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Denning, Troy - Star Wars Waechter der Macht 09 - Sieg

Denning, Troy - Star Wars Waechter der Macht 09 - Sieg

Titel: Denning, Troy - Star Wars Waechter der Macht 09 - Sieg
Autoren: Troy Denning
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Prolog
    ES WAR EINMAL VOR LANGER ZEIT ...

    Jaina Solo sitzt allein in der Kälte, die Knie dicht an ihre Brust gezogen und die Arme um ihre Beine geschlungen, um die Körperwärme zu bewahren. Sie ist vierzehn und hat seit Tagen nicht geschlafen, weil die, die sie gefangen halten, ihre Zelle in sonderbaren Abständen in schroffem, grellem Licht baden. Sie war noch nie so hungrig, und ihr Leib schmerzt von den täglichen Schlägen, die ihre Peiniger »Ausbildung« nennen. Sie weiß, was sie ihr zu nehmen versuchen, und sie weigert sich, es herzugeben. Aber sie ist allein und verängstigt und leidet größere Schmerzen, als sie jemals zuvor ertragen musste: ihr Wille gleicht einem Strang Spinnenseide, an dem ein Kristallkronleuchter hängt. Noch eine Tracht Prügel mehr, noch eine Ruheperiode ohne Schlaf, noch eine einzige Stunde zitternd auf einer nackten Durastahlpritsche, und sie lässt diesen Kronleuchter womöglich fallen. Und das macht ihr mehr Angst, als zu sterben, weil es bedeutet, sich ihrer Furcht zu ergeben, ihre Wut willkommen zu heißen... weil es bedeutet, sich der Dunklen Seite zuzuwenden.
    Dann beginnt der Fleck in ihrem Herzen, der ihrem Bruder gehört, wärmer zu werden, und sie weiß, dass Jacen an sie denkt. Sie stellt ihn sich vor. wie er in einem anderen Bereich der Raumstation in seiner eigenen Zelle sitzt, das braune Haar wellig und zerzaust, die Zähne fest zusammengebissen, und der warme Fleck in ihrem Innern fängt an zu wachsen. Sie hört auf zu zittern, ihr Hunger schwindet, und ihre Furcht wandelt sich in Entschlossenheit.
    Das ist das Geschenk ihres Zwillingsbandes: dass weder Jaina noch Jacen je wirklich allein sind. Sie eint eine Verbindung durch die Macht, die ihnen stets Kraft schenkt. Wird einer von ihnen schwach, gewinnt der andere an Stärke. Leidet einer von ihnen Schmerzen, lindert der andere seine Pein. Dieses Rand zwischen ihnen kann von keiner Macht in der Galaxis durchtrennt werden, da es ein ebenso bedeutender Feil von ihnen ist wie die Macht selbst.
    Also schiebt Jaina ihre Verzweiflung beiseite und wendet ihre Gedanken der Flucht zu, denn wenn sie und Jacen zusammenarbeiten, ist alles möglich. Sie befinden sich auf einer Raumstation, was bedeutet, dass sie ein Raumschiff stehlen müssen. Sie müssen einen Wegfinden, das Schutzfeld des Hangars zu deaktivieren, vielleicht durch Sabotage oder indem sie eine Starterlaubnis fälschen. Und das wiederum heißt, dass sie etwas Zeit brauchen, bevor den Wachen bewusst wird, dass sie fort sind - besonders, weil sie ihren Freund Lowbacca befreien müssen, bevor sie fliehen.
    Die einzige Möglichkeit, in der Zelle die Zeit zu messen, besteht darin, Herzschläge zu zählen, und dazu ist Jaina zu sehr mit Planen beschäftigt. Als Jacens Platz in ihrem Herzen also größer zu werden beginnt und immer voller wird, hat sie keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen ist. Allerdings hat sie dieses Gefühl schon tausende Male zuvor gehabt, und sie weiß, was es bedeutet: Ihr Bruder kommt.
    Jainas Puls fängt vor Aufregung an zu hämmern, und bald kann sie spüren, dass Jacens Puls im selben Rhythmus pocht. Er ist jetzt ganz nahe, kommt den Korridor draußen vor ihrer Zelle entlang -und sie kann keine anderen Präsenzen wahrnehmen, die ihn begleiten. Sie will nicht, dass er weiß, wie sehr sie sich gefürchtet hat - oder wie dicht sie davor war zu zerbrechen -, darum bedient sie sich einer Jedi-Atemübung, um sich zu beruhigen.
    Dann fühlt sie, wie er zwei Zellen entfernt stehen bleibt.
    Nicht da, Dummkopf, denktJaina. Geh weiter!
    Jainas Herz flattert, als Jacens Verwirrung wächst, und sie sorgt sich, dass ihr Bruder drauf und dran ist, die falsche Zelle zu öffnen, um ihre Flucht damit zu vereiteln. Sie greift in der Macht nach ihm, versucht, ihn physisch auf sich zu zu ziehen, und kurz darauf vernimmt sie das Klicken der Kontrolltafel draußen an ihrer Zellentür.
    Jaina stößt ein erleichtertes Seufzen aus, dann verschränkt sie die Arme vor der Brust und lehnt sich gegen die Wand zurück. Sie weiß, dass die Sache eine Weile dauern wird, weil sich Jacen mit Mechanik wirklich schwertut.
    Irgendwie jedoch gedingt es ihm, den Alarm lahmzulegen, bevor er die Zelle entriegelt, dann schafft er es, die Zelle zu öffnen, ohne dass die Direktverbindung zum Kontrollzentrum aktiviert wird. Schließlich gleitet die Tür mit einem Zischen auf und Jaina sieht ihren Zwillingsbruder draußen stehen, der sie mit einer Nachahmung des berühmten schiefen
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