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Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten

Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten

Titel: Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten
Autoren: Theo Schwartz
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beiden machten enttäuschte Gesichter. Sie wollten Freddy gerade mit Fragen löchern, da klingelte das Telefon. Nachdem Freddy es unter allerhand Piratenplunder gefunden hatte, nahm er den Hörer ab und meldete sich gut gelaunt: »Hallo! Hier ist die Piratenburg Nougat.«
    »Wer ist dort?«, fragte eine verblüffte Frauenstimme.
    »Die Piratenburg!«, wiederholte der Hausmeister vergnügt, aber dann fügte er mit normaler Stimme hinzu: »Villa Nougat hier. Was kann ich für Sie tun? Mit wem spreche ich?«
    »Redaktion Neustädter Zeitung. Karla Kolumna. Kann ich bitte Bibi Blocksberg sprechen?«
    Freddy gab den Hörer an Bibi weiter. »Hier, für dich. Frau Karla Kolumna.«
    »Oh! Prima!« Bibi strahlte. »Hallo, Frau Kolumna!«, meldete sie sich.
    »Hallöchen! Hallöchen!«, ertönte die Stimme der rasenden Reporterin. »Das hört sich ja sensationell lustig an bei euch auf der Insel.«
    »Ja, das stimmt«, meinte Bibi lachend. »Wir sind nämlich gerade beim Piratenspiel.«
    »Mit dem Bürgermeister?«, fragte Karla verblüfft. »Nicht direkt«, antwortete Bibi. »Aber er ist auch ein Pirat.«
    »Was? Unser Bürgermeister ein Pirat?«, fragte die Reporterin aufgeregt. »Das ist ja sensationell! Davon brauche ich unbedingt ein Foto.«
    Bibi wollte etwas einwenden, aber Karla schnitt ihr das Wort ab.
    »Keine langen Erklärungen!«, rief sie. »Ich fliege, ich eile! Ich bin so schnell es geht bei euch. Tschüsselchen!«
    Damit hatte sie aufgelegt.
    Karla Kolumna, die in der Neustädter Zeitung schon viel über Bibis Abenteuer geschrieben hatte, war sofort klar, dass es wieder einmal um eine heiße Story ging. So wie Bibi eine feine Hexennase besaß, so verfügte Karla über eine feine ReporterinnenSpürnase. Und diese sagte ihr: Wenn Bibi und der Bürgermeister von Neustadt aneinander gerieten – und das taten sie häufig – dann ging das nie ohne Hexerei ab. So etwas konnte sich Karla natürlich nicht entgehen lassen. Deshalb schnappte sie sich Block, Bleistift und Fotoapparat, stieg auf ihren Motorroller und sauste los.
    Hausmeister Freddy blickte auf die große Küchenuhr an der Wand. Es wurde langsam Zeit, dass er sich um das Essen kümmerte.
    »Was werden unsere beiden Piraten wohl jetzt gerade treiben?«, fragte er schmunzelnd.
    »Sie buddeln«, erklärte Bibi.
    »Das möchte ich sehen«, meinte Florian grinsend.
    »Ich auch«, sagte Bibi. »Komm, wir gehen mit Kartoffelbrei auf Suchflug.«
    Kartoffelbrei? Suchflug? Freddy verstand nur Bahnhof. Aber als Bibi ihren Hexenbesen hervorholte, meinte er lachend: »Na dann. Von mir aus fliegt eine Runde. Inzwischen kann ich das Mittagessen machen.«
    »Eben. Pirat Bruno hat es schließlich bestellt.« Florian zwinkerte dem Hausmeister zu und imitierte die Stimme des Bürgermeisters: »Zisch ab in die Küche! Sonst lasse ich dich kielholen!«
    Freddy salutierte zum Spaß, und Florian schwang sich hinter Bibi auf den Besen. Dann sagte sie den Hexspruch: » Eene meene mei, flieg los, Kartoffelbrei! Hex-hex!«
    Sogleich erhob sich der Hexenbesen in die Luft und zischte mit Bibi und Florian aus dem offenen Balkonfenster, dicht über die alte Kanone hinweg. Der Hausmeister starrte ihnen mit offenem Mund nach. Wenn er das beim nächsten Stammtisch erzählte, würde es ihm keiner seiner Freunde glauben!
    Bibi und Florian sausten auf Kartoffelbrei über die Dünen und gelangten zum Strand. Dort drehten sie eine große Suchrunde, doch es war niemand zu sehen. Nur neben dem großen Kletterfelsen entdeckten sie einen Sandhaufen und ein großes Loch, und kurz darauf erspähten sie an der Leuchtturmbucht eine bekannte Gestalt: den dicken Bruno.
    »Jetzt fehlt bloß noch der dünne Pichi«, stellte Bibi fest. »Wo mag der wohl abgeblieben sein?«
    »Der steht bestimmt bis zum Bauch in einem Loch«, meinte Florian. »Wahrscheinlich muss er für seinen Chef buddeln.«
    Und so war es auch. Der dicke Pirat Bruno saß im Schatten eines Baumes, und sein schwächlicher Kumpan Pichi schippte und schaufelte, was das Zeug hielt. Nicht lange, und er stieß auf Holz. Er buddelte eifrig weiter und fand schließlich eine Truhe. Mit Mühe gelang es ihm, sie ein Stück hochzustemmen.
    »Das muss die dritte Zettelkiste sein!«, rief Bibi. »Halt dich fest, wir landen!«
    Damit sie von den beiden Strandpiraten nicht entdeckt wurden, sagte Bibi schnell einen Hexspruch für ihre Tarnung: » Eene meene Krabbensuppe, als Sichtschutz eine Palmengruppe! Eene meene Bande, Kartoffelbrei, los, lande!

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