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Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Titel: Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders
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Ergebnisse schriftlich zusammen und schaute dann, wie weit Phil und Wilson waren. Beide waren noch in Dokumente auf ihren Computern vertieft, doch Rod Miller war fertig und sah sich im Raum um. Als er sah, dass ich ebenfalls fertig war, kam er zu mir.
    »Alle Daten, die Agent Wilson zur Überprüfung herausgesucht hatte, sind korrekt«, berichtete er mir. »Mistress Parragon war im letzten halben Jahr regelmäßig einmal im Monat für zwei Tage in New York, hat einen Geschäftsbesuch gemacht und ist abends ausgegangen, aber nicht mit dem Geschäftspartner. Im Hotel weiß man nicht, wohin sie gegangen ist. Und sie hat in Yale studiert, zur selben Zeit wie Richter Daniel Lundgren.«
    »Vielen Dank, ich gebe es weiter.«
    Er machte Anstalten zu gehen, kam dann aber noch einmal zurück, offensichtlich von Neugier getrieben. »Stimmt es, dass Sie gegen Leute ermitteln, die einen Anschlag auf den Präsidenten planen?«
    Ich lächelte über den Eifer in seiner Stimme und fühlte mich an meine Anfangszeit beim FBI erinnert. Ich konnte mir schon denken, worauf diese Frage hinauslief.
    »Ja, das ist richtig«, sagte ich aber nur.
    »Und Mistress Parragon und Richter Lundgren sind Verdächtige?«, fragte er weiter.
    »Wir stehen noch ganz am Anfang der Ermittlungen«, antwortete ich ausweichend.
    »Wie gehen Sie weiter vor?«, wollte Miller wissen.
    »Zunächst einmal suchen wir Daten über die Verdächtigen heraus, dann müssen wir mit ihnen sprechen. Ausgehend von den Informationen, die wir dadurch gewinnen, planen wir unser weiteres Vorgehen.«
    Er nickte zustimmend, als würde er es genauso machen, und stellte dann die Frage, mit der ich schon die ganze Zeit gerechnet hatte. »Wenn Sie noch jemanden brauchen, der Ihnen hilft … also, ich meine beim Ermitteln und Festnehmen, ich bin ja jetzt gewissermaßen schon mit dem Fall vertraut … sagen Sie mir Bescheid?«
    »In Ordnung«, stimmte ich zu.
    Phil machte ein Zeichen, dass er fertig sei, und Miller verabschiedete sich beschwingt und verließ den Raum. Kurz darauf war auch Wilson so weit und wir verglichen unsere Ergebnisse. Ähnlich wie bei Herrington war von den anderen drei keiner polizeilich auffällig. Dafür unterstützten alle irgendwelche karitativen Einrichtungen und waren darauf bedacht, gute PR zu bekommen. Abgesehen von Mrs Parragon lebten alle in der City oder in der Umgebung von New York, und diese Dame kam regelmäßig nach New York, sodass Treffen kein Problem wären. Lundgren und Parragon waren zur selben Zeit in Yale gewesen, Herrington wenige Jahre später. Meyer-Dunham hatte in Harvard studiert, war allerdings deutlich jünger als die übrigen, nämlich zweiundvierzig.
    Bei keinem gab es finanzielle Unregelmäßigkeiten oder sonstige Auffälligkeiten.
    »Viel ist das nicht«, meinte Phil.
    »Gut, dass du wenigstens das Foto gefunden hast«, sagte ich. »Lasst uns Mister High informieren und dann da ansetzen.«
    ***
    Mr High war gerade in einer Besprechung außerhalb, daher hinterließen wir ihm einen kurzen schriftlichen Bericht und machten uns direkt auf den Weg. Wilson stieg zu uns in den Jaguar und machte es sich auf dem Rücksitz bequem.
    »Schönes Auto«, sagte er und bestaunte die Ausstattung. »Das ist aber kein Dienstfahrzeug, oder?«
    »Nein, das ist mein Privatwagen. Da ich ihn aber im Dienst nutze, ist er entsprechend ausgestattet«, erklärte ich.
    Er stellte weitere Fragen zum Wagen, die ich ihm gerne beantwortete, während wir über die Brooklyn Bridge nach Brooklyn fuhren. Dort, am Cadman Plaza East, lag das Gericht, in dem Lundgren arbeitete.
    Phil hatte, während ich den Bericht an Mr High verfasste, dort angerufen und einen Termin mit dem Richter vereinbart.
    »Hier ist es«, sagte er jetzt, nur wenige Minuten später, und deutete auf ein hohes Gebäude aus Beton und Glas. Ich suchte einen Parkplatz in der Nähe.
    An der Rezeption wurden unsere Ausweise überprüft und der Rezeptionst rückversicherte sich bei Lundgren, dass dieser uns tatsächlich erwartete. Als er die Bestätigung bekam, beschrieb er uns den Weg zum Büro des Richters.
    Lundgren, ein bulliger, grauhaariger Mann von Anfang sechzig, blickte auf, als wir eintraten, blieb jedoch hinter seinem Schreibtisch sitzen.
    »Guten Tag, meine Herren. Was kann ich für Sie tun?«, begrüßte er uns, allerdings ohne uns anzubieten Platz zu nehmen. Es schien, als wolle er uns schnell wieder loswerden.
    Ich stellte uns vor und fuhr dann fort: »Wie Agent Decker Ihnen am Telefon

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