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Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten

Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten

Titel: Bibi Blocksberg - 14 - Bibi und die Piraten
Autoren: Theo Schwartz
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Hex-hex!«
    Der dicke Bruno und der dünne Pichi waren so in ihre Schatzsuche vertieft, dass sie gar nicht merkten, was um sie herum geschah. So konnten sich Bibi und Florian unbemerkt anschleichen. Hinter dem Stamm einer mächtigen Kokospalme kauernd, bekamen sie alles genau mit.
    »Schlaf nicht ein, Döskopp!«, meckerte Bruno. »Ich schlage allmählich schon Wurzeln.«
    »Ich kann nicht mehr, Bruno-Chef!«, stöhnte Pichi. Er schaffte es einfach nicht, die schwere Truhe über den Rand der Sandgrube zu hieven. »Lohnt es sich überhaupt? Vielleicht ist da auch bloß wieder so ein blöder Zettel drin.«

    »Na und?«, erwiderte Bruno. »Schätze liegen eben nicht nur so einfach in der Gegend herum. Die muss man sich hart erarbeiten. Also, keine Müdigkeit vorschützen, Döskopp!«
    »Auf dem ersten Zettel am Strand stand: Grabe unter der alten Kiefer am Waldrand. Und was haben wir gefunden? Noch eine Kiste mit einem doofen Zettel.« Pichi verzog mürrisch das Gesicht.
    »Auf dem stand dann: Grabe hundert Schritte vom Leuchtturm in westlicher Richtung. Das haben wir auch getan«, verteidigte sich Bruno.
    »Was heißt ,wir’?«, begehrte Pichi auf. »Ich habe gegraben. Du hast nur die hundert Schritte gezählt.«
    »Das war für einen Piratenchef genug Arbeit«, erwiderte Bruno hochmütig. »Und jetzt quatsch nicht so viel. Heb endlich die Kiste raus!«
    Doch so sehr er sich auch abmühte, seine dürren Arme waren zu schwach für die schwere Kiste. Er bekam sie einfach nicht aus der Grube heraus. Bibi und Florian in ihrem Versteck tat der arme Herr Pichler richtig Leid.
    »Pass auf. Das machen wir ganz einfach«, sagte Bibi. » Eene meene saure Reben, der Bruno muss die Kiste heben! Hex-hex!«
    Und SCHWUPP! Schon stand der Bürgermeister in seiner Piratenkluft in der Grube und stemmte ächzend und schwitzend eine große Holzkiste hoch. Der dünne Pichi konnte sich ein heimliches Grinsen nicht verkneifen. Ein bisschen Schadenfreude musste sein.
    »Das ist nett, Bruno, dass du mich ablöst«, sagte er freundlich. »Schau, jetzt hast du es ja geschafft.«
    Mit zittrigen Fingern und gierigem Blick machte sich der dicke Bruno an der massiven Holzkiste zu schaffen. Endlich hatte er den Schatz geborgen. Seinen Schatz! Er sollte ihm gehören, ihm allein, denn er war ja der Oberpirat. Er hob den eisenbeschlagenen Deckel an und… stieß einen ellenlangen Piratenfluch aus.
    »So ein Mist! Du hattest Recht, Pichi. Es ist wieder nur ein Zettel. Los, lies schon vor, du Döskopp!«
    » Rudere hinüber zur Fischerinsel und grabe am Granitfelsen. Ach nööö!«, widersprach Pichi. »Nicht schon wieder. Ich habe keine Lust mehr, Bruno.«
    »Quatsch!«, brauste der dicke Bruno auf. »Du machst, was ich sage.«
    »Und wenn in der nächsten Kiste wieder nur so ein doofer Zettel drin ist?«, maulte Pichi.
    »Dann buddeln wir eben so lange, bis wir den richtigen Schatz haben. Keine Widerrede!«
    Also machten die zwei Piraten ihr Boot los und ruderten zu der kleinen Fischerinsel hinüber, die hinter der nächsten Bucht zu sehen war. Das heißt, Pichi ruderte mit Leibeskräften, und der dicke Pirat Bruno gab lautstark Kommandos. Bibi und Florian sahen ihnen nach, bis sie die Insel vor der Bucht erreicht hatten, und flogen dann zurück zur Villa. Die beiden Seeräuber waren gewiss noch eine Weile beschäftigt.
    Inzwischen war Karla Kolumna eingetroffen. Sie hatte den Hausmeister Freddy mit Fragen bestürmt, und der hatte ihr haarklein alles erzählt, was bisher passiert war.
    »Kinderchen, eure Piratenburg ist ja wirklich sensationell!«, rief sie begeistert. »Meine Kamera ist schon ganz heißgelaufen, so viele Fotos habe ich gemacht. Das wird eine phänomenale Doppelseite.« Dann blickte sie sich suchend um. »Wo stecken denn mein Piratenhäuptling und sein Adjutant? Ich kann es kaum erwarten, ihnen ins Furcht einflößende Gesicht zu blicken.«
    »Die sind zur Fischerinsel gerudert«, erklärte Florian. »Einen Schatz ausbuddeln.«
    »Was?« Karla machte große Augen. »Und ich bin nicht dabei? Bibilein, das kannst du mir nicht antun!«
    »Keine Sorge, Frau Kolumna, das kriegen wir schon hin«, sagte Bibi. »Wir fliegen beide zu der Insel. Florian«, sie wandte sich an ihren Schulfreund, »du musst leider hier bleiben. Drei Personen auf einmal schafft mein Wuschel heute nicht mehr.«
    »Kein Problem«, winkte Florian ab. »Ich habe den zwei Piraten ja schon zugeguckt. Die finden sowieso nur Zettel.«
    »Was für Zettel?«, fragte Frau

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