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kommen groß raus

kommen groß raus

Titel: kommen groß raus
Autoren: Enid Blyton
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allzu weit kommen“, meinte Hanni.
    Die Schottin sah sie feindselig an. „Ich will in Lindenhof auch gar nicht weit kommen“, antwortete sie patzig. „Im Gegenteil: Ich will so weit wie möglich von Lindenhof wegkommen!“
    Die anderen Mädchen hatten auf Hanni gewartet. Sie waren fassungslos über Majas Wutausbruch.
    „Lass sie doch gehen, Hanni“, sagte Marianne und legte Hanni eine Hand auf die Schulter.
    Nanni, die ein sanfteres Gemüt hatte, trat hinzu. „Maja, Frau Theobald hat gesagt, dass sie mit uns allen im Aufenthaltsraum sprechen möchte“, sagte sie ruhig und bestimmt. „Wir können dich natürlich nicht zwingen mitzukommen. Aber wenn du dich weigerst, werden wir das Frau Theobald sagen müssen.“
    Maja zog ärgerlich die Stirn in Falten, schloss sich aber dann doch den anderen an.
    „Danke“, sagte Hanni zu ihrer Schwester. „Das hast du fabelhaft gemacht.“
    „Jetzt lass uns gehen“, meinte Nanni, „ich will endlich unseren Gemeinschaftsraum sehen.“
    „Sehr hübsch“, stellte Elli fest, als sie eintraten. „Riecht aber ein bisschen nach frischer Farbe.“
    Der Raum war in einem warmen Apricot gestrichen worden. In der Mitte stand ein großer, rechteckiger Tisch mit Stühlen. An der Seite befanden sich einige bequeme Sessel.
    „Ich muss sagen, ich fand es in den unteren Klassen schon immer schön, dass wir einen gemeinsamen Aufenthaltsraum hatten“, sagte Doris. „Es ist zwar angenehm, wenn man eigene Studierzimmer bekommt, aber ich finde es schöner, wenn alle zusammen sind!“
    „Jetzt haben wir von beidem die Vorteile“, meinte Petra und sah sich um. „Toll! Da stehen sogar ein CD- Player und ein Radio.“
    Da trat Frau Theobald ein. „Guten Abend, Mädchen“, sagte sie mit ihrem verbindlichen Lächeln. „Bitte nehmt Platz.“
    Die Klasse setzte sich, und Frau Theobald sagte: „Es ist schön, euch alle zu sehen - die, die von der ersten Klasse an hier waren, genauso wie die neuen Gesichter.“ Sie lächelte Fizz und Maja zu, wobei Letztere zwar ihrem Blick begegnete, das Lächeln aber nicht erwiderte. „Zuerst einmal aber habe ich das Vergnügen, die Wahl der neuen ,Sport leitenden Schülerin’ bekannt zu geben. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber letzten Endes haben Frau Wilton und ich uns für Petra Hillmann entschieden.“
    Petra wurde knallrot, während ihre Mitschülerinnen ihr lautstark gratulierten.
    „Bobby und Jenny werden Petra in diesem Amt vertreten“, fuhr die Direktorin fort. „Ich bin sicher, dass ihr drei gut zusammenarbeiten werdet.“
    Bobby und Jenny tauschten begeisterte Blicke. Beide spielten für ihr Leben gern Mannschaftsspiele und verstanden sich mit Petra sehr gut.
    „Und nun zum wichtigsten Punkt dieses Abends“, sagte Frau Theobald. „Ihr wisst, dass Lindenhof in den letzten Jahren zunehmend gewachsen ist. In diesem Schuljahr haben wir in den beiden unteren Klassen so viele Schülerinnen wie noch nie. Leider können die Lehrerinnen für die Sorgen und Nöte der Mädchen bei weitem nicht so viel Zeit aufwenden, wie sie es gerne täten. Deshalb möchte ich euch bitten, hier in diesem Raum ein wöchentliches Treffen abzuhalten. Die Mädchen aus den unteren Klassen sollen mit ihren Problemen zu euch kommen und sie mit euch besprechen können. Ihr seid nahezu alle verantwortungsbewusste und vernünftige Mädchen. Und ich vertraue darauf, dass ihr in bester Absicht für die jüngeren Schülerinnen handeln werdet. Was Schwierigkeiten beim Lernen betrifft, müssen die Kleinen sich natürlich an ihre Lehrerinnen wenden. Angela und Mira, da ihr euch zur Zeit auf eure Nachprüfungen vorbereitet, werdet ihr fürs Erste nicht an diesen Sprechstunden teilnehmen. Außerdem halte ich es für gut, wenn ihr beiden bis zu euren Nachprüfungen eine Arbeitsgemeinschaft bildet.“
    Mira und Angela erstarrten vor Schreck. Die beiden kamen nicht allzu gut miteinander aus.
    „Ja, Frau Theobald“, stimmten beide ohne Begeisterung zu.
    „Mehr habe ich nicht zu sagen“, schloss Frau Theobald und erhob sich. „Ach, Carlotta, könnte ich dich bitte kurz in meinem Büro sprechen?“
    „Natürlich“, antwortete Carlotta höflich, obwohl sie ziemlich überrascht war. Worüber wollte die Direktorin wohl mit ihr sprechen? Sie folgte ihr aus dem Zimmer, und sobald die Tür geschlossen war, begannen die Mädchen aufgeregt zu schwatzen.
    Bereits ein paar Minuten später kehrte Carlotta zurück.
    „Komm mit“, sagte Nanni zu ihr. „Wir wollen

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