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Duocarns - Adam der Ägypter (Duocarns Erotic Fantasy & Gay Romance) (German Edition)

Duocarns - Adam der Ägypter (Duocarns Erotic Fantasy & Gay Romance) (German Edition)

Titel: Duocarns - Adam der Ägypter (Duocarns Erotic Fantasy & Gay Romance) (German Edition)
Autoren: Pat McCraw
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»Entschuldige, ich stehe heute etwas neben mir«, stammelte Ulquiorra. Er hatte ihn nicht, wie üblich, im Wohnzimmer des Hauses in Seafair abgesetzt, sondern vor dem Hauseingang.
    »Das ist nicht schlimm, Ulquiorra«, antwortete Meodern lächelnd.
    Er wollte noch etwas sagen, aber da war der Torwächter schon wieder verschwunden.
    Mit wem habe ich da eben gesprochen?, dachte er verwirrt. Er stand vor einem schlichten, hellen Haus. Abgetrennt durch eine schmale Uferstraße donnerten die Wellen des Ozeans und liefen schäumend an den Strand. Er blickte an sich hinab. Warum hatte er ein weißes Kleid an? Er zog das Kleidungsstück hoch. Darunter war er nackt. Nun ja, das würde wohl so seine Richtigkeit haben. Es war sommerlich warm, die geeignete Temperatur für ein luftiges Gewand.
    Guten Mutes lief er los und wanderte ziellos durch die Straßen. Wohin ging er überhaupt? Er schaute wieder an sich hinunter. Wer war er eigentlich? Ach, war das nicht gleichgültig? Wo war er? Er erreichte eine etwas belebtere Gegend. An einer Straßenkreuzung stand eine Glaskiste mit Zeitungen. »Vancouver Sun«, las er. Aha, er war offensichtlich in Vancouver. Schöne Stadt. Er grinste und ging weiter. Solange das Wetter gut war, machte es Spaß so herumzulaufen. Er sah zum Himmel. Der war strahlend blau. Na, wer sagt’s denn. Die Leute, denen er begegnete, schauten ihn ein bisschen seltsam an, einige lachten. Aber er lächelte zurück und gelegentlich grüßte er einen von ihnen freundlich. So, viele Straßen! Er würde Stunden, vielleicht Tage, brauchen, um sie sich anzusehen.
    Da standen etliche Leute vor einem Haus mit einer großen Glasfront. Warum warteten sie da? Es waren Männer – hübsche Männer. Er blieb stehen, um sie zu betrachten.
    Eine ältere, rothaarige Frau trat durch die Glastür und winkte ihm. »Hey, du da!«
    Er drehte sich um. Aber da war niemand. Sie meinte wohl wirklich ihn.
    »Komm mal bitte her!« Er ging zögernd näher.
    »Na, wenn das mal nichts ist«, sagte die Frau zu sich selbst und nahm ihn an die Hand.
    Sie führte ihn wenige graue Steinstufen hinauf, an den wartenden Männern vorbei, die ihn mit seltsamen Blicken anstarrten. Warum hatten sie auf einmal so ärgerliche Mienen?
    Er lief an der Hand der Frau durch einige lichtdurchflutete Räume voller Grünpflanzen. Er wollte gerne die Bilder der Menschen an den Wänden ansehen, aber sie zog ihn weiter.
    Sie stieß eine große Flügeltür auf. Auch der nächste Raum war hell und freundlich. In der Mitte thronte ein weißer Schreibtisch, an dem eine zierliche, dunkelhaarige Frau genervt den Kopf hob. Sie fühlte sich gestört, das sah er sofort. Er betrachtete interessiert das zu einem strengen Knoten gewundene Haar und die ärgerlich zusammengekniffenen Brauen.
    »Terzia! Jetzt sieh dir das an. Ich glaube, ich habe ihn gefunden!«
     

     
    Solutosan war mit dem Windschiff zum nördlichen Mond übergesetzt. Seine wenigen Habseligkeiten trug er in einem Dona-Sack auf dem Rücken. Nun stand er am Hafen und blickte auf die vor ihm liegende karge Steppe. Die Hose seines Karateanzugs flatterte. Der Wind wehte weiße Graspollen heran. Sie schwirrten kreisend durch die dürren Halme, verwirbelten sich vor seinen Füßen. Er würde nachsehen, wie es Maurus an seinem kleinen See ging, bevor er zu Arishar stieß. Beschwingt lief er los.
    Solutosan fühlte sich entspannt und ausgeglichen. Seine Zeit als Duocarns-Führer war vorbei. Er hatte Tervenarius zwar gesagt, dass er irgendwann wieder da wäre, wusste aber insgeheim, dass er die Leitung für immer abgegeben hatte. Über Äonen hatte er den Duocarns gedient – nun ließ er alles hinter sich. Die Ausbildung bei den kämpferischen Quinari würde für ihn garantiert nicht leicht werden, trotzdem freute er sich darauf.
    Er lief schneller, fühlte den lauwarmen Wind im Gesicht in dem kurzgeschorenen Haar. Wie seltsam – zum ersten Mal seit langem erschien ihm seine Zukunft wieder verheißungsvoll und vielversprechend.
    Der kleine, blaugrüne See lag in einer Senke. Die Windböen kräuselten sanft seine Oberfläche. Die Aquarianer lagerten am Ufer, einige schliefen. Ein friedliches Bild.
    Zwei der blauen Krieger sprangen alarmiert auf, als sie ihn erblickten, beruhigten sich allerdings sofort, als sie sahen, wer sich da ihrem Lager näherte. Sie schauten ihm interessiert entgegen. Ihr sonst zu kunstvollen Frisuren aufgetürmtes, dunkelblaues Haar trugen nun alle offen, bis zu den Lenden wallend. Maurus, der

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