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kommen groß raus

kommen groß raus

Titel: kommen groß raus
Autoren: Enid Blyton
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und ich habe mich nicht mehr wohl gefühlt und wollte weg.“
    „Jetzt beeilt euch aber!“, rief Hanni. „Wir kommen sonst zu spät zum Frühstück.“ Sie warf Maja, die nun ebenfalls ihre Schulkleidung trug, einen kritischen Blick zu. „Denkst du an deine Haare?“, rief sie ihr zu.
    „Ich habe sie soeben gebürstet!“
    „Aber du weißt doch, dass du sie zum Unterricht zurückbinden sollst“, sagte Hanni.
    „Ich binde mir nie einen Zopf“, erwiderte Maja.
    Hanni kräuselte die Stirn. Frau Hartmann, ihre Klassenlehrerin, würde es keinesfalls schätzen, wenn sie mit offener Mähne zum Unterricht erschien.
    „Lass sie doch“, raunte Carlotta Hanni in diesem Moment zu. „Soll sie doch aus ihren Fehlern lernen!“
    „Du wirst auf deine alten Tage richtig weise“, meinte Hanni grinsend.
    Als die sechste Klasse nach und nach ihr neues Klassenzimmer betrat, entdeckte Bobby eine einsame, kleine Gestalt, die sich auf dem Flur herumdrückte. „Hallo, Dora“, sagte sie mit einem Lächeln. „Was machst du denn hier? Das ist doch das Klassenzimmer der Sechsten. Hast du dich etwa schon wieder verlaufen?“
    Dora Lacey nickte.
    „Also, am schnellsten kommst du jetzt zum Klassenzimmer der Ersten, wenn du den Flur zurückläufst. Dann gehst du durch die Seitentür und überquerst den Hof und läufst durch den naturwissenschaftlichen Trakt. Hast du das verstanden?“
    „Ich glaube schon“, lispelte Dora mit zweifelnder Miene.
    „Soll ich dich lieber hinbringen?“, bot Bobby freundlich an.
    „Nein, danke, ich werde es schon allein finden.“ Damit lief das Mädchen davon.
    Bobby sah ihr mit mitleidigem Grinsen nach und betrat das Klassenzimmer der Sechsten. Sie legte ihre Bücher auf ihr Pult, dann blickte sie aus dem Fenster, und ihre Augen weiteten sich.
    „Das ist ja unglaublich!“, rief sie. „So etwas habe ich noch nie gesehen!“
    „Was denn?“, fragten die anderen überrascht.
    „Die kleine Dora aus der Ersten. Ich habe ihr erst vor ein paar Sekunden draußen auf dem Flur den Weg zu ihrem Klassenzimmer erklärt. Und jetzt läuft sie schon über den Schulhof. Um das in dieser Zeit zu schaffen, muss sie geflitzt sein wie ein D-Zug.“
    „Dann werde ich sie mir beim nächsten Handballtraining mal genauer ansehen“, meinte Petra. „Wenn sie so schnell ist, hat sie gute Chancen.“
    In diesem Moment hörten die Mädchen energische Schritte auf dem Flur und verstummten. Gleich darauf trat Frau Hartmann ein.
    „Guten Morgen, Mädchen.“ Sie lächelte in die Runde. „Bitte setzt euch. Jetzt wollen wir uns erst einmal miteinander bekannt machen. Also, einige von euch kenne ich schon ganz gut, andere weniger. Ich schlage vor, dass ihr jetzt eine nach der anderen aufsteht und euch vorstellt. Das macht es für mich und für die neuen Schülerinnen einfacher, euch alle kennen zu lernen. Wir werden dem Alphabet nach gehen.“ Die Lehrerin betrachtete die Liste in ihrer Hand. „Wir beginnen mit Phyllis Bentley.“
    Fizz war noch ganz gebannt davon, wie jung Frau Hartmann war. Sie starrte sie fasziniert an, rührte sich aber nicht und sagte kein Wort.
    „Fizz!“, zischte Claudine, die neben ihr saß. „Du bist dran.“
    „Oh, Entschuldigung, Frau Hartmann“, sagte Fizz. „Ich bin gar nicht daran gewöhnt, dass man mich Phyllis nennt. Die meisten Leute sagen Fizz zu mir.“
    Die Lehrerin lachte. Fizz’ offene und direkte Art gefiel ihr. „Dann nennen wir dich also Fizz“, sagte sie augenzwinkernd. „Die Nächste: Carlotta Braun“, fuhr sie dann fort.
    Carlotta erhob sich, verbeugte sich theatralisch und stellte sich vor.
    Das ging nun so eine ganze Weile weiter. Schließlich rief Frau Hartmann Maja Stuart auf.
    „Ich heiße Maja Stuart“, begann sie, „und ich werde auf keinen Fall ...“
    „Einen Moment“, unterbrach Frau Hartmann sie und blickte streng. „Maja, ich fürchte, du hast heute Morgen vergessen, deine Haare zurückzubinden.“
    „Ich trage meine Haare zu Hause immer offen, und ich .“
    „Du bist hier aber nicht zu Hause“, sagte die Lehrerin ruhig. „Bitte geh hinauf in den Schlafsaal und frisiere dich ordentlich.“
    „Ich will aber meine Haare nicht zurückbinden“, protestierte Maja.
    „Na gut“, sagte die Lehrerin. „In Rottstadt gibt es einen sehr guten Friseur. Und wenn du deine Haare zum Unterricht nicht zurückbinden willst, dann wirst du sie dir kurz schneiden lassen.“
    „Sie kurz schneiden lassen?“, wiederholte Maja fassungslos.
    „Ja, es würde dir

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