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Ein kleines Stück vom Paradies (German Edition)

Ein kleines Stück vom Paradies (German Edition)

Titel: Ein kleines Stück vom Paradies (German Edition)
Autoren: Sage Marlowe
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Kapitel 1

    Riordan Maguires Ankunft am Flughafen war nicht wie er sie erwartet hatte. Nicht, dass er sich allzu viele Gedanken darüber gemacht hatte, was er erwartete—außer zwei Dingen. Er erwartete einen Fahrer der ihn abholte und an seinen Zielort brachte. Und er erwartete, dass dieser Fahrer pünktlich war. Das war wohl kaum zu viel verlangt, oder? Anscheinend schon.
    Er schaute sich nach jemandem in Uniform um der ein Schild mit seinem Namen darauf hoch hielt, oder vielleicht auch nur mit dem Namen seiner Firma, was meistens der Fall war, wenn es dem Fahrer zu viel Aufwand bedeutete, herauszufinden wen genau er da abholte. Oder wie man den Namen des Fahrgastes richtig schrieb.
    An allerlei abenteuerliche falsche Schreibweisen seines Namens gewöhnt, schaute Riordan sich die Schilder die hochgehalten wurden genauer an. Vielleicht war ja doch noch eines dabei das wenigstens eine entfernte Ähnlichkeit mit seinem Namen aufwies.
    Natürlich nicht. Na toll. Überhaupt nicht toll. Riordan nahm sein Smartphone heraus um Nadia anzurufen. Zu Hause war es erst etwa vier Uhr morgens, was ihn allerdings nicht wirklich interessierte. Schließlich war es ihre Aufgabe Lösungen für seine Probleme zu finden.
    Nadia hatte erst vor einem Monat als seine persönliche Assistentin angefangen, also war es höchste Zeit dass sie heraus fand, was man von ihr als Gegenleistung für ihr unglaublich hohes Gehalt erwartete.
    Gerade als er ihre P rivatnummer wählen wollte, bemerkte Riordan das kleine Symbol in der oberen linken Ecke. Sein Telefon hatte keine Netzwerkverbindung. Riordan starrte es verdutzt an. Worin bestand denn verdammt nochmal der Sinn eines weltweit gültigen Mobilfunkvertrages der alle Optionen beinhaltete wenn man keine Verbindung hatte? Und sowieso—gab es das überhaupt noch? Wenn noch irgendwo auf dem Planeten ein Ort ohne vernünftigen Handyempfang war, dann wollte Riordan dort mit Sicherheit nicht hin. Ihm fiel noch etwas auf. Kein Empfang bedeutete auch, dass die Uhrzeit die das Gerat anzeigte nicht korrekt war, da es sich ja nicht automatisch der Lokalzeit anpassen konnte. Wütend schaute er sich nach einer guten alten Wanduhr um. Die Konferenz war für zehn Uhr Ortszeit angesetzt, also…
    Die große, freundliche Uhr an der gegenüberliegenden Wand zeigte genau fünf nach zwölf an, was absolut unmöglich war. Sein Flieger hatte um kurz vor neun landen sollen und es hatte keine Ankündigung bezüglich einer Verspätung gegeben. Allerdings waren ihm anscheinend irgendwann während des Fluges drei Stunden abhanden gekommen, also konnte er gleich da bleiben um seinen Anschlussflug zu erreichen, der wahrscheinlich schon bald starten würde.
    Der Gedanke ließ ihn sich verwundert umschauen. Das Terminal sah nicht gerade aus wie der Flughafen einer schnell wachsenden Metropole. Ganz im Gegenteil. Es gab keine Check-In Schalter. Es gab keines der üblichen Duty-Free Geschäfte die um die Gunst potentieller Kunden warben. Es gab eigentlich überhaupt nichts, das einen typischen Flughafen ausmachte und auch das Gebäude selbst war eigentlich nicht mehr als ein großer Raum. Es gab nicht mal eine Tafel die die Abflüge anzeigte. Es gab auch keine die die ankommenden Flüge anzeigte. Genau genommen gab es außer der Uhr nichts, das überhaupt etwas anzeigte. Und jetzt waren nicht einmal mehr andere Reisende da.
    Verwirrung stieg in Riordan auf. Irgendetwas stimmte hier nicht , soviel wurde ihm langsam klar, auch wenn sein Verstand noch versuchte, das Offensichtliche zu leugnen.
    Es gab einen kleinen Informationsschalter, der genauso verlassen aussah wie der Rest des Gebäudes, aber Riordan bemerkte eine junge Frau die etwas trug, das entfernt nach einer Uniform aussah. Er packte seine beiden Taschen und folgte ihr, erschreckte sie aber wohl etwas als er rief „Hallo, Sie da! Warten Sie!“ Naja, ihr Problem.
    Riordan konnte höflich sein, sogar charmant, aber er nutzte dieses Talent nur wenn es wirklich nötig war. Seiner Erfahrung nach gehorchten Leute viel besser wenn man ihnen einfach sagte was sie zu tun hatten. Sie machten es vielleicht nicht ganz so gerne, aber das Resultat war meistens schneller—und besser.
    Die junge Frau, die kaum älter als achtzehn sein konnte, blieb stehen. Sie drehte sich um und lächelte ihn freundlich an. „Ja bitte? Stimmt etwas nicht?“
    „ Das versuche ich gerade herauszufinden“, grummelte Riordan. „Wo zum Teufel sind wir?“
    Sie hob etwas die Augenbrauen . „Wie

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