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1966 - Der Schattenbruder

Titel: 1966 - Der Schattenbruder
Autoren: Unbekannt
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Der Schattenbruder
     
    Ein Gharrer erzählt – und Galaktiker schmieden einen Plan
     
    von Uwe Anton
     
    Als Mhogena, der Fünfte Bote von Thoregon, über die Brücke in die Unendlichkeit ins Solsystem zu den Terranern kam, hoffte er auf die Hilfe der Menschheit. Sein Volk, die wasserstoffatmenden Gharrer, ist nämlich von einer ungeheuren Gefahr bedroht: Invasoren haben die Galaxis Chearth angegriffen und das Verderben über zahlreiche bewohnte Planeten gebracht. Das ist nicht alles. Die Invasoren beabsichtigen, den geheimnisvollen Sonnentresor zu öffnen. Wenn sie dies tun, werden die Guan aVar ausbrechen, die Sonnenwürmer - und das würde über kurz oder lang den Tod der ganzen Galaxis bedeuten. Hinter der Attacke steckt offensichtlich Shabazza, der Gegenspieler der Koalition Thoregon. Seine Machenschaften sorgten bereits in der Milchstraße und anderen Galaxien für Tod und Vernichtung. Mhogena errang bei seinem Besuch auf der Erde nur einen kleinen Erfolg.
    Aus der Milchstraße brach eine winzige Hilfsflotte auf: die GILGAMESCH der Zellaktivatorträger unter Befehl des Arkoniden Atlan und zehn Kampfschiffe der wasserstoffatmenden Maahks. Mit dieser bescheidenen Streitmacht nimmt Atlan den Kampf gegen die Invasoren auf Immerhin konnten erste Erfolge verzeichnet werden. Mhogena lüftet derweil ein Geheimnis seiner Vergangenheit - über den SCHATTENBRUDER...  
     
     
Die Hauptpersonen des Romans:
     
    Mhogena - Der Fünfte Bote berichtet aus seiner Jugend.  
    Vil an Desch - Der ehemalige Anführer der Algioten giert nach Elcoxol.  
    Atlan - Der Arkonide arbeitet einen neuen Plan aus.  
    Phisagon - Der Meister des Sandes fördert die Entwicklung Mhogenas.  
    Tuyula Azyk - Das Bluesmädchen wartet auf den sogenannten Todesmutanten.  
    1.
     
    Gegenwart
    1. Januar 1291 NGZ
     
    Durch die Hauptschaltstation auf Thagarum gellte eine laute Alarmsirene. „Wir schaffen es nicht!" sagte Granger Miller. In seinem SE RUN wirkte er seltsam fehl am Platz, irgendwie unförmiger als die viel größeren und schwereren Gharrer. Denen bot die Wasserstoffatmosphäre des riesigen Planeten allerdings natürliche Lebensbedingungen, und sie konnten sich frei und ungeschützt bewegen. „Wir müssen es schaffen!" Dabei wusste Myles Kantor selbst, dass seine Erwiderung wie eine Beschwörungsformel klang. Zu oft hatte er sie in den letzten Tagen gesprochen, und seine Kollegen waren schon längst dagegen abgestumpft. Der Wissenschaftler warf einen Blick auf die große Hologramm-Phalanx.
    Protuberanzen zogen lange Bahnen über die Oberfläche von Moinghas, einem der Sterne des Sonnentresors am nördlichen Rand der Galaxis Chearth.
    Im Hyperspektrum waren sie deutlich als bogenförmige Energiegebilde zu erkennen, und auf den ersten Blick erweckten sie den Eindruck, es handele sich bei Moinghas um einen Flare-Stern. Mit solchen Sternen war die Menschheit seit Jahrtausenden vertraut. Man nannte sie auch UV-Ceti-Sterne.
    Bezeichnet wurden damit Sonnen mit beträchtlich schwankender Helligkeit. ,Die Ursache für ihr vermeintliches .„Flackern" waren normalerweise gewaltige Sonnenflecken. Auch Proxima Centauri, die dem Solsystem nächste Sonne, war ein Flare-Stern.
    Aber Proxima war ein roter Zwerg, und alle bislang bekannten Flare-Sterne gehörten diesem Typ an. Moinghas hingegen war ein heißer blauer Stern von dreifachem Soldurchmesser. Die Protuberanzen stammten folglich nicht von Sonnenflecken. Sie waren vielmehr typisch für das Wirken der Guan aVar. Die Sonnenwürmer waren auf Moinghas übergesprungen. Allerdings konnte noch niemand genau sagen, wie ihnen das gelungen war. „Und schalte doch endlich mal einer diesen verdammten Alarm ab!" rief Kantor.
    Die Sirene verstummte. Grangers Finger huschten wieder über die Konsole des Hyperraum-Resonators. Das von der GILGAMESCH stammende quaderförmige Gerät war vierzig mal fünfzehn mal zehn Zentimeter groß, und seine Oberfläche bestand aus einer mattschimmernden, aluminiumfarbenen Substanz. Aus der Stirnseite dieses Modells ragte ein schwarzer Trichter hervor. „Die Algiotischen Wanderer haben ihre Taktik geändert. Sie koordinieren ihre Aktivitäten nun und stimmen die Manipulationen der elf anderen Schaltstationen genau aufeinander ab. Die Fehlimpulse prasseln über uns herein wie ein energetisches Gewitter. Es ist nur noch eine Frage der Zeit ..." Der terrastämmige Hyperphysiker verstummte hilflos. Er war einer von fünf von der GILGAMESCH, die Kantor den gharrischen

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