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Antiheld - Thriller (German Edition)

Antiheld - Thriller (German Edition)

Titel: Antiheld - Thriller (German Edition)
Autoren: Stacie McQueen
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A N T I H E L D
     
Roman
     
     
     
     
     
     
     
     
    Copyright © 2012 by Stacie McQueen
    Covergestaltung: Stacie McQueen
    Motiv: sirius-sdz
    www.sirius-sdz.deviantart.com
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung, egal in welcher Form, wird straf- und zivilrechtlich verfolgt.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Für all meine Helden.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    L I C H T
     
     
     
     
    1
     
    Christian Ellroy
     
     
     
     
    Christian Ellroy wachte diesen Morgen aus einem Albtraum auf. Nicht einem dieser Albträume, aus denen man aus einem Fenster stürzt oder man von einem schwarzen Mann gejagt wird. Nein, einem Albtraum in dem man selbst nicht der Geschädigte ist, sondern in dem Menschen, die man liebt zu leiden haben und man selbst nur, einer Ohnmacht gleich, zusehen kann.
    Während er sich die mit Schweiß benetzte Stirn trocken rieb, kamen ihm allmählich wieder die Bilder in den Sinn. Er kam ge rade von der Arbeit. Es musste so gewesen sein, denn sah er sich selbst wie er seine Aktentasche auf den niedrigen Wohnzimmertisch legte. Mahagoniholz, aus dem auch der Rest des Mobiliars in ihrem Haus gefertigt wurde. Das alles war Rachel zu verdanken. Sie arbeitete als Innendesignerin. Sie war also durchaus in der Lage ein zweistöckiges Haus mit vier Zimmern sowie Küche und zwei Bädern geschmackvoll einzurichten, auch wenn Christian die Einrichtung alles andere als behagte.
    Alle Räume waren ausschließlich in verschiedenen Erdtönen gehalten. Ab und an mischte sich auch grau und weiß dazwi schen, doch änderte dies nichts an der biederen wie auch eisigen Atmosphäre. Womöglich lag darin auch der Grund, weshalb Christian das Zimmer seiner kleinen Tochter Ruby zum Aufent halt bevorzugte. Das Himmelbett, der mit Rosen bemalte Kleider schrank, der flauschige Teppich, die Hello-Kitty-Lampe, die stets brennen musste und der rosafarbene Frisiertisch strömte so viel Unschuld und Wärme aus, das einem bei dem bloßen Anblick das Herz erwärmte. Wenn man dann noch die Bewohnerin dieses kleinen Reiches betrachten durfte, war das Bild perfekt. Ruby, die mit ihren großen Kulleraugen, den langen Wimpern und dem wallenden Haar wie eines ihrer eigenen Püppchen wirkte. Nur, dass aus ihr die pure Lebensfreude strömte. Ihr Lachen war schö ner als jede Melodie es je sein könnte.
    Christian wollte es hören. Genau dieses Lachen, dass ihm stets die Freude zurück brachte, wenn es auf der Arbeit mal wieder etwas stressiger zuging. Mit diesem Anliegen stieg er die Treppe hinauf und da roch er es bereits. Dieser bleierne Geruch, der sich durch den gesamten Flur zog. Christian erkannte ihn sofort. Es roch nach Tod!
    Statt weiter gemächlich die Stufen hinauf zu schreiten, rannte er so schnell es ihm seine erschöpften Glieder erlaubten die Treppe hinauf, rechts herum, zur weiß lackierten Tür Rubys. Ein Na mensschild prangte an diesem, wo unter dem Namen zum Eintritt gebeten wurde.
    »Ruby!?« Aus seinem Hals bekam Christian nur noch ein belegtes Krächzen hinaus. »Liebling, bitte antworte mir!« Doch anstatt der süßen Kinderstimme herrschte eine bedrückende Stille, die den bevorstehenden Schrecken bloß hinauszögerte.
    Christian sog die Luft ein, als ob es die letzte wäre, die ihn noch am Leben hielt. Erst dann umfasste seine Hand den Türknauf und drehte diesen um.
    Das erste was ihm auffiel, war die Hello-Kitty-Lampe, die wie immer ordnungsgemäß in der Steckdose ihr fahles Licht spendete. Ansonsten gab es keine Lichtquellen, die den Raum beleuchteten und das obwohl die Vorhänge noch nicht mal zugezogen waren. Sonst gelangte wenigstens der Schein der Straßenlaternen durch die Fensterscheiben, doch schien es nun, als ob Ziegelmauern da vor gebaut wären. Bloß das Hello-Kitty-Lämpchen leuchtete das Massaker aus, das sich vor Christians Augen bot. Der Zuckerwat terosafarbene Traum, gesprenkelt mit schwarzen Abdrücken und Pfützen, die sich bei näherer Betrachtung, als Blut heraus stellten. So viel Blut, dass Christian zweifelte, ob ein einziger Mensch überhaupt so viel in sich tragen konnte.
    Vor allem, wenn es sich bei dem Menschen um ein sechsjähriges Mädchen handelte.
    Sein Schrei erstickte, blieb irgendwo in der Kehle stecken, raubte ihm den Atem und ließ ihn auf die Knie fallen. Er sah die vielen kleinen Hand- und

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