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Wüstensand, Wolkenkratzer und der ganz normale Wahnsinn - 50 Geschichten aus Dubai (German Edition)

Wüstensand, Wolkenkratzer und der ganz normale Wahnsinn - 50 Geschichten aus Dubai (German Edition)

Titel: Wüstensand, Wolkenkratzer und der ganz normale Wahnsinn - 50 Geschichten aus Dubai (German Edition)
Autoren: Anne Harenberg
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1.) Einleitung
oder Dubai-Alphabet für Neueinsteiger

 
    A – Alkohol. Oder auch: Auf
keinen Fall. Zumindest für die Muslime. Für Touristen gibt es Alkohol an den
Bars der großen Hotels, die Malls sind allerdings „trocken“. Und wer
langfristig in Dubai leben möchte, der muss sich eine Alkohollizenz vom
Arbeitgeber genehmigen und vom Staat unterschreiben lassen. Erst dann kann er
unbesorgt den Tag mit einem Gläschen Wein ausklingen lassen. Wer allerdings
betrunken einen Unfall baut, ist Schuld – auch, wenn der andere ihm ins
Auto gefahren ist.

 
    B – Bargeld. Kann man stecken
lassen. Egal, was und wo – man kann mit Kreditkarte bezahlen, und sei es
nur ein Kaffee oder ein Päckchen Kaugummi. Ausnahmen: Tankstellen und
Amtsstuben.

 
    C – Celsius. Im Sommer
erreichen die Temperaturen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Werte von
über 50 Grad Celsius – im Schatten. Was viele nicht wissen: Im Dezember,
Januar und Februar liegt die Durchschnittstemperatur bei 24 bis 25 Grad.
Morgens können die Temperaturen unter 10 Grad fallen, in den Bergen gibt es an
manchen Tagen Werte unter 0 Grad.
     
    D – Dattelpalmen. Stehen in
den Emiraten an jeder Ecke und die Früchte sind sehr beliebt. Es gibt männliche
und weibliche Dattelpalmen – ein einziger Herr reicht bei günstigem Wind
zum „Beglücken“ von bis zu 100 Damen aus.

 
    E – Expats .
Menschen, die für eine befristete Zeit im Ausland leben, ihrer Heimat aber
verbunden bleiben und keine neue Staatsbürgerschaft anstreben. Oder auch:
Menschen, die im Ausland leben, weil sie dann bei jeder Gelegenheit erklären
können, dass zu Hause alles viel besser ist.

 
    F – Freie Liebe. Lieber
nicht. Vor allem nicht am Strand oder im Taxi. Die letzten drei Pärchen, die
der Versuchung nicht widerstehen konnten, fanden sich – getrennt
voneinander – hinter dubaianischen Gardinen
wieder.

 
    G – Geschichte. Bis 1833 war
Dubai nicht viel mehr als eine Ansammlung von Häusern am Dubai Creek, die
Perlentauchern und Fischern gehörten. Dann sagte sich das Emirat unter Führung
der Familie Al Maktoum von Abu Dhabi los und schloss
1855 einen „Schutzvertrag“ mit Großbritannien. Erst 1966 wurde das erste Öl
gefördert und 1971 wurden die Vereinigten Arabischen Emirate – wieder
zusammen mit Abu Dhabi - gegründet.

 
    H – Haushaltshilfe oder Maid.
Fast jede Wohnung oder jedes Haus in Dubai hat im Bereich hinter der Küche ein
extra Zimmer mit Bad und eigenem Eingang. Dies ist allerdings nicht für den
schlimmsten Fall der Fälle, sprich den Einzug der Schwiegermutter gedacht,
sondern für die Haushaltshilfe/Maid. Die kommt für gewöhnlich aus den
Philippinen oder Sri Lanka und lebt in dem kleinen extra Zimmer. So fremd das
Konzept   Amerikanern oder Europäern
erscheint mag, in Asien gehören Maids zum täglichen
Leben und sind meistens Teil der Familie.

 
    I – Inseln. In diesem Fall
künstliche Inseln. Gibt es jede Menge vor der Küste von Dubai. Berühmt sind die
„Palm Jumeirah “ und „The World“. Vor der Finanzkrise
waren die Emiratis so angetan von ihrem künstlichen
Inseln, dass gleich noch zwei weitere „Palms“ in Planung waren, die „Palm Jebel Ali“ und die „Palm Deira “
– wobei die letzte schon die „Hausmeisterpalme“ genannt wurde, da bei der
schieren Masse an Wohnungen und Häusern auf den Palmen, die eigentlich
angestrebte Exklusivität ein wenig ins Hintertreffen geraten war.

 
    J – Jumeirah Jane. Beliebte Bezeichnung für gut betuchte Frauen von hart arbeitenden
Männern, die im noblem Stadtteil Jumeirah in
Strandnähe wohnen und ihren Tag damit verbringen, die Kreditkarte so dünn wie
möglich abzunutzen.

 
    K – Kleidung. Die
traditionelle emiratische Frau ist verschleiert und
trägt eine Abaya . Für alle anderen Frauen gilt es,
einen Mittelweg zwischen zwei Extremen zu finden. Nackt oder halbnackt in der
Öffentlichkeit geht nicht, verschleiern muss sich aber niemand.

 
    L – Locals oder Emiratis . Die Staatsbürger der Vereinigten
Arabischen Emirate sind eine seltene Spezies im eigenen Land. Es gibt knapp 1
Millionen Emiratis und damit machen sie nur 13
Prozent der Bevölkerung der VAE aus.

 
    M –Mohammed Al Maktoum bin Rashid, seines Zeichens Oberhaupt der nunmehr
seit 1833 regierenden Scheichfamilie von Dubai und
stellvertretender Regierungschef der Emirate. Er ist großer Anhänger des
Pferdesports, schreibt Gedichte und man kann ihn immer mal wieder allein in
einer

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