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Liebe Mathematik, löse deine Probleme bitte selber - verblüffend einfache Lösungen für Mathematik im Alltag

Liebe Mathematik, löse deine Probleme bitte selber - verblüffend einfache Lösungen für Mathematik im Alltag

Titel: Liebe Mathematik, löse deine Probleme bitte selber - verblüffend einfache Lösungen für Mathematik im Alltag
Autoren: Heyne
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brauchten. Aber leicht zu verstehen ist es wirklich nicht.
    6.
Wie würden wir diese Fulben-Zahl nennen: vier Jackson-fives, drei High-fives, zwei Fünfer und einen Einer?
Wie würde ein Fulbe unsere Zahl »vierhundertdreiundsiebzig« nennen?

3 Vor dem Supermarkt
    In der Grundschule bedeutete »rechnen« für mich den Großteil der Zeit »zusammenzählen«. Dafür gab es zwei Möglichkeiten, entweder man machte es im Kopf oder auf Papier. Kopfrechnen war schwieriger, aber es verschaffte einem mehr Respekt. Wenn man schnell im Kopf rechnete, standen die Chancen gut, dass einer der Klassenkameraden stöhnte: »Der ist CLEVER!« Natürlich galt das nur für die Grundschule. Danach musste man eher fürchten, vermöbelt zu werden, wenn man schnell im Kopf rechnete.
    Trotzdem ist Kopfrechnen eindeutig eine nützliche Fähigkeit, und sei es nur, um das Wechselgeld nachzuprüfen. Ich hatte mal, sehr kurz, einen Job als Barmann. Wenn jemand eine Runde bestellte, musste ich blitzschnell die Preise der Getränke im Kopf addieren. Damit tat ich mich schwer, besonders an einem Freitagabend, als das Pub gestopft voll war und jemand mich wegen meines blauen Hemdes veräppelt hatte, wo doch Barmänner angeblich immer weiße Hemden trügen. Ich weiß bis heute nicht, was sein Problem war. Auf jeden Fall verrechnete ich mich immer häufiger. Entsprechend ging mein Selbstvertrauen den Bach runter. Ich verlor meine Fähigkeit, eine anständige Pint Bier zu zapfen. Meine Hände fingen zu zittern an. Die Gäste reagierten genervt. Mein Chef blaffte mich an, weil ich zu langsam arbeitete und mich mit den Preisen vertat.
    Schließlich bestellte ein Gast schlicht eine Pint Soda and Lime. Kein Problem, den Preis zu errechnen – dachte ich. Und kein Problem, sie zu zapfen. Endlich konnte ich einen Moment durchschnaufen. Ich goss den Limonensaft ein und drückte den Knopf am Sprudelwasserschlauch. Ich wandte mich dem Gast
zu, um ihm lässig den Preis des Getränks zu nennen, und ließ den Knopf los. Doch er klemmte. In beeindruckendem Strahl schoss weiter Sodawasser aus dem Schlauch. Ich versuchte es aufzuhalten, indem ich den Finger in die Öffnung steckte, doch das hatte nur den Effekt, dass das Wasser nur mit noch mehr Druck seitlich vorbeischoss, über den Tresen und auf etliche Gäste. Inzwischen sah mir das ganze Pub zu, während ich mit dem metallenen Sodaschlauch kämpfte wie mit einer futuristischen Schlange. Endlich hatte ich sie zu Boden gerungen und wollte ihr gerade den Kopf abbeißen, als mein Chef den Wasserstrahl lässig an der Hauptpumpe abstellte. Der Schlauch ermattete und ich wurde vom Bardienst befreit. Den Rest des Abends ordnete ich Chipstüten.
    Jetzt mögen Sie sich fragen, was diese Geschichte mit unserem Thema zu tun hat. Aber erinnern Sie sich, dass das ganze Desaster damit begann, dass ich beim Kopfrechnen Probleme hatte. Und dieser Umstand verunsicherte mich derart, dass ich letztlich in einer Brausepfütze auf dem dreckigen Boden eines lausigen Pubs endete.
    7.
    Die Buchstaben A bis G stehen für die Ziffern 1, 3, 4, 5, 6, 8 und 9. Finden Sie anhand der folgenden Informationen heraus, welcher Buchstabe für welche Ziffer steht:
    A + A = B
A · A = DF
A + C = DE
C + C = DB
C · C = BD
A · C = EF
    Um meine Fähigkeiten im Kopfrechnen zu verbessern, beobachtete ich, mit welchen Methoden Menschen im Alltag rechneten. Genauer: Ich stellte mich vor einen Supermarkt im Süden Londons und stellte den Menschen Kopfrechenaufgaben. An jenem Nachmittag lernte ich viele Dinge.

    Vor allem lernte ich, wie hart es in der Welt zugeht und wie mies gelaunt viele Leute beim Einkaufen sind. Viele taten schlicht, als würden sie mich gar nicht sehen. Andere liefen mit einem fiesen Lächeln an mir vorbei. Zweitens lernte ich, dass Frauen viel netter sind als Männer – wobei es allerdings ratsam ist, Mütter mit mehr als drei Kindern im Schlepptau nicht zu behelligen. Drittens, und das war die wichtigste Erkenntnis, hat sich seit der Schule nichts geändert. Niemand ist erwachsen geworden. Alles ist genau wie früher.
    Schauen wir mal, ob Sie folgende Typen aus Ihren Schulzeiten wiedererkennen: Gab es in Ihrer Klasse auch einen Jungen, der die Faust reckte und brüllte: »Ich bin der Beste!«, wenn er bei einem Mathetest die volle Punktzahl bekommen hatte? Der Junge war so selbstsicher, dass er den Lehrer um extra knifflige Aufgaben bat, auf dass er seine Brillanz beweisen könne. Und gab es bei Ihnen damals auch ein Mädchen,

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