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Die Gespenstergruft

Die Gespenstergruft

Titel: Die Gespenstergruft
Autoren: Jason Dark
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sie anzog.
    Irgendwie empfand ich es auch so, aber ein Magnet, der von meinem Kreuz gebildet worden war. Das Licht zerrte die Schattenwelt zu sich heran und zerstörte sie.
    Alles wurde vor unseren Augen vernichtet. Es war zunächst einmal nicht mehr zu unterscheiden, wo sich die weiße Frau bewegte und wo die übrigen Gespenster.
    Die Wesen aus dieser Gruft hatten sich zusammengedrängt, um diesen Kreisel zu bilden. Sie wirbelten mit einer rasenden Geschwindigkeit und lautlos um die eigene Achse. Dabei verkleinerten sie sich zusehends, bis sie nur mehr eine faustgroße Kugel bildeten, aus der uns das schreckliche und böse Antlitz des Teufels als eine widerliche dreieckige Fratze entgegenleuchtete.
    Dann war auch dieser Spuk vorbei.
    Er verschwand mit einem grellen Blitz, und wir alle hatten das Gefühl, als würde ein frischer Wind durch die Gruft wehen, der auch das letzte Grauen vertrieb.
    Draußen donnerte es zum erstenmal gewaltig. Der Himmel klatschte auf seine Weise Beifall…
    ***
    Wir standen vor der Gruft, starrten in den Regen. Am Himmel tobten sich die Gewalten aus. Blitze spalteten das Grau, als wollten sie eine Wand zerreißen.
    Die nachfolgenden Donner ließen die Erde beben, und der Wind schüttelte die Bäume.
    Daß wir naß wurden, störte uns nicht. Das Wasser tat gut, den wir alle merkten so, daß wir noch am Leben waren.
    Die Grufties sprachen kein Wort. In ihren Augen lasen wir Dankbarkeit, doch in dieses Gefühl hinein mischte sich noch der Schrecken der letzten Stunde.
    Bis auf Maine hatten sie es überstanden. Wie es mit ihnen weiterging, mußten sie selbst wissen. Es war einzig und allein ihre Sache. Suko und ich hatten nur unsere Pflicht getan, wie schon so oft…
    ENDE
    [1] Siehe John Sinclair Taschenbuch Nr. 73 109 »Teufels-Friedhof«

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