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Vom Kämpfen und vom Schreiben

Vom Kämpfen und vom Schreiben

Titel: Vom Kämpfen und vom Schreiben
Autoren: Carla Berling
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Das ganze bunte Schriftstellerleben mit seinen Quälereien und Glücksmomenten will ich weiterleben.
    Ich werde weiter kämpfen: um jede Idee, um jedes Wort, jeden Satz, jedes Kapitel, jedes Manuskript und um jeden Leser. Das ist der Job. Das ist der Traum, den ich immer hatte: schreiben dürfen. Er hat sich erfüllt.
    Ich werde manchmal in Saus und Braus leben und meistens von der Hand in den Mund. Na und? Der Satz von vor siebzehn Jahren gilt heute wie damals: Mehr als zwei Brötchen krieg ich zum Frühstück sowieso nicht runter. Deswegen kann ich kein verbindliches »ENDE« unter diese Kapitel schreiben, Sie verstehen das sicher.
    Aber eins will ich Ihnen mit auf den Weg geben, nämlich diesen Satz, den Hardy mir auf meinen Weg mitgab: Verlieren Sie nie, niemals und unter keinen Umständen Ihre Träume!
    Carla Berling
    Köln, November 2012

Anhang
Ratschläge? Nein. Ein paar praktische Tipps.
    Nein, ich maße mir nicht an, Ihnen Ratschläge zum Schreiben zu geben, das kann ich nicht und ich will es auch nicht. Sie finden im Internet unzählige informative Seiten, wenn Sie das richtige Stichwort eingeben. Da geht es um Formate, um Prämissen, Plots und Spannungsbögen, Konzepte, Exposés, Agenten und Verlage – alles wichtige Themen, über die man sich informieren kann.
    Natürlich habe ich etliche Schreibratgeber gelesen und mich am Ende oft gefragt, warum die Autoren dieser Bücher keine Bestseller geschrieben haben, wenn sie doch so tolle Ratschläge geben können und wissen, wie es geht. Die Antwort ist: Es gibt keine Patentlösung. Jeder schreibt auf seine Weise, mancher braucht ein Konzept, mancher braucht keins. Mancher schreibt zu bestimmten Zeiten, immer an einem bestimmten Platz, nach einem bestimmten Ritual. Andere schreiben überall. Na und?
    Es gibt kein Baukastensystem für das Gelingen eines Buches – und wenn ich es kennen würde, behielte ich es ganz bestimmt für mich. Vielleicht können Sie aber aus den Fehlern, die ich gemacht habe, lernen. In fast jedem Kapitel dieses Buches kommt einer vor.
    Was ich damals dringend gesucht habe, waren Autorengruppen, Workshops, Gleichgesinnte. Im Internet gibt es gute Adressen. Ich kenne nicht alle, aber ich habe einige ausprobiert. Die folgenden Seiten haben mir geholfen und ich kann sie empfehlen.
    •  Das Montségur Autorenforum ist ein kostenloses Forum, in dem man auch mitlesen kann, wenn man kein Mitglied ist. Im öffentlichen Bereich gibt es unter anderem Links zu den Themen Verlagssuche und Agenturen, Vertrag und Rechte, über das Handwerk des Schreibens und vieles mehr. ( http://autorenforum.montsegur.de )
    •  Das Literaturcafé ist ein topaktueller literarischer Treffpunkt im Internet: modern, unterhaltsam und wirklich informativ. ( www.literaturcafe.de )
    •  Der Uschtrin-Verlag bietet unter anderem einen guten Newsletter an, der zum Beispiel über Ausschreibungen, Preise und Wettbewerbe informiert. Im Uschtrin-Verlag erscheint auch die Autorenzeitschrift Federwelt, die ich gern lese, weil sie sachlich und kompetent informiert. Die Printausgabe erscheint zweimonatlich und wird europaweit versandt. Ein Jahresabonnement (6 Ausgaben) kostet derzeit 33 Euro inkl. Versandkosten (Inland). ( www.uschtrin.de )
    Zum Thema DKZV: Es gibt unzählige Druckkostenzuschussverlage. Ob man für die Veröffentlichung seines Werkes bezahlen will, muss letztlich jeder selber wissen, aber man sollte es nicht uniformiert tun. Es gibt ein Aktionsbündnis für faire Verlage, in dem sich 59 Autorenverbände und Literaturinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen haben. Sie machen mit dem »Aktionsbündnis Faire Verlage« sehr deutlich auf Missstände im Verlagswesen aufmerksam, die »einseitig zu Lasten der Autoren gehen« ( www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/ ). Ich rate dringend, sich diese Seiten anzuschauen. Auch im Autorenmagazin von Manfred Plinke sind wichtige Links und Tipps zu finden.
    Noch etwas Praktisches: Es gibt Normseiten für Manuskripte. Diese Normseiten erleichtern den Lektoren die Arbeit, lassen Platz für Anmerkungen und Notizen und geben auf den ersten Blick die Möglichkeit, den Umfang des Werkes richtig einzuschätzen.
    Eine Seite soll 30 Zeilen à 60 Anschläge haben, das sind ungefähr insgesamt 1.800 Zeichen pro Seite inklusive Leerzeichen. Der Zeilenabstand sollte 1,5 betragen. Manche Verlage verlangen als Schrifttyp Arial, aber die meisten wollen Courier in der Schriftgröße: 12 p. Die

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