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PR Action 19 Die Gläsernen Kinder

PR Action 19 Die Gläsernen Kinder

Titel: PR Action 19 Die Gläsernen Kinder
Autoren: Perry Rhodan
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entgegen. Danach beugte sie sich vor, geriet dadurch genau unter den Fokus einer in die Decke integrierten Lampe. Ihr tiefschwarzes Haar glänzte, die Haut der Wangen schillerte wie flüssige Schokolade. »Du bist nicht von uns. Wie kannst du ...«
    Weiter kam sie nicht. Etwas schlug ihr die Beine weg. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte nach hinten.
    Rhodan sah im Augenwinkel, wie ihr Kopf gegen die Tischkante schlug, und hörte gleichzeitig ein Krachen, das ihm durch Mark und Bein ging. Ihr Genick ist gebrochen!, dachte er in einem Augenblick schieren Entsetzens.
    Tanishas Kopf flog gegen ihre Brust, doch das Kind schlug nicht auf dem Boden auf. In einem unmöglichen Winkel blieb es schräg in der Luft stehen ... und kam wieder in die Senkrechte.
    Ein Schrei gellte durch den Besprechungsraum. Zorn und unendlicher Hass spiegelten sich darin. Lok-Aurazin hob die Arme. Ekhoniden flogen zu seinen Seiten wie Federn weg. Die Leiber stießen gegen andere, rissen sie mit sich, schmetterten gegen die Wand oder stießen polternd Stühle um.
    Der Magadone zog eine Waffe.
    Rettkal stürmte bereits auf ihn zu. Noch befand sich der Tisch zwischen ihm und Lok-Aurazin. Der Gladiatorsklavenschüler stieß sich ab, stützte die Hände auf die Tischplatte und schwang sich darüber hinweg, alles in einer fließenden, elegant aussehenden Bewegung. Sein rechter Fuß schmetterte gegen den Waffenarm des Magadonen.
    Der Tritt prellte den Strahler aus Lok-Aurazins Hand. Ein Plasmabündel löste sich und jagte grellweiß durch den Raum. Sofort wurde es wärmer.
    Neben Rhodan platzte eine Scheibe. Tausend Splitter sirrten durch die Luft, landeten klirrend auf dem Boden. Der
    Groß administrator fühlte einen scharfen Schmerz in der Wade.
    Der Blick des Magadonen fixierte Rettkal. Noch in der Luft prallte der Sklave gegen eine unsichtbare Wand. Einen unwirklichen Augenblick lang erstarrte er in der Luft, dann krachte er auf die Tischplatte, rutschte über sie hinweg, üb erschlug sich, rollte über die Kante und riss im Sturz noch einige Stühle um.
    Telekinese , durchfuhr es Rhodan. Er wollte selbst eine Waffe ziehen, doch etwas umklammerte seine Arme, presste sie an den Körper.
    Der Magadone griff mit geballter Geistesmacht an, mit Psi-Kräften, die ihm die Hellquarze verliehen. Ganz offensichtlich hatte Lok-Aurazin Tanisha Khabir und alle Ekhoniden getäuscht.
    Er stand keinesfalls unter dem Einfluss der Hellquarze - im Gegenteil. Er beherrschte die Kristalle, griff auf die Macht zu, die sie ihm verliehen, wie es nur ein Magadone vermochte. Rhodan hatte dies während seiner Odyssee durch den Demetria-Sternhaufen mehrmals zu seinem Leidwesen erfahren müssen.
    Tanisha gönnte dem Gladiatorsklaven keinen Blick, achtete nicht auf die Stühle, die unter der Wucht seines Aufpralls zerborsten waren.
    »Wie kannst du ... frei sein?«, fragte sie fassungslos.
    Gleichzeitig gingen zwei der beeinflussten Ekhoniden in die Offensive.
    Rhodan nahm es nur am Rande wahr. Als Sofortumschalter stellte er sich augenblicklich auf die neue Situation ein. Er musste Lok-Aurazin ausschalten, um jeden Preis. Um die Opulu und die Beeinflussten, die ihm offensichtlich nicht minder feindlich gesinnt waren und für Ekhas eine tödliche Gefahr dar stellten, konnte er sich später kümmern.
    Fieberhaft überlegte er, wie er sich aus der telekinetischen Umklammerung befreien konnte. Zunächst blieb nur eins: abwarten und darauf hoffen, dass Lok-Aurazins Aufmerksamkeit nachließ.
    Die beiden Ekhoniden waren zu langsam.
    Stühle schrammten über den Boden, die Metallbeine kratzten auf dem glänzenden, steinartigen Belag. Die Möbelstücke erhoben sich in gespenstischer Synchronizität. Die Beine richteten sich auf die beiden Angreifer aus ... dann jagten die Stühle rasend schnell nach vom.
    Es krachte dumpf. Dann das Geräusch splitternder Knochen, gefolgt von einem widerwärtigen Schmatzen. Rhodan war sich sicher, dass er sich noch lange daran erinnern würde.
    Die Münder der Ekhoniden öffneten sich, als wollten sie ein letztes Mal nach Luft schnappen. Der Anblick war entsetzlich: Die Stuhlbeine hatten ihre Brustkörbe durchbohrt. Blut strömte aus den martialischen Wunden, und ohne einen Laut von sich zu geben, fielen die Getöteten um..
    Lok-Aurazins Blick huschte zu den Leichen, und im selben Moment kamen Rhodans Arme frei. Sofort riss er seinen Strahler hervor, richtete ihn auf den Feind.
    Doch er kam nicht mehr dazu, den Finger zu krümmen. Der Magadone

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