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Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Titel: Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders
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vermutlich etwas weiter weg gewesen.«
    »Wie auch immer«, wandte Wilson ein, »wichtiger als das ist doch der Rest. Er hat von New York aus angerufen und das Duell soll in ein paar Tagen stattfinden, damit ist wohl klar, dass das Fernsehduell in New York gemeint ist.«
    »Außerdem bedeutet es, dass auch die Verschwörer in New York sind«, ergänzte Phil.
    »Dann sollten wir zunächst einmal herausfinden, wer sie sind, und uns selbst ein Bild von ihnen machen«, schlug ich vor. »Du sagtest, du hättest die Identitäten bisher nicht herausgefunden, Zach. Was hast du schon versucht?«
    Er erklärte wieder, dass er nicht viel Zeit für die Ermittlungen gehabt habe und außerdem die Dringlichkeit nicht sehr hoch gewesen sei, was im Endeffekt bedeutete, dass er sich nicht darum gekümmert hatte.
    Ich wechselte einen Blick mit Phil und wusste, dass er, während Wilson noch redete, bereits dieselbe Vorgehensweise geplant hatte wie ich.
    »Okay«, unterbrach ich den Secret Service Agent, »wir machen es folgendermaßen: Unsere Technikspezialisten hacken sich in das Forum, auf das du gestoßen bist, und versuchen, die wirklichen Identitäten hinter den Mitgliedsnamen zu ermitteln. Du schaust inzwischen im Internet, ob du dort noch irgendetwas über die Gruppe findest. Und Phil und ich nehmen uns die Akten vor und machen uns mit deinen bisherigen Ermittlungen vertraut.«
    Phil ließ Wilson gerade noch genug Zeit zu nicken, um nicht unhöflich zu erscheinen, dann hatte er auch schon den Hörer in der Hand und eine Verbindung zu einem unserer Technikspezialisten.
    »Ben, bist du es? – Super. Wir bräuchten mal deine Hilfe dabei, ein paar Identitäten aus einem geschützten Forum zu lüften. – Ja, dringend. – Gut. Wir sind heute nicht in unserem Büro, sondern im Konferenzraum auf der achten Etage.«
    Wilson hatte sich mittlerweile einen Schreibtisch gegenüber von Phil ausgesucht und den Computer gestartet. Ich hatte den Stapel Akten geholt und mich neben Phil gesetzt und reichte ihm jetzt die ersten Blätter, die ich schon überflogen hatte.
    Kurz darauf trat Ben Browder, einer unserer Technikprofis, ins Büro und kam zu uns herüber. Wir stellten ihn und Zach Wilson einander vor und erklären Ben kurz, worum es ging. Er ließ sich von Wilson die Daten des Forums geben und machte sich dann zusammen mit seinem Partner an die Arbeit.
    ***
    Es dauerte etwa eine Stunde, bis Phil und ich uns durch die Akten gearbeitet hatten.
    »Zeit für einen Kaffee«, sagte Phil, als er sah, dass ich fertig war.
    »Ja, den haben wir uns verdient. Wie sieht es bei dir aus, Zach?«, fragte ich unseren Kollegen.
    »Nein danke, ich mache hier noch etwas weiter. Kann sein, dass ich was gefunden habe, aber ich muss es erst noch überprüfen«, antwortete er.
    Phil und ich verließen das Büro und holten uns vom Automaten am Ende des Ganges einen Kaffee. Der war zwar nicht zu vergleichen mit Helens, aber immerhin trinkbar.
    »Und, was hältst du bisher von Wilson?«, fragte ich Phil.
    »Schwer zu sagen«, meinte Phil. »Er scheint ganz nett zu sein, aber ich werde noch nicht ganz schlau aus ihm. Er ermittelt gegen diese Gruppe, und gerade als es anfängt, spannend zu werden, hört er auf, weil er mit anderen Aufgaben zu beschäftigt ist?«
    Ich wusste, was er meinte. Aus den Unterlagen, die wir gelesen hatten, war zu ersehen gewesen, dass TAWI durchaus gewalttätiges Potenzial vermuten ließ – einige Äußerungen in dem Forum, in das Wilson sich eingehackt hatte, deuteten darauf hin. Doch statt seine Vorgesetzten zu informieren und dafür zu sorgen, dass dem weiter nachgegangen wurde, wie Phil und ich es gemacht hätten, hatte er sich auf andere Aspekte konzentriert und TAWI nicht weiter beachtet.
    »Vielleicht war er von der eigentlichen Sache, an der er zu der Zeit arbeitete, zu sehr in Beschlag genommen und hat es einfach nicht registriert«, versuchte ich mich an einer Erklärung, auch wenn ich wusste, dass uns das nicht passiert wäre und es auch nicht passieren durfte. »Im Nachhinein ist es immer leicht zu sagen, wo jemand anders vorher etwas hätte bemerken müssen.«
    »Auch wieder wahr«, meinte Phil und wechselte das Thema. »Wollen wir mal sehen, wie weit Ben inzwischen gekommen ist?«
    Ich stimmte zu und wir gingen zum Büro von Ben Browder und Michael Nawrath.
    »Na, schon Kaffeepause?«, begrüßte uns Michael, der vor einem der zahlreichen Rechner im Raum saß, mit Blick auf die Pappbecher in unseren Händen.
    »Nein, ein

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