinem Smartphone, sodass wir es ihm zeigen können.«
    »Wo hast du das Foto eigentlich gefunden?«, wollte Wilson wissen.
    Phil lachte auf. »Interessanterweise auf der Website des Gerichtshofs, unter Presse. Ich bin gespannt, was er dazu sagt.«
    »Euch ist aber schon klar, dass wir sehr diplomatisch vorgehen müssen? Wir haben nicht wirklich etwas in der Hand und wollen nicht die Pferde scheu machen«, sagte Zach Wilson bedächtig. »Und wir sollten zuerst noch Mister High und Mister Harper informieren. Außerdem sind wir noch nicht fertig mit der Recherche bezüglich der anderen. Wäre es nicht sinnvoll, die erst abzuschließen, dann die Chefs zu informieren und anschließend die Nachforschungen vor Ort anzustellen?«
    Ich wechselte einen Blick mit Phil. Anscheinend war Zach Wilson eher ein Schreibtischtäter und nicht so erpicht darauf, Verdächtigen zu begegnen. Vielleicht befürchtete er auch, dass seine Karriere zu Schaden käme, wenn er hochgestellte Personen zu befragen hatte. Grundlegend war aber auch nichts daran verkehrt, erst die Überprüfung der Verdächtigen abzuschließen. Daher nickte ich, auch wenn ich wusste, dass Phil jetzt lieber aktiv werden würde, und es mir nicht viel anders ging.
    »Okay«, stimmte auch Phil zu. »Bist du fertig mit Roosevelt, Zach?«
    »Noch nicht ganz, ich muss noch ein paar Daten verifizieren«, antwortete der.
    »Ich bin fast mit Herrington durch, dann kann ich mir McKinley vornehmen«, sagte ich und ging zurück an meinen Schreibtisch.
    Wilson hob die Hand. »Wir können es auch so machen, dass ich McKinley nehme und wir noch jemanden dazuholen, der die Daten über Mary-Louise Parragon, wie Roosevelt heißt, überprüft. Das ist wirklich nichts Schwieriges, nur Fleißarbeit, und so wären wir schneller fertig.«
    »Können wir machen«, stimmte ich zu und revidierte meine Meinung über Wilson als Schreibtischheld etwas. »Ich kläre das mit Mister High.«
    ***
    Wie nicht anders erwartet, war es kein Problem, jemanden zur Unterstützung zu bekommen, und kurz darauf stand der Agent vor der Tür, den Mr High geschickt hatte.
    »Hallo, ich bin Agent Rodney Miller und soll Ihnen helfen«, stellte sich der junge Mann vor. Ich kannte ihn vom Sehen, hatte aber noch nicht mit ihm zusammengearbeitet. Aber von Joe Brandenburg, der ihn unter die Fittiche genommen hatte, als Rod ganz frisch aus Quantico gekommen war, wusste ich, dass er ein vielversprechender Neuling war.
    »Kommen Sie rein, Rod«, lud ich ihn ein und stellte uns vor. Agent Wilson erklärte ihm dann, was er zu tun hatte, und er setzte sich an einen der freien Schreibtische und machte sich an die Arbeit.
    Ich machte mich wieder daran, die Kontobewegungen von Herrington zu überprüfen, was einige Zeit in Anspruch nahm, da Herrington die diversen Konten viel nutzte. Gelegentlich gab es Barabhebungen, die mir auffielen, aber nichts, für das man nicht eine einleuchtende Erklärung finden könnte. Seine Schule erhielt viele Spenden, und er selbst spendete gelegentlich an wohltätige Projekte, vornehmlich von der Army initiierte. Ansonsten waren keine Besonderheiten zu verzeichnen.
    Ich fasste die

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