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Sherlock Holmes - Der Hund von Baskerville

Sherlock Holmes - Der Hund von Baskerville

Titel: Sherlock Holmes - Der Hund von Baskerville
Autoren: Sir Arthur Conan Doyle
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schon einen Weg aus den Schwierigkeiten
    herausgefunden.
    Und nun, mein lieber Watson, haben wir mehrere Wochen harter Arbeit hinter uns, und für einen Abend, meine ich, sollten wir unsere Gedanken freundlicheren Themen zuwenden. Ich habe Logenplätze für >Die Hugenotten<. Haben Sie De Reszkes schon gehört? Darf ich Sie bitten, in einer halben Stunde fertig zu sein, damit wir vorher bei Marcini noch eine Kleinigkeit essen können?«

Nachwort
    Nicht immer hat es Kriminal- und Detektivgeschichten gegeben. Diese Tatsache mag für den heutigen Leser erstaunlich sein, der sich diese Gattung aus der Literatur nicht mehr wegdenken kann, doch die Geschichte des Detektiv-Romans ist kurz und beginnt eigentlich erst richtig mit Conan Doyle. Zwar hat es, bevor er seinen Sherlock Holmes schuf und ihn zusammen mit seinem Freund, Dr. Watson, in der Baker Street einmietete, schon einige Ansätze zu Kriminalromanen gegeben. »Moonstone« von Wilkie Collins und die Kurzgeschichten von Edgar Allen Poe gehören dazu.
    Die »Erfindung« des Detektivromans hängt mit dem Aufkommen einer neuen Kunstgattung zusammen,
    der Kurzgeschichte. Und das hängt wiederum damit zusammen, daß im vergangenen Jahrhundert das
    Zeitungswesen in England einen immer breiteren Raum einnahm, das an dieser Art von Geschichten
    interessiert war. Die meisten der Detektivgeschichten erschienen zunächst als »Fortsetzungsroman« in Zeitungen und wurden erst später gesammelt in Buchform veröffentlicht.
    Sir Arthur Conan Doyle lebte von 1859-1930. Er studierte Medizin in Edinburgh und ließ sich als Augenarzt in Southsea nieder. Da er als Arzt wenig zu tun hatte und oft vergeblich auf Patienten wartete, schrieb er Geschichten. So entstand Sherlock Holmes. Die Figur ist einem Professor in Edinburgh nachgezeichnet, der groß und hager war und großen Wert auf eine intelligente, deduktive Methode legte, um Krankheiten zu diagnostizieren. Sherlock Holmes geht im Aufspüren von Verbrechen so systematisch und logisch vor, wie es der Arzt bei der Diagnose einer Krankheit auch zu tun pflegt. Der Gedanke dabei ist: wie der Arzt im Körper eines Patienten die Krankheit aufspürt, lokalisiert und analysiert, um dann sie hoffentlich auch heilen zu können, so soll der Detektiv die Krankheit am Körper der Gesellschaft durch Deduktion bloßlegen. Die ersten Detektiv-Romane wollen nicht nur unterhalten, sondern an der
    bestehenden gesellschaftlichen Ordnung auch Kritik üben. Abgese-hen davon, daß diese
    Detektivgeschichten brillant geschrieben sind, macht die leise gesellschaftliche Kritik einen Teil ihres Charmes aus. Conan Doyle spielt auf wirkliche Ereignisse des Tagesgeschehens an.
    Nun, diese viktorianische Gesellschaft, deren Schwächen auf subtile Art aufs Korn genommen werden, gibt es nicht mehr. »Der Hund von Baskerville« jedoch lebt weiter und ist wohl die berühmteste der Sherlock-Holmes-Geschichten. Unzählige Male verfilmt, in viele Sprachen übersetzt, gelingt es ihm immer wieder, seine Leser neu zu packen und in seinen Bann zu schlagen.
    Reizvoll an der Geschichte sind die Elemente der »Gothic novel«, des Schauerromans: das düstere Moor, das unheimliche Schloß, die alte Sage, der Aberglaube, die teuflischen Machenschaften, die hier mit dem Licht der reinen Vernunft ausgeleuchtet werden. Aller Spuk findet am Ende seine natürliche, rationale Erklärung.
    »Der Hund von Baskerville« war von Anfang an ein Erfolg. Als er 1902 zum erstenmal erschien, gab es nach Augenzeugenberichten lange Schlangen an den Zeitungskiosken und Buchverkaufsständen. Als der
    »Hund«, der etwa in der Mitte von Doyles Detektivroman-Werk steht, erschien, war der Detektiv quasi vom Tode erstanden. Denn der Held war dem Autor zu groß geworden, und so ließ er ihn sterben, um die Sache auf gute Art zu beenden. Doyle hatte jedoch die Rechnung ohne seine Leserschaft gemacht, die so um ihren Helden trauerte, daß Sherlock Holmes weiterzuleben hatte. Und er lebt heute, 80 Jahre nach Erscheinen der ersten Ausgabe, immer noch und bereitet seinen Lesern spannende Stunden.
    Conan Doyle hat vier längere Geschichten geschrieben und über 50 Kurzgeschichten, die alle gleich bei ihrem Erscheinen ein Erfolg waren und es bis zum heutigen Tag geblieben sind. Denn wer an klassische Detektivgeschichten denkt, denkt an Sherlock Homes.
    Christa Boeckel

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