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Trixie Belden 04 - Trixie Belden entlarvt den falschen Onkel

Trixie Belden 04 - Trixie Belden entlarvt den falschen Onkel

Titel: Trixie Belden 04 - Trixie Belden entlarvt den falschen Onkel
Autoren: Julie Campbell
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angehört, das Dinah führte. Sie weinte und sagte dauernd: „Bitte nicht! Oh, bitte nicht!“
    „Alle guten Geister!“ rief Klaus. „Was soll das heißen? Hat sie dir hinterher etwas erklärt?“
    „Sie hat mich nicht gesehen. Ich bin in der Halle geblieben, und eine Minute später kam Uli die Treppe herunter.“
    Trixie seufzte enttäuscht. „Wahrscheinlich hat sie mit ihrer Mutter über den Koffer gesprochen. Ich habe keine Ahnung, weshalb sie auch nur einen Gedanken daran verschwendet. Was kann es ihr ausmachen, ob der Koffer kommt oder nicht?“
    „Vielleicht war ihre Mutter aus irgendeinem Grund böse mit ihr“, überlegte Klaus und zuckte die Schultern.
    „Ich glaube nicht, daß sie mit ihrer Mutter gesprochen hat“, sagte Martin langsam. „Als sie nämlich den Hörer auflegte, habe ich gehört, wie sie vor sich hin murmelte: ,Ich hasse ihn!““

Ein lang vermißter Verwandter

    „Sie haßt ihn?“ wiederholte Trixie verständnislos. „Warum — wer — ich meine: Mit wem hat sie gesprochen?“
    „Vielleicht mit ihrem Vater?“ überlegte Klaus.
    Trixie schüttelte heftig den Kopf. „Niemals“, sagte sie überzeugt. „Herr Link ist furchtbar nett. Er ist dick und gemütlich und so großzügig, daß ihn jeder mag. Frau Link habe ich auch gern — sie war immer so lustig. Allerdings, als ich sie zum letztenmal sah, war sie...“ Trixie schwieg plötzlich. „War sie wie?“ erkundigte sich Martin.
    „Na ja, ziemlich steif und formell“, erklärte Trixie zögernd. „Dinah hat mich zum Abendessen eingeladen, kurz nachdem sie in das große Haus zogen, und ich dachte, es wäre alles wie früher. Von wegen! Der Butler und ein Mädchen servierten ganz stilgerecht, obwohl wir nur zu dritt waren — Dinah, ihre Mutter und ich. Die Zwillinge aßen mit ihren Gouvernanten in einem anderen Teil des Hauses. Das Essen war großartig, aber ehrlich gesagt, ich habe mich überhaupt nicht wohl gefühlt. Wahrscheinlich hat Dinah das auch gemerkt, denn seitdem hat sie mich nie wieder eingeladen.“
    „Es wird schon dunkel“, sagte Klaus. „Ich glaube, wir kehren jetzt besser um.“ Während die Pferde den Pfad zurücktrabten, fügte er hinzu: „Komisch, aber bei den Willers fühlt man sich immer wohl — trotz der ganzen Dienerschaft.“ Trixie nickte. „Stimmt! Weißt du, irgendwie hatte ich den Eindruck, als wäre Frau Link von ihrem Butler eingeschüchtert. Er ist so entsetzlich formvollendet und überlegen.“ Sie stockte. „Hm! — Vielleicht hat Dinah diesen Harrison gemeint, als sie sagte: ,Ich hasse ihn!’“
    „Das glaube ich nicht“, versetzte Martin. „Sie mag ihn vielleicht nicht besonders, aber sie wird wohl kaum in Tränen ausbrechen, wenn sie mit ihm am Telefon spricht.“
    „Hört mal“, sagte Trixie, „ich habe eine Idee. Könntet ihr beide nach dem Abendessen nicht mit Uli zusammen ins Kino gehen? Wenn Dinah mit Brigitte und mir allein ist, erzählt sie uns vielleicht, was sie bedrückt.“
    „Prima Einfall“, meinte Martin begeistert, und Klaus nickte bestätigend.
    Nachdem sie die Pferde in den Stall geführt und abgesattelt hatten, liefen sie ins Haus, um zu duschen. Fräulein Trasch erwischte Trixie in der Halle und bat sie, für ein paar Minuten mit ihr ins Arbeitszimmer zu kommen. „Ich möchte mit dir sprechen“, sagte sie leise.
    „Lieber Himmel!“ stöhnte Trixie. „Was habe ich wieder angestellt?“
    Fräulein Trasch sah ein wenig verwirrt aus. „Es ist wegen Dinahs Koffer“, begann sie. „Er wurde hier abgegeben, während Reger und Brigitte auf der Koppel waren, um Dinah eine Reitstunde zu erteilen. Weil Celia soviel zu tun hatte, habe ich den Koffer selbst ins Gästezimmer gebracht und ausgepackt. Ich fürchte fast, Frau Link glaubt, daß wir hier eine riesige Gesellschaft geben, denn sie hat zwei lange Abendkleider für ihre Tochter mitgeschickt. Ich finde sie ja sehr hübsch, aber ehrlich gesagt, Trixie — für ein dreizehnjähriges Mädchen sind sie einfach unpassend.“ Sie runzelte die Stirn. „Kennst du Dinah schon lange?“
    „Seit dem Kindergarten“, erwiderte Trixie. „Wir haben uns immer gut verstanden.“
    Fräulein Trasch nickte. „Wenn ich an diese Abendkleider denke, bin ich nicht so sicher, daß Dinah der richtige Umgang für Brigitte ist. Weißt du, Brigitte war immer viel zu ernst und erwachsen, ehe sie dich kennenlernte, und ihre Eltern sind sehr froh, daß sie jetzt genauso natürlich und fröhlich ist wie duT
    Trixie kicherte. „Es

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