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Spock läuft Amok

Spock läuft Amok

Titel: Spock läuft Amok
Autoren: James Blish
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TERRA ASTRA
    SCIENCE FICTION ROMANE
    aus der Perry-Rhodan-Redaktion
    Spock läuft Amok
    von JAMES BLISH

    INHALT
    Das Unglückskind von D. C. Fontana
    Spock läuft Amok von Theodore Sturgeon
    Der Enterprise-Zwischenfall von D. C. Fontana 
    Ein Stück vom Kuchen von David P. Harmon und Gene L. Coon 

    DAS UNGLÜCKSKIND
    Selbst wenn es Kirk noch nicht bekannt gewesen wäre, daß Teer Alkaar oberster Häuptling der zehn Stämme auf dem Planeten Ceres war, von dem Augenblick an, als er, Spock und McCoy vor dem Lager materialisierten, war es ihnen klar, daß die Alkaars wichtige Persönlichkeiten darstellten.
    Vor jedem der Zelte, die am Rand des Buschgebiets standen, war ein Pfahl mit dem Familienbanner aufgepflanzt, und über allen wehte eine Flagge mit dem Stammesemblem Alkaars, einem Schwarm abstrakter Vögel.
    Ein paar Stammesangehörige, Männer und Frauen, in schreiend bunt gemusterten Roben im Burnusstil, starrten die drei Männer der Enterprise verblüfft an, als sie plötzlich aus dem Nichts mitten unter ihnen auftauchten, und zogen sich dann schleunigst in ihre Zelte zurück, als ein Mann aus dem größten der Unterkünfte ins Freie trat.
    Er trug einen einfarbig schwarzen Burnus mit dem Vogelemblem auf der linken Schulter. Er schien Mitte Vierzig zu sein, war überaus hager und wirkte zäh wie eine Lederpeitsche. Er blickte Kirk gerade in die Augen, schlug sich mit der rechten Faust auf das Herz und streckte dann die offene Hand, mit der Fläche nach oben, von sich.
    Die Geste bedeutete: Mein Herz und alles, was ich besitze, sind dir geöffnet.
    „Ich bin Maab, vom Haus der Alkaar“, sagte er. „Unsere Zelte sind geehrt durch Ihren Besuch.“
    „Wir sind geehrt“, sagte Kirk. Er dachte rasch nach, dann verneigte er sich leicht, beide Hände mit nach oben gerichteten Handflächen ausgestreckt, die er dann an seine Brust zog.
    Wir nehmen Ihre Gastfreundschaft von ganzem Herzen an, wollte er andeuten.
    Vielleicht war es nicht die richtige Antwort; aber sie schien den Leuten zu genügen.
    „Der oberste Häuptling erwartet Sie“, sagte Maab, deutete auf das große Zelt und führte sie hinein.
    Die Bevölkerung von Ceres stand der Föderation seit langem freundlich gegenüber.
    Aber in letzter Zeit war dem Star-Flotten-Kommando die Anwesenheit von Raumschiffen des Klingon-Imperiums in diesem Sektor gemeldet worden, und obwohl die Förderation und das Imperium offiziell in Frieden lebten, war es in den, vergangenen Monaten zu einer ständig zunehmenden Zahl von Zwischenfällen gekommen. Es war von äußerster Wichtigkeit, daß diese Mission auf dem Planeten Ceres nicht auch mit einem unliebsamen Zwischenfall endete.
    Zwei Männer und eine Frau befanden sich im Zelt; doch Maabs tiefe Verneigung und seine respektvolle Haltung machten den Eintretenden sofort klar, welcher der beiden Männer Teer Alkaar war: ein hochgewachsener, breitschultriger Mann Ende Fünf zig, in einer weißen Robe mit schwarzem Vogelemblem. Man tauschte- die formellen Begrüßungsgesten aus und setzte sich. Maab, stellte sich bei der Vorstellung heraus, war Alkaars Bruder. Der dritte Mann, der knapp zwanzig Jahre alt sein mochte, war Raal, der Sohn Teer Alkaars, und die junge Frau, die sehr hübsch aussah, seine Ehefrau Eleen. „Meine zweite Frau und eine Ehre für mein Haus“, stellte Teer Alkaar sie vor. Als sie mit Raals Hilfe aufstand, bemerkte Kirk, daß sie hochschwanger war.
    „Kommen Sie“, sagte Alkaar und deutete auf einen niedrigen Tisch, „erzählen Sie mir von den Steinen, die Sie in den Bergen gefunden haben.“ Kirk winkte Spock, der mehrere rohe Steine und den vorbereiteten Vertrag auf den Tisch legte. Sie setzten sich um den Tisch. Die Frau und Raal verließen schweigend das Zelt. Es wurde dunkel draußen.
    „Eine geologische Untersuchung hat erwiesen“, sagte Kirk, daß es auf Ihrem Planeten reiche Vorkommen eines Minerals gibt, das Topalin genannt wird. Ich bin beauftragt, mit Ihnen über die Ausbeutungsrechte dieser Vorkommen zu verhandeln.“
    „Wir Leute von Ceres sind Hirten und Händler, Captain“, sagte Alkaar. „Wir verstehen nicht, wie ein unscheinbarer Stein irgendeinen Wert haben könnte.“
    „Sie stellen doch Ihre Waffen aus Eisen her, und Sie handeln mit Gold und Silber.“
    „Das Eisen ist unseren Waffenschmieden seit Jahrhunderten bekannt. Gold und Silber sind durch die Schiffe der Föderation bei uns eingeführt worden. Sie bedeuten uns jedoch sehr wenig. Dennoch, es sind edle und seltene

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