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Mika, Bascha

Mika, Bascha

Titel: Mika, Bascha
Autoren: Die Feigheit der Frauen
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Bascha Mika
     
    Die Feigheit der Frauen
     
    Rollenfallen und Geiselmentalität.
    Eine Streitschrift wider den
Selbstbetrug
     
    Inhalt
     
    Vorwort................................................................. ...... 7
    Der Sog - zu Beginn................................................ .... 11
    Die Liebeslist..........................................................       31
    Die Modelzucht......................................................      69
    Das Kümmersyndrom ...........................................      105
    Das Hormonkomplott............................................    137
    Die Komfortzone....................................................    173
    Der Phantomschmerz............................................   209
    Das Kribbeln - zum Schluss....................................    225
    Danksagung...........................................................    229
    Anmerkungen nach Kapiteln.................................    231
    Bibliographie........................................................ . 243
     
     
    Vorwort
     
    W as ist bloß los mit uns? Immer
wieder bin ich in den vergangenen Jahren Frauen begegnet, die mich irritiert
haben. Klug und gut ausgebildet waren sie, traten selbstbewusst und
eigenständig auf, schienen so gar nicht anfällig für die Verführungskraft alter
Rollen. Und plötzlich scherten sie aus — verabschiedeten sich von ihren
früheren Wünschen und Ambitionen und wählten ein klassisch weibliches
Lebensprogramm.
    Je öfter
mir dieses Modell begegnete, desto größer mein Unbehagen. Überall sah ich
Frauen, die in meinen Augen weit unter ihren Möglichkeiten blieben, die ihre
Kraft und ihre Fähigkeiten vergeudeten. Meine Fassungslosigkeit wuchs und auch
mein Zorn. Warum kämpfen wir nicht für ein selbstbestimmtes Leben? Wieso
versagen wir Frauen immer wieder an Punkten, wo es um uns selbst geht? Wollen
wir nicht frei und gleich sein? Sind wir stattdessen bequem und feige?
    Jede von
uns kennt das Bedürfnis, sich den alten Mustern zu ergeben. Jede kennt den
inneren Einflüsterer, der mit Ängsten droht und uns weiß Gott was verspricht.
Aber wir wissen doch, dass wir mit dem Weiblichkeitsschema nicht glücklich
werden, wenn unser Lebensentwurf mal ganz anders aussah. Warum wählen wir
trotzdem die traditionelle Rolle — massenhaft? Darüber müssen wir reden!
    In
zahlreichen Gesprächen bin ich meiner Irritation und meinen Fragen
nachgegangen. Mit jungen und älteren Frauen, mit Erwerbstätigen und Hausfrauen,
mit Müttern und Nichtmüttern. Mit Expertinnen, Beraterinnen, Wissenschaftlerinnen.
    Ich habe
mir viele, sehr viele Geschichten erzählen lassen. Habe weiblichen Erfahrungen
nachgespürt und unterschiedlichen Frauenleben. Manchmal war ich erstaunt, wie
die Berichte nur so hervorsprudelten, sobald ich mein Thema anschnitt.
    Alle
Fallbeispiele, die ich anführe, sind authentisch, alle darin geschilderten
Personen real. Allerdings habe ich Namen und Orte verfremdet, um die
Persönlichkeit meiner Gesprächspartnerinnen zu schützen.
    Nur zum
Teil konnten meine Recherchen unmittelbar in den Text einfließen, doch im
Hintergrund ist die Fülle des gesammelten Materials mit verarbeitet. Denn
darum geht es im vorliegenden Buch: um das gelebte Leben von Frauen. Um ihre
Wünsche, Träume und ihre Entscheidungen in der Wirklichkeit. Um die Motive,
die sie treiben, und die Erwartungen, denen sie folgen.
    Dabei will
ich überindividuelle Muster aufzeigen und herausarbeiten. Aus diesem Grund
spreche ich in der Regel verallgemeinernd von Frauen, von uns Frauen.
Selbstverständlich gibt es eine Vielzahl sozialer und biographischer
Unterschiede, abhängig von Schichten und Milieus, Bildung und Einkommen, Ost
und West...
    Aber es
gibt eben auch die roten Linien, die sich gleichermaßen durch die
unterschiedlichsten Frauenleben ziehen. Um diese Linien deutlich zu machen,
habe ich mich in den Interpretationen auf signifikante weibliche
Verhaltensweisen konzentriert.
    Die
Kapitel des Buches folgen den möglichen Sollbruchstellen im weiblichen Leben —
doch nicht biographisch-chronologisch. So können die Kapitel in der
vorgestellten Reihenfolge gelesen werden, oder auch einzeln für sich.
    Mit der
»Feigheit der Frauen« werde ich mir nicht nur Freundinnen machen, das weiß ich.
Ich höre schon den Vorwurf, warum sich denn ausgerechnet eine Autorin kritisch
mit weiblichem Verhalten auseinandersetzt, als gäbe es nicht schon genug
männliche

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