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Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten

Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten

Titel: Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten
Autoren: Theo Schwartz
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Ein wichtiger Auftrag
     
    Die Insel Buddelsand liegt draußen in der Wellenbucht gegenüber dem Hochseehafen von Neustadt. Von der Stadt aus führt eine Eisenbahnlinie zum Hafen, und in einem der Züge, die morgens, mittags und abends auf dieser Strecke verkehren, saßen Florian und Bibi. Ihre Klassenkameraden hatten sie zum Zug gebracht und ihnen viel Erfolg für ihre Reise gewünscht.
    Die Fahrt im Zug bis zur Fähre würde nicht lange dauern. Bibi und Florian schauten eine Weile aus dem Fenster, und als sie aus der Stadt und aus dem Neustädter Forst heraus waren, packten sie ihre belegten Brötchen, Äpfel und Saftflaschen aus und veranstalteten ein Picknick. Nachdem sie sich gestärkt hatten, holte Bibi die neueste Ausgabe der Neustädter Zeitung hervor. Sie hatte sie am Bahnhof gekauft und war jetzt ziemlich begierig zu erfahren, ob etwas über das Schülerheim darin stand. Und tatsächlich. Darüber wurde sogar auf der Titelseite berichtet!
    » Ferienheim für Neustädter Schüler gestiftet«, las Bibi vor. » In einem der schönsten Häuser in Wellenhausen auf der Insel Buddelsand werden künftig unsere Schulkinder ihre Ferien verbringen. Klingt doch toll. Das hat bestimmt Karla Kolumna geschrieben.«
    »Hh-hm.« Florian kaute mit vollen Backen seinen Apfel.
    »Es ist ein Geschenk des Neustädter Schokoladenfabrikanten Norbert Nougat«, fuhr Bibi fort. »Verwaltet wird das Erholungsheim vom Bürgermeisteramt der Stadt. Pfff!« Bibi ließ die Zeitung sinken und seufzte. »Der Bürgermeister hat doch null Ahnung, wie Schulferien aussehen!«
    Florian kaute immer noch und nickte zustimmend.
    »Hier, hör mal!« Bibi hob die Stimme. »Besonderen Wert legt Herr Nougat darauf, dass die Schüler ihr Heim so weit wie möglich selbst gestalten, und deshalb fahren…«
    Weiter kam sie nicht, denn Florian nahm ihr die Zeitung weg und las selbst: »… und deshalb fahren heute zwei Mitglieder des Schülerrates zur Besichtigung nach Buddelsand, um Vorschläge zur Gestaltung des neuen Ferienheims auszuarbeiten. Das hat der Spender zur Bedingung gemacht, damit die Kinder sich auf der Insel auch wirklich wohl fühlen.«
    »Ja, das ist super!« Bibis Augen leuchteten vor Begeisterung. »Da können wir uns die tollsten Sachen ausdenken.«
    Die beiden überlegten, was zu einem WunschFerienheim alles dazugehören sollte. Natürlich hatten sie auf Anhieb eine Menge guter Ideen:
    »Wir legen einen Abenteuerweg an, der vom Haus bis zum Wasser führt«, schlug Florian vor. »Dort
    bauen wir einen Steg, und von da aus können wir mit Anlauf und Kopfsprung ins Meer hechten.«

    »Wer Hunger hat, holt sich was aus der Küche, die rund um die Uhr geöffnet ist!«, rief Bibi. »Und niemand ist da, der meckert, wenn wir laut sind.«
    »Beim Fußballspiel auf der Wiese oder nachts beim Gespensterspiel!«
    »Au ja!«, stimmte Bibi ihm zu. »Und bei Vollmond schlafen wir am Strand. In einem kuscheligen Schlafsack. Ich bau mir eine Piratenburg und lege mich rein.«
    »Dann bin ich der rote Florian und erobere sie!«
    »Haha!«, lachte Bibi. »Bevor du dich versiehst, treibt dich die wilde Bibi mit ihren Inselpiraten aufs Meer hinaus. Pass nur auf!«
    »Wow! Das wird riesig!« Florian war ganz aufgeregt. »Wir suchen nach Schätzen und jagen sie uns gegenseitig ab.«
    »Gnadenlos!«, meinte Bibi und schaute grimmig drein.
    »Und wo kriegen wir die Schätze her?«
    »Ganz einfach«, antwortete Bibi. »Ich hexe sie.« »Toll!«, rief Florian. »Echt piratig!«
    Plötzlich riss Bibi die Augen auf und stieß einen kleinen Schrei aus. »So ein Mist!«
    »Was? Wieso?« Florian folgte ihrem Blick aus dem Fenster des fahrenden Zuges. Jetzt sah er es auch.
    »Ach, du dickes Ei!«, stieß er hervor. »Der hat uns gerade noch gefehlt!«
    Auf der Schnellstraße, die von Neustadt am Fluss Triller entlang neben der Eisenbahnlinie verläuft, fuhr der neue Dienstwagen des Bürgermeisters. Am Steuer saß sein Sekretär Pichler, und hinter ihm rutschte der Bürgermeister aufgeregt auf dem breiten Rücksitz hin und her.
    »Schneller, Pichler!«, rief er nervös. »Schlafen Sie nicht ein!«
    »Ich fahr ja schon Höchstgeschwindigkeit«, Bürgermeister-Chef, entgegnete Pichler. »Mehr geht hier nicht.«
    »Quatsch mit Soße!«, ertönte es von hinten. »Drücken Sie auf die Tube! Geben Sie Gas! Sonst verpassen wir am Ende noch die Fähre.«
    »Die kriegen wir bestimmt noch, BürgermeisterChef«, meinte der Sekretär beruhigend.
    »Das will ich hoffen«, brummelte

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