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Der eiserne Thron

Der eiserne Thron

Titel: Der eiserne Thron
Autoren: Simon R. Green
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DER EISERNE
THRON
Science Fiction Roman
Ins Deutsche übertragen
von Axel Merz
     
BASTEI-LÜBBE-TASCHENBUCH
Band 23 186
    Erste Auflage:
Februar 1997
Zweite Auflage:
April 1998
    © Copyright 1995 by
Simon R. Green
All rights reserved
Deutsche Lizenzausgabe 1997
Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe
GmbH & Co., Bergisch Gladbach
Originaltitel: Deathstalker
Lektorat: Rainer Schumacher/Stefan Bauer
Titelbild: Luis Royo, Norma Agency/Barcelona
Umschlaggestaltung : Quadro Grafik, Bensberg
Satz: KCS GmbH, Buchholz/Hamburg
Druck und Verarbeitung: Brodard & Taupin,
La Flèche, Frankreich
Printed in France
ISBN 3-404-23186-4
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UNKEL
    Draußen am Rand , an den Grenzen des Imperiums, wo bewohnbare Welten rar und Zivilisationen dünn gestreut sind,
herrscht Dunkelheit. Hier findet man seltsame Planeten und
noch seltsamere Leute. Hinter dem Rand liegt das Unbekannte, das Nichts, wo keine Sterne mehr leuchten und nur wenige
Schiffe ihren Weg suchen. So weit weg von allem verschwindet man leicht. Zwar patrouillieren Sternenkreuzer am Rand ,
aber es gibt längst nicht genügend Schiffe, um die weiten Gebiete offenen Raums zu kontrollieren. Das Imperium ist zu
groß und viel zu schwerfällig geworden, doch keiner will das
wahrhaben – oder zumindest macht sich niemand deswegen
ernsthafte Gedanken.
    Jedes Jahr werden dem Imperium weitere Welten einverleibt, und die Grenzen schieben sich hungrig nach draußen.
Nicht so am Rand . Am Rand scheint das Imperium reglos zu
verharren, expandiert nicht, ein winziger Raum im Vergleich
zu den unergründlichen Tiefen der Dunkelwüste dahinter.
    Es ist finster dort draußen. Gelegentlich verschwinden Schiffe und werden nie wieder gesehen. Niemand weiß, warum. Die
kolonisierten Welten bewahren ihre Unabhängigkeit soweit wie
möglich und wenden ihren Blick von der endlosen Dunkelheit.
Die Kriminalität blüht dort draußen am Rand , so unvorstellbar
weit entfernt vom Mittelpunkt des Imperiums und seinen strengen Gesetzen. Manche Delikte sind so alt wie die Menschheit
selbst, andere neu, dem ständig wachsenden Fortschritt und
Wissen des Imperiums entsprungen.
    Im Augenblick haben die Imperialen Sternenkreuzer noch
alles unter Kontrolle. Sie tauchen unangekündigt aus dem
Hyperraum auf und erzwingen mit effizienter Brutalität die
Einhaltung der Gesetze – aber sie können nicht überall sein.
Geheimnisvolle Kräfte lauern dort draußen am Rand , geduldig und schrecklich zugleich, und es braucht nicht mehr als
eine Kollision zwischen zwei Raumschiffen, hoch oben in der
Umlaufbahn um den Hinterweltplaneten Virimonde , um sie
loszulassen.
    Im Orbit von Virimonde kreiste das Piratenschiff Scherbe unauffällig durch die lange Nacht, um unerwünschten Blicken
zu entgehen. Sie war kein großes Schiff, die Scherbe , und
mehr auf Geschwindigkeit getrimmt als auf Ausdauer. Sie
hatte bereits mehr als ein Dutzend Eigner und Kommandanten
gesehen, als die Klonpascher sie in Besitz nahmen – und seitdem waren alle hinter ihr her.
    Hazel d’Ark, Piratin, Klonpascher und Bonvivant, schlenderte
mürrisch durch die düsteren Stahlkorridore und wünschte, sie
wäre woanders. Irgendwo anders. Die Scherbe war selbst in
ihren besten Zeiten kein luxuriöses Schiff gewesen, aber nun,
da die meiste Energie der alten Generatoren dazu benötigt
wurde, die Körperbänke zu versorgen, wirkte der alte Kahn
noch düsterer als normal. Wozu eine ganze Menge gehörte.
    Hazel d’Ark, letzte Trägerin eines einst edlen Namens, erreichte die verschlossene Tür des Frachthangars und wartete
ungeduldig darauf, daß die Türsensoren sie erkannten. Ihre
Stimmung war so düster wie die Korridore der Scherbe , und
daran hatte sich nichts geändert, seit das Schiff sechs Stunden
zuvor aus dem Hyperraum gefallen und in den Orbit um Virimonde eingeschwenkt war. Bereits seit sechs Stunden warteten die Klonpascher auf ein Signal ihrer Kontaktleute auf dem
Planeten. Irgend etwas war faul an der Geschichte.
    Sie konnten es sich nicht leisten, noch viel länger zu warten,
aber sie konnten auch nicht einfach wieder verschwinden.
Also warteten sie. Hazel rechnete nicht mit Schwierigkeiten
seitens der planetaren Sicherheitsbehörde. Die Scherbe mochte ein altes Schiff sein, doch ihre Tarneinrichtungen waren auf
dem neuesten Stand der Technik und mehr als ausreichend,
um alles zu täuschen, was die Bauern dort unten auf Virimonde besaßen. Nicht, daß der Planet viel

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