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Breeds: Tabers Versuchung (German Edition)

Breeds: Tabers Versuchung (German Edition)

Titel: Breeds: Tabers Versuchung (German Edition)
Autoren: Lora Leigh
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Prolog
    Juni
    Sandy Hook, Kentucky
    »Roni, verdammt, in was für Schwierigkeiten hast du dich jetzt schon wieder gebracht?«
    Roni Andrews verkniff sich ihr Grinsen, als sie Tabers Stimme durch den Flur vor den Zellen im Bezirksgefängnis hallen hörte. Sie lehnte sich auf der unbequemen Pritsche zurück und versuchte, lässig auszusehen. Auf keinen Fall würde sie ihn merken lassen, wie sehr er sie einschüchtern konnte. Denn darin war er wirklich verdammt gut.
    Er war mehr als einen Meter neunzig groß und muskulös, und mit seinem oft wilden, unnahbaren Gesichtsausdruck konnte er ihr Herz vor Angst und Erregung schneller schlagen lassen. Mit der Angst konnte sie umgehen. Es war die Erregung, die ihr oft Probleme bereitete. Sie hatte sie zum ersten Mal gespürt, als sie gerade sechzehn geworden war. Und vor ein paar Monaten, nach ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag, war es schlimmer geworden. Es gab Nächte, in denen sie bei dem Gedanken an ihn brannte, und das machte ihr furchtbare Angst.
    Sie genoss das Gefühl des kalten Steins in ihrem Rücken, weil es die erdrückende Hitze um sie herum linderte. Ebenso wie die Hitze, die nun in ihrem Inneren aufstieg. Die Klimaanlage war in der Nacht ausgefallen, und in den Zellen war es stickig und heiß. Zum Glück hatte der alte Gefängniswärter Mort das Fenster geöffnet, anstatt sie leiden zu lassen.
    Das harte Klacken von Tabers Stiefeln auf dem Steinfußboden ließ sie zusammenzucken. So ging er nur, wenn er wütend war. Sie versuchte, eine Miene aufzusetzen, die amüsierte Langeweile ausdrückte. Er durfte auf keinen Fall herausfinden, dass sie richtig Schiss vor ihm hatte, wenn er wütend war.
    Nicht dass Taber ihr wehtun würde. Instinktiv wusste sie, dass er niemals Hand an sie legen würde. Aber er hatte so etwas an sich, wenn er wütend war. Etwas Primitives, Raubtierhaftes. Sie wollte diesen Mann einfach nicht zu oft wütend machen. Leider schien sie Schwierigkeiten magisch anzuziehen, und Taber musste ihr häufig auf die ein oder andere Art aus der Klemme helfen. Sie hatte Angst, dass er es eines Tages leid sein würde, ihr Ritter in der schimmernden Rüstung zu sein, und sie endgültig abschrieb.
    Innerhalb von Sekunden stand er an der Zellentür, mit seinem sonnengebräunten Gesicht, die Hände auf seine schlanken Hüften gestützt und die Stirn gerunzelt.
    Verdammt, sie wollte sich an ihm reiben wie eine Katze. Er war groß, hatte breite Schultern und eine muskulöse Brust, die in ein flaches Sixpack mündete, welches sie so gerne berühren wollte.
    Lange, kräftige Beine steckten in einer engen Jeans, und auf gar keinen Fall würde sie ihren Blick … oh, zur Hölle. Diese Beule zwischen seinen Beinen war zu gut, um wahr zu sein. Hastig richtete sie ihren Blick wieder auf sein Gesicht.
    Er hatte die Augen zusammengekniffen, und die jadegrüne Iris funkelten zornig. Sie schluckte. Er war ihr nicht besonders wohlgesonnene heute Morgen.
    »Ich habe gar nichts gemacht«, fuhr sie ihn an und nutzte den Aufruhr der Gefühle, den er in ihr weckte, um ihre Wut zu befeuern. »Ich habe nur dagestanden, Taber. Ehrlich. Der Sheriff ist verrückt geworden.«
    Sie kämpfte gegen ein Lächeln an. Natürlich wusste er, dass sie log. Er wusste es immer, wenn sie nicht die Wahrheit sagte.
    »Ich sollte dich hier drin verrotten lassen.« Sie liebte dieses Knurren in seiner Stimme, wenn er wütend war. Sie wurde dann leiser und vibrierte … wie die einer Katze. Sie mochte Katzen sehr.
    Sie verdrehte die Augen, obwohl ihr Unterleib sich zusammenzog. Sie konnte förmlich spüren, wie ihre Brüste größer wurden und ihre Nippel sich bei dem Klang seiner Stimme aufrichteten, und sie wusste, dass ihm diese Reaktion nicht entging.
    Sofort wurde sein Gesicht ausdruckslos. Keine Wut, kein Zorn. Wie ein verdammter Roboter. Seine Züge schienen zu erstarren, kalt zu werden, und sie zitterte bei dem Anblick. Sie hasste es, wenn er das tat, hasste es, wenn er seine Reaktionen vor ihr verbarg.
    »Holst du mich jetzt hier raus oder was?«, herrschte sie ihn an, verletzt von seinem Rückzug. »Es ist verdammt heiß hier drin, Taber, und es wird immer heißer.« In mehr als einer Hinsicht.
    Er seufzte und schüttelte den Kopf, als hätte er nichts anderes von ihr erwartet, als dass sie sich schon so früh am Morgen in Schwierigkeiten brachte. Zumindest war es nicht dieser ausdruckslose Ich-kenne-dich-nicht-Blick, den sie so hasste.
    »Ich sollte dir den Hintern versohlen.« Er trat

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