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Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten

Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten

Titel: Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten
Autoren: Theo Schwartz
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Kolumna verwirrt.
    »Das erkläre ich Ihnen unterwegs«, antwortete Bibi. »Kommen Sie, steigen Sie auf.«

Emn echter Schatz
     
    Karla war total begeistert von Bibis Zettelkistenhexspruch, und sie konnte es kaum erwarten, den beiden Piraten bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Zur Landung befahl Bibi ihrem Besen Flüsterflug, und so erreichten sie unbemerkt die vorgelagerte Insel. Sie schlichen sich geduckt näher und versteckten sich hinter einem Baum. Von hier aus konnten sie den dicken Bruno und den dünnen Pichi gut sehen und alles hören, was sie sprachen.
    Karla war begeistert. Die beiden sahen wirklich sensationell aus, vor allem der kleine, schmächtige Sekretär Pichler. Er stand schon wieder bis zum Bauchnabel in einer Grube und schaufelte, was das Zeug hielt.
    »Und ich bekomme wirklich was ab, wenn diesmal ein Schatz in der Kiste ist, Bruno-Chef?«, fragte Pichi und wischte sich mit einem Zipfel seines Kopftuches den Schweiß ab.
    »Ja ja, Döskopp«, sagte Bruno ungeduldig. »Aber jetzt schaufle erst mal, dann sehen wir weiter.«
    Pichi tat, wie ihm befohlen worden war und rackerte sich weiter ab. Doch es dauerte nicht lange, da stieß sein Spaten auf Holz. Schnell grub er weiter und legte eine große Kiste frei. Bruno bekam richtige Stielaugen vor lauter Gier.

    »Schnell, raus mit dem Ding!«, befahl er, und weil der arme Pichi fast am Zusammenbrechen war, legte er selbst Hand mit an. Sie zerrten und zogen, dann stand die große Kiste im Sand neben der Grube. Der kleine Pichi ließ sich auf den Boden plumpsen. Er war total erledigt.
    »Du darfst eine kleine Pause machen«, meinte Bruno gönnerhaft. »Ich guck mir das hier mal genauer an.« Er klopfte von allen Seiten gegen die Kiste. »Mhmm… massives Holz«, stellte er fest. »Das Ding klingt, als ob es voll wäre.«
    Karla Kolumna zückte ihren Fotoapparat. Die beiden Piraten vor der Kiste, das war ein sensationelles Motiv. Doch Bibi hielt sie zurück.
    »Lieber nicht«, raunte sie der Reporterin zu. »Da vorn ist irgendwas faul. Ich hatte an die Stelle doch eine Zettelkiste hingehext. Aber die hier ist anders.«
    Als der dünne Pichi und der dicke Bruno sich an dem schweren Schloss zu schaffen machten, das an der Truhe angebracht war, fiel bei Bibi plötzlich der Groschen: »Ich glaube, ich spinn’! Das ist die Schatztruhe von Herrn Nougat!«
    »Wieso?«, flüsterte Karla Kolumna zurück. »Hat der hier auf der Insel einen Schatz versteckt?«
    »Ja, für die Ferienkinder. Das hat uns Freddy erzählt.«
    »Sensationell!«, meinte Karla. »Da auf der Truhe ist auch sein Firmenzeichen angebracht. Ein Nougat-Schatz ist wirklich das Sensationellste, das ich mir vorstellen kann.«
    Unterdessen werkelten Pichi und Bruno an dem Schloss herum.
    »Das blöde Ding geht nicht auf!«, schimpfte Bruno. »Gib mir mal einen schweren Stein, Döskopp.«
    »Sofort, Bruno-Chef.« Pichi tat, wie ihm geheißen wurde, und Bruno rückte dem Schloss zu Leibe.
    »Bibi, die machen das Schloss kaputt!«, flüsterte Karla aufgeregt. »Aber dann ist doch der schöne Spaß für die Ferienkinder futsch.«
    »Kommt nicht in die Tüte«, meinte Bibi und sagte schnell einen Hexspruch: » Eene meene Kakadu, die Schatztruhe bleibt zu. Hex-hex!«
    Nun konnten sich die beiden Piraten noch so sehr anstrengen, sie bekamen die Truhe nicht auf. Bruno schimpfte und gab der Truhe einen Tritt, aber das half auch nichts. Was nun?
    »In der Piratenburg ist Werkzeug«, fiel Pichi ein.
    »Sehr gut!«, lobte ihn ausnahmsweise der dicke Bruno. »Rudern wir also zur Burg. Pichi, lade die Truhe ins Boot. Hopp-hopp!«
    »Kindchen, das muss ich fotografieren! Was auch immer passiert.« Karla Kolumna war ganz aus dem Häuschen. »Diese Story darf ich mir nicht durch die Lappen gehen lassen, sonst mache ich mir ewig Vorwürfe.«
    »Na schön«, gab Bibi nach. »Wenn es sein muss.« Sofort erhob sich Karla aus ihrer Deckung und schritt auf die beiden Schatzsucher zu.
    »Hallöchen, die Herren Piraten!« Sie hielt ihren Fotoapparat vor das Gesicht. »Bitte einmal so bleiben…«
    Sie konnte gerade ein, zwei Aufnahmen machen, da zückte Bruno auch schon seinen Säbel und fuchtelte damit drohend in der Luft herum.
    »Haaach! Freibeuter!«, brüllte er. »Mit Blitz und Donner! Sie wollen uns unseren Schatz abjagen! Aber das lassen wir nicht zu. Pichi! Auf sie mit Gebrüll!«
    »Langsam, langsam!«, wehrte Karla Kolumna ab. »Nicht so stürmisch, meine Herren!«
    Doch die beiden Piraten ließen sich nicht beirren

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