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Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Titel: Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders
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einem Vorwand nach den Gästen des Bürgermeisters bei dem Fernsehduell erkundigt hatte. Plangemäß war unter anderem Herrington genannt worden.
    Die Antwort lautete: »Plan steht, tun Sie es.«
    Les Bedell, der Meyer-Dunham überwachte, meldete sich. Wir hatten ihn informiert, dass Meyer-Dunham Owens abholen würde, Les aber nicht eingreifen solle, außer natürlich Owens würde fliehen. Les hatte uns mitgeteilt, dass der Verfolgte zu einem Ferienhaus in den Hamptons gefahren sei und dort jemanden in sein Auto gepackt und verdeckt habe. Ob es sich dabei um Owens handelte, konnte Les nicht erkennen, ging jedoch davon aus.
    Jetzt meldete er, dass Meyer-Dunham wieder in New York war und voraussichtlich in einer halben Stunde am verabredeten Ort eintreffen würde. Den Ort, eine private Tiefgarage auf der West 55th Street, kannten wir natürlich auch von Wilson.
    Von Zeery und Steve Dillaggio, die kürzlich die Überwachung von Lundgren übernommen hatten, gab es noch nichts Neues. Wir hatten also höchstens noch eine halbe Stunde Zeit, den Treffpunkt nahe dem Central Park zu erreichen, unsere Vorbereitungen dort zu treffen und uns zu verstecken.
    Phil machte sich auf den Weg, um die Einzelheiten mit allen Betroffenen durchzusprechen, während ich mich zu Windermeere begab. Da ich Herrington am ähnlichsten sah und meine Verwandlung daher am wenigsten Zeit brauchen würde, hatten wir entschieden, dass ich seine Rolle übernehmen würde.
    ***
    Fünfundzwanzig Minuten später trafen wir uns wieder. Ich war mit dem Jaguar gekommen, sobald ich fertig war, Phil war schon zuvor mit Bruce Letterman im Überwachungswagen hierhergefahren. Phil hatte auch die Einsatzleitung übernommen, da er von seiner Position im Wagen mehr Überblick hatte als ich vom Studio aus.
    Der Überwachungswagen war diesmal getarnt als ein Lieferwagen und fiel auch in dieser Gegend nicht auf. Wir versammelten uns dort für eine letzte Besprechung.
    »In 42 Minuten beginnt das Fernsehduell«, sagte Phil nach einem Blick auf die Uhr. »Jerry, du gehst gleich ins Studio an die Notausgangstür, die Wilson bewachen sollte. Die Pistole, die Wilson beziehungsweise Herrington benutzen wollte, ist noch da, wo er sie versteckt hat. Direkt nach der ersten Frage läufst du los, diesen Weg.«
    Auf einer vor uns ausgebreiteten Karte zeichnete er den Weg nach, den Wilson und seine Mitverschwörer als einzige Fluchtmöglichkeit ausgearbeitet hatten. Durch die Veränderungen, die Phil und ich mit Mr High besprochen hatten, wäre dieser Weg unbrauchbar geworden, doch wir hatten es so eingerichtet, dass ich nichtsdestotrotz ungehindert durchkommen würde.
    »Hier an der Ecke wartet Meyer-Dunham in seinem Wagen auf dich, einem mitternachtsblauen Mercedes. Du reichst ihm die Waffe rein und gehst zurück um diese Ecke. Sobald du außer Sicht bist, legst du die Verkleidung ab und kommst nach zum Treffpunkt«, fuhr Phil fort und wandte sich dann an Ben Browder und Michael Nawrath, die mit im Wagen saßen. »Ihr findet mit Bruce’ Hilfe heraus, welchen Radiosender Lundgren und Meyer-Dunham hören. Zur gleichen Zeit, wenn Jerry im Studio losläuft, schaltet ihr über die Sendeanlage von Bruce exklusiv für die beiden eine ›Sondersendung‹, die über den Mord am Präsidenten berichtet.«
    Ben, Michael und Bruce nickten.
    »Wir haben sie schon vorbereitet und brauchen sie im richtigen Moment nur noch abzuspielen«, warf Ben ein.
    »Gut«, bestätigte Phil. »Bleiben noch Steve, Zeery, Les, ich und etwas später Jerry, um uns um Lundgren, Meyer-Dunham und Owens zu kümmern. Wichtig ist das richtige Timing. Wenn wir zu früh eingreifen, wird Lundgren versuchen sich rauszureden, wenn wir zu spät sind, werden sie Owens umbringen. Wir müssen sie also so weit kommen lassen, dass der Mordversuch eindeutig ist, aber nicht erfolgreich ausgeführt wird. Michael, habt ihr das Auto gefunden?«
    »Ja«, antwortete der Angesprochene. »Es steht in der Garage, wie Wilson es gesagt hat. Wir haben es entsprechend behandelt, sodass es zwar noch startet und aus der Garage gefahren werden kann, aber nicht mehr hoch beschleunigt.«
    »Okay. Gibt es noch Fragen?«
    Alle schüttelten die Köpfe. »Gut, dann geht auf eure Positionen«, wies Phil an.
    Ich verließ den Überwachungswagen und ging zurück zum Jaguar.
    ***
    Am Studio angekommen, ging ich zum offiziellen Eingang, stellte mich als Donald Herrington vor, wurde durchleuchtet und abgetastet und dann zu einem Platz an der Rückseite des

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