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Trixie Belden 04 - Trixie Belden entlarvt den falschen Onkel

Trixie Belden 04 - Trixie Belden entlarvt den falschen Onkel

Titel: Trixie Belden 04 - Trixie Belden entlarvt den falschen Onkel
Autoren: Julie Campbell
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tut einem gut, wenn man endlich einmal gelobt wird“, versicherte sie. „Aber warum sollte sich Brigitte plötzlich wieder verändern?“
    „Dinah könnte einen unerwünschten Einfluß auf sie ausüben“, befürchtete Fräulein Trasch. „Aber vielleicht tue ich ihr unrecht. Ich kann mir kein Urteil über sie erlauben, denn ich kenne sie ja kaum.“
    Trixie widersprach: „Dinah ist wirklich...“
    In diesem Augenblick wurde plötzlich die Terrassentür aufgestoßen, und Dinah erschien mit flammendem Gesicht im Türrahmen.
    Sie trug ein schulterfreies Abendkleid mit langem Rock, und sie sah so erwachsen aus, daß Trixie einen erstaunten Ausruf nicht unterdrücken konnte.
    „Ich habe jedes Wort gehört!“ rief sie wütend. Ihre dunkelblauen Augen waren fast schwarz vor Zorn. „Keine Angst, Fräulein Trasch! Ich werde keine Minute länger in diesem Haus bleiben.“
    Fräulein Trasch ging schnell auf sie zu. „Es tut mir so leid, Dinah! Ich wußte nicht, daß du auf der Terrasse warst. Ich hätte nicht mit Trixie über dich reden sollen, aber schau, sie kennt dich schon so lange, und wir...“
    „Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen.“ Dinah hielt nur mühsam die Tränen zurück; ihre Stimme zitterte. „Ich hätte nicht hierherkommen sollen. Ich hätte wissen müssen, daß so etwas passieren würde.“ Sie stolperte aus dem Zimmer und rannte die Treppe hoch. Kurz darauf hörte man, wie eine Tür zugeschlagen wurde.
    Trixie starrte ihr mit weit aufgerissenen Augen nach. „Wir dürfen nicht zulassen, daß sie wegläuft, Fräulein Trasch“, sagte sie erschrocken. „Sie kann ja nichts dafür, daß sie falsch angezogen ist. Sie hat ihre Mutter so gebeten, ihr den Koffer nicht nachzuschicken.“
    „Natürlich können wir sie nicht einfach gehen lassen.“ Fräulein Trasch war schon auf dem Weg zur Treppe. „Ich bringe das gleich wieder in Ordnung, Trixie.“
    Als Trixie Brigittes Zimmer betrat, war ihre Freundin schon umgezogen. Während Trixie duschte, erzählte sie, was vorgefallen war. „Langsam verstehe ich, warum Dinah so unglücklich ist“, schloß sie ihren Bericht. „Hoffentlich läßt sie sich überreden hierzubleiben.“
    „Fräulein Trasch schafft das schon“, sagte Brigitte zuversichtlich.
    Sie täuschte sich nicht. Als die Freundinnen kurze Zeit später die Halle betraten, trafen sie dort auf Dinah, die zusammen mit der Erzieherin die Treppe herunterkam. Dinah trug jetzt ein schlichtes lavendelblaues Wollkleid, das ihr ausgezeichnet stand. Brigitte hängte sich bei Dinah ein. In diesem Augenblick kamen auch die drei Jungen aus Ulis Zimmer; gemeinsam gingen sie ins Eßzimmer.
    Während des Abendessens waren alle mit Ausnahme von Dinah sehr vergnügt. Sie sprach kaum ein Wort. Als Celia den Nachtisch servierte, sagte Uli zu Fräulein Trasch: „Glauben Sie, daß Tom uns in die Stadt fahren und nach dem Kino wieder abholen könnte?“
    Tom Delanoy war Herrn Willers Chauffeur. Celia, das Hausmädchen, errötete prompt, als Uli seinen Namen erwähnte, obwohl jeder längst wußte, daß die beiden in Kürze heiraten wollten.
    „Da mußt du schon Tom selber fragen“, erwiderte Fräulein Trasch. „Heute ist nämlich sein freier Abend.“
    Celia errötete noch stärker als vorher. „Natürlich kann er das tun“, sagte sie. „Wir wollten heute sowieso nach Lindenberg fahren.“
    Als Celia das Zimmer verlassen hatte, äußerte Uli grinsend: „Tom steht jetzt schon unter dem Pantoffel. Celia reicht ihm zwar nur bis zum Kinn, aber sie wird bestimmt nach der Hochzeit die Hosen anhaben.“
    Martin schnitt eine Grimasse. „Das passiert jedem verliebten männlichen Wesen“, sagte er weise. „Schaut euch bloß mal in der Tierwelt um. Bei den Spinnen zum Beispiel...“
    Brigitte schauderte und unterbrach ihn hastig. „Hör bitte auf, von Spinnen zu reden! Übrigens, das erinnert mich daran, daß nächsten Freitag Halloween ist. Könnten wir nicht hier ein Kostümfest veranstalten, Fräulein Trasch?“
    Halloween ist der Tag vor Allerheiligen, der in Amerika vor allem von Kindern und Jugendlichen gefeiert wird; sie kostümieren sich so abschreckend wie möglich, gehen singend von Haus zu Haus und bekommen dafür überall Geschenke.
    „Leider nicht, Kindchen. Hast du vergessen, daß deine Eltern an diesem Abend eine Gesellschaft geben?“
    „O Gott, ja“, mischte sich Trixie ein. „Vater und Mutter sind ja auch eingeladen. Dann könnten wir doch eigenrlich bei uns eine Party feiern. Die Abende

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