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Corina 02 - Dämonisch Ergeben

Corina 02 - Dämonisch Ergeben

Titel: Corina 02 - Dämonisch Ergeben
Autoren: Karen Chance
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Karen Chance
    Corina 02 - Dämonisch Ergeben
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    1
    Es hing kein Schild an der verlassenen Kirche, aber jemand hatte »Hier wird gebechert, nicht gebetet« an die Tür gemalt. Als Katholikin konnte ich das nicht gutheißen. Als jemand, der einen guten Tropfen zu schätzen wusste, erschien es mir durchaus angemessen.
    Ich drückte die schwere Holztür auf und trat ein. Bei der Vorbereitung auf diesen Abend hatte ich mich für Chefetageneleganz entschieden und damit offenbar richtig gewählt. Einige Gruftis und Touristen befanden sich in der zum Nachtclub umgebauten Kirche, aber die Mehrheit bestand aus Angestellten, die der Bürohölle entflohen waren.
    Mit meinem Tanktop aus blauer Seide, das ich innerhalb weniger Minuten durchschwitzte, und dem kurzen schwarzen weniger Minuten durchschwitzte, und dem kurzen schwarzen Rock fiel ich nicht weiter auf. Das Oberteil passte zu den neuen Strähnen in meinem kurzen braunen Haar und der Rock zu den Augen. An der Theke bestellte ich mir ein B ier, wanderte umher und suchte Ä rger.
    Ich fand ihn schon nach kurzer Zeit. Die meisten Besucher des Clubs waren Menschen, aber er gehörte einem Vampir.
    Eine Gruppe modischer Untoter kam jeden Abend zum Flat-rate-Büfett, und wies aussah, gönnte sich der Inhaber eine Vorspeise. Er saß mit einer hübschen Brünetten in der Ecke, hatte eine Hand unter ihrem Kleid und seine Reißzähne an ihrem Hals.
    Der Vampirsenat, die Regierung der nordamerikanischen Vampire, sah so etwas nicht gern. Ihm war es lieber, wenn die Nahrungsaufnahme ohne großes Aufsehen erfolgte, gewissermaßen hinter den menschlichen Kulissen. Aber dieser Bursche hatte bereits gezeigt, dass ihn die Meinung des Senats, in welcher Hinsicht auch immer, nicht sonderlich interessierte. Deshalb war ich hier. Ich sollte dem Burschen eine Lektion erteilen, und eine recht nachhaltige noch dazu.
    Die Frau war der Menge im Club zugewandt, und als ich die beiden erreichte, hatte es der Typ geschafft, ihr ganz das Kleid zu öffnen. Darunter trug sie nicht viel, nur ein bisschen schwarze Spitze, in der er seine Hand hatte. Er stellte etwas an, das die Brünette veranlasste, kurz nach Luft zu schnappen und die Hüften zu bewegen. Einer der Zuschauer lachte.
    Es waren etwa ein Dutzend, alles Vampire, und einige von ihnen Meister. Ich hatte gehofft, ihn allein zu erwischen oder schlimmstenfalls mit zwei oder drei anderen. Eine Show hatte ich gewiss nicht geplant; das machte alles komplizierter.
    Er zog ihr das Kleid über die Schultern, und es glitt zu Boden, über eine bereits so sehr sensibilisierte Haut, dass jede Berührung eine Qual war. Die Brünette atmete schwer durch die Nase und zitterte wie im Fieber. Der Bursche hatte sich nicht die Mühe gemacht, sie zu betäuben, denn ohne Angst beim Opfer machte es keinen Spaß.
    Vampire verfügten über die begrenzte Fähigkeit, ihre Gedanken zu projizieren, und aufgrund meiner besonderen Abstammung konnte ich sie besser empfangen als viele andere.
    Die Brünette hielt den Kopf gesenkt und sah den Zuschauern nicht in die Augen. Aber die Bilder, die sie von ihnen empfing, wiesen deutlich darauf hin, was sie sahen.
    Aus einem Dutzend Blickwinkeln wurde sie mit Bildern von ihrem Körper bombardiert: wie er im Licht der Lampen schweißfeucht glänzte, wie ihr das letzte Kleidungsstück die schweißfeucht glänzte, wie ihr das letzte Kleidungsstück die schweißfeucht glänzte, wie ihr das letzte Kleidungsstück die Schenkel heruntergerissen wurde. Und die Bilder kamen in Stereo, zusammen mit den Geräuschen aus ihrer Kehle, ein Dutzend Mal verstärkt. Und auch die Gefühle der Zuschauer erreichten sie. Erregung, Erwartung und vor allem wachsende Blutgier.
    Das galt insbesondere für das Ungeheuer, das ihr Blut trank.
    Erstaunlicherweise versuchte sie noch immer, Widerstand zu leisten, wandte sich ein wenig hin und her. Sie stöhnte ver zweifel t, als seine Hände über ihre schweißnasse Haut glitten. Eine Rückkopplungsschleife aus Emotionen, die die Nahrungsaufnahme begleiteten, hielt sie gefangen. Die Wirkung war stärker als bei jeder Droge. Ihre Brustwarzen verhärteten sich, und sie atmete schneller und flacher, als er ihr das Leben aus dem Leib saugte.
    Ich hatte angenommen, dass er sie angesichts so vieler anwesender Spender nicht ganz leeren wollte. Die Beseitigung einer Leiche war immer

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