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Star Trek - Destiny 04 - Einzelschicksale

Star Trek - Destiny 04 - Einzelschicksale

Titel: Star Trek - Destiny 04 - Einzelschicksale
Autoren: Keith R. R. DeCandido
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all ihre Gedanken über T'Lis gemein gewesen waren.
    Einer der Ingenieure, ein Mensch namens Hugues Staley, kam auf Rebecca zu. Er hielt einen modifizierten, etwa zwanzig Jahre alten Sternenflottentrikorder in der Hand. Hugues liebte es, Geräte der Sternenflotte zu sammeln und daran herumzubasteln. »Rebecca, ich habe gerade einen Scan durchgeführt. Dabei habe ich ein Element gefunden, das nicht hier sein sollte – es kommt auf Capella nicht vor, und wir verwenden es auch nicht.«
    »Was ist es?«
    »Cabrodin.«
    Hugues sprach das Wort so aus, als müsse Rebecca etwas damit anfangen können. »Hugues, mein letzter Chemiekurs war vor zehn Jahren und ich hatte nie etwas mit Cabrodin-Abbau zu tun. Ehrlich gesagt lerne ich nur dann etwas über Elemente und Mineralien, wenn sie mit meiner Arbeit zusammenhängen.«
    »Nun, Cabrodin kann man für vieles verwenden, und es ist möglich , dass die Explosion eine chemische Reaktion auslöste, wodurch es entstand, aber …«
    Als Hugues Pause länger als fünf Sekunden anzudauern drohte, drängte Rebecca: »Aber was?«
    »Es ist ebenfalls ein häufiger Bestandteil von Sprengstoffen.«
    Hruok schluckte. »Also ziehen wir jetzt wieder Sabotage in Betracht.«
    »Vielleicht.« Rebecca betätigte das Komm-Gerät und verfluchte Yevgeny dafür, dass er sich in dieser verdammten Raffinerie aufgehalten hatte. »Jir, haben Sie Torvis-Urzon schon erreicht?«
    »Shroya versucht ihn gerade ausfindig zu machen.«
    Rebecca führte im Kopf ein paar schnelle Berechnungen durch.
    Erst jetzt wurde ihr klar, dass es in Bre'el IVs Hauptstadt später Abend war. Torvis-Urzon war bekannt dafür, dass man ihn nach Geschäftsschluss nur sehr schwer erreichte.
    »Okay, halten Sie mich auf dem Laufenden.«
    Als sie die Überreste der Raffinerie betrachtete, aus denen noch zwei weitere Leichen geborgen wurden – einschließlich der Yevgenys –, dachte Rebecca: So hatte ich mir meinen ersten Auftrag als Projektleiterin nicht vorgestellt.

    Ein Brief an Professor Sonek Pran an der
    McKay Universität, Endurance, Mars, gesendet von Chief Rupi Yee von der U.S.S. Sugihara
    An meinen geliebten Ehemann:
    Zuerst einmal, alles Gute zum Geburtstag! Es tut mir leid, dass ich nicht bei dir sein kann, um mit dir zu feiern. Ich schätze, wir könnten den Borg die Schuld dafür geben. Ich denke, wir haben mittlerweile einen Punkt erreicht, an dem wir ihnen für alles die Schuld geben. Regenwetter! Die Borg. Die Suppe aus dem Replikator ist wässrig? Die Borg. Haare, die sich nicht richtig frisieren lassen wollen? Die Borg.
    Für uns beginnt jetzt bereits die dritte Woche auf Ardana. Tatsächlich habe ich gerade einmal Zeit zum Durchatmen, da wir das planetare Transportersystem endlich wieder zum Laufen gebracht haben. Die Zenit-Minen sind auch wieder in Betrieb. Wir haben sie endlich alle ausgehoben – aber darum hat sich zum Glück jemand anderes gekümmert. Ich selbst musste den Wiederaufbau des gesamten Transportersystems des Planeten überwachen. Das war ziemlich schwierig, da Ardana ein eigenes System hat, das sich völlig von dem der restlichen Föderation unterscheidet. Es dazu zu bringen, mit unserem zu kooperieren, erwies sich als eine ganz schöne Herausforderung, besonders da viele Computerdaten auf Ardana während des Borg-Angriffs irreparabel beschädigt wurden. Und bevor du fragst, ob sie physische Datensicherungen vorgenommen haben – die wurden alle einge-
    äschert.
    Doch es hätte schlimmer sein können. Sie bauen hier unten eine Statue in Form des romulanischen Schiffes Verithrax, das den Borg-Kubus – und sich selbst – in die Luft jagte, bevor er den ganzen Planeten auslöschen konnte. Überall auf dem Planeten gibt es Flüchtlingslager und sie alle nennen sich »die Verithrax-Siedlung«. Es treibt die arme Captain Demitrijian in den Wahnsinn, da sie nie weiß, von welcher Siedlung gerade die Rede ist.
    Doch wirklich beeindruckend sind die Ardananer. Sie hatten eine Stadt, die in den Wolken schwebte. Sie stürzte vor etwa vier Jahren ab und bildete damit den Mittelpunkt großer ziviler Unruhen. Wir kamen letztes Jahr hier vorbei, um ihnen wegen einiger Ernteausfälle zu helfen. Damals dachte ich wirklich, dass die eine Hälfte der Bevölkerung die andere umbringen würde. Doch jetzt? Jeder liebt jeden – und dank der Verithrax lieben alle die Romulaner. Etwa zwanzig Prozent der Ardananer tragen ihr Haar in diesem albernen Pottschnitt, der beim romulanischen Militär üblich ist.
    Jedenfalls

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