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1523 - Die Horror-Maschine

1523 - Die Horror-Maschine

Titel: 1523 - Die Horror-Maschine
Autoren: Jason Dark
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zerfetzten, dass Blut floss und dass jeder Angriff auf Monty vergeblich war.
    Je weiter er ging, umso größer wurde er. Monty wuchs. Mit jedem Toten, den er hinter sich ließ, schien er größer zu werden. Er war mit einem Menschen nicht mehr zu vergleichen. Er war jetzt eine Mordmaschine, die alles aus dem Weg räumte.
    Das Bild bekam mehr Weite. Es war zu sehen, wie unter dem dunklen Himmel eine Stadt erschien, die Montys Ziel war.
    Bernie wischte über seine Stirn.
    Er kannte das Spiel und wusste, was folgen würde.
    Sein Herz schlug wieder schneller. Wenn er Atem holte, dann saugte er die Luft pfeifend ein. In seine Augen trat ein hektischer Glanz. In diesen Momenten fühlte er sich groß und stark, da war er so etwas wie der absolute Herrscher über die Welt, den nichts und niemand von seinem Thron stoßen konnte.
    Er packt es! dachte Bernie. Er wird das tun, was ich will. Einige Speicheltropfen rannen an seinem Kinn entlang. Bernie wischte sie hastig weg, bevor er sich wieder auf das Killerspiel konzentrierte.
    Monty hatte die Stadt erreicht. Er blieb davor stehen wie jemand, der sich erst zurechtfinden musste.
    Es war ein netter kleiner Ort. Das glatte Gegenteil zu dieser HorrorMaschine.
    Mehrere kleine Siedlungen, die zu einer Vorstadt gehörten.
    Schöne Häuser, umgeben von gepflegten Gärten, in denen Menschen arbeiteten oder einfach nur in der Sonne saßen und den Tag genossen.
    Keiner ahnte, was auf ihn zukam, denn die Gefahr ließ sich noch nicht blicken.
    Bis sich der Roboter einen Ruck gab, seine Waffen wegsteckte und dafür zwei andere hervorholte. Sie sahen aus wie lange Röhren mit ziemlich großer Öffnung.
    Er schwenkte sie einige Male, stieß ein schauriges Brüllen aus, setzte sich in Bewegung, erreichte die erste Straße, auf der Kinder spielten und stieß ein erstes monsterartiges Gebrüll aus.
    Die Kinder hörten es.
    Wenig später sahen sie ihn. Und plötzlich weiteten sich ihre Augen.
    Monty hatte ihnen noch nichts getan, aber sie wussten, dass ihnen Gefahr drohte, und sie reagierten entsprechend. So schnell wie möglich rannten sie weg, was Monty aber nicht störte.
    Er war gekommen, um die Stadt zu vernichten, und es lag in Bernie Parkers Händen, ob er das zulassen wollte oder nicht.
    Das Spiel ließ sich manipulieren, er konnte bestimmen, wie weit Monty ging, und das würde er ausnutzen.
    Monty erreichte die ersten Häuser mit den Gärten. Dort blieb er stehen und drehte sich einmal um sich selbst. Dabei hob er die Waffen an, und einen Augenblick später lösten sich die ersten Feuerstrahlen aus den beiden offenen Mündungen. Der Ton verwandelte sich in ein schon wütendes Fauchen, das auch in Bernies Ohren seinen Widerhall fand.
    Das Feuer war grausam. Es fraß sich durch alle Hindernisse, die sich ihm in den Weg stellten. Ob es sich dabei um Gärten oder Häuser handelte. Alles ging in Flammen auf, und es gab niemanden, der diesen Sturm aus Feuer hätte löschen können.
    Die Flammenwalze kannte keine Gnade. Sie zerstörte alles, was sich ihr in den Weg stellte. Häuser brannten im Nu lichterloh. Die Flammen zerstörten alles, und sie nahm auch auf Menschen keine Rücksicht.
    Die Hitze trieb sie aus ihren Häusern auf die Straße. Jeder versuchte zu retten, was noch zu retten war, aber es war zu spät.
    Dem Feuer entkam niemand. Es breitete sich aus. Aber es blieb nicht nur bei einer Welle oder bei einer Wand. Es teilte sich auf, und das in verschiedene Ströme, die ebenfalls in verschiedene Richtungen liefen, um alles in dieser kleinen Stadt zu erreichen und dem Erdboden gleichzumachen.
    Bernie Parkers Augen glänzten. Er konnte nicht mehr still auf seinem Stuhl sitzen bleiben. Das Spiel faszinierte ihn zu sehr. Es war einfach Wahnsinn, sich an so etwas ergötzen zu können und zu dürfen.
    Nicht Monty war der wahre Herrscher. Das war der vierzehnjährige Bernie Parker. Er hatte jetzt die Macht. Er war derjenige, der über Leben und Tod entschied.
    Wenn er es wollte, dann starben Menschen. Wenn er es anders wollte, dann blieben sie am Leben.
    Er überlegte, ob er die Stadt völlig zerstören oder einige Menschen vom Feuer verschonen sollte. Er hätte Monty auch direkt angreifen lassen können, aber das wollte er an diesem Abend nicht.
    Er hatte sich nun mal für die Feuervariante entschieden, und dabei würde es auch bleiben. Eine Stadt mit Menschen, die zum Schluss nur noch Schutt und Asche war.
    Das Klopfen an seiner Zimmertür überhörte er. Er sah auch nicht, dass jemand

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