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Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders

Titel: Jerry Cotton - 2910 - Im Fadenkreuz des Moerders
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unbemerkt einige Meter entfernen konnte. Von diesem anderen Punkt sollte ich dann direkt nach der ersten Frage mit einer Waffe, die ich heute Morgen, als ich das Gelände sondiert habe, zusammen mit einem Nachschlüssel für die Notausgangstür in einer Aushöhlung neben der Tür versteckt habe, den Präsidenten erschießen, zu meinem Platz zurückschleichen und sofort in Richtung des vermeintlichen Fluchtwegs von Owens laufen. Die Route ist genau geplant. An einer Stelle hätte ich die Waffe an einen Helfer abgegeben, der dafür zu sorgen hatte, dass sie mit Owens in dem gestohlenen Wagen landete. Später hätte ich dann eine Täterbeschreibung abgeliefert, die auf Owens passt. Da außerdem die Waffe zusammen mit seiner Leiche in dem Wrack gefunden würde, würde jeder davon ausgehen, dass er der Täter war.«
    »Schöner Plan«, sagte ich, ohne darauf einzugehen, dass er durch die Änderungen an den Sicherheitsvorkehrungen, die wir mit Mr High besprochen hatten, ohnehin vereitelt worden wäre. »Aber daraus wird ja nun wohl nichts. Gibt es einen Plan B?«
    »Nicht für dieses Mal. Wenn es nicht klappen sollte, müssten wir ganz von vorne anfangen, daher war es Lundgren so wichtig, die Sache durchzuziehen, obwohl die Behörden aufmerksam geworden waren.«
    Phil und ich wechselten einen Blick. Gefahr für den Präsidenten bestand also nicht mehr, daher konnten wir die Sache mit Wilson auch direkt zu Ende bringen. Phil stand auf und verließ kurz den Raum, um Mr High zu informieren, während ich Wilson nach weiteren Details fragte.
    Er gestand, Rod Miller als Spion ausgesucht zu haben, als wir Verdacht geschöpft hatten, woraufhin Herrington das Scharfschützengewehr, mit dem Laura Walters erschossen worden war, in Millers Wagen platziert hatte. Den Nachschlüssel, der dafür erforderlich gewesen war, hatte Wilson besorgt. Nachdem er mir auch noch gesagt hatte, wo Owens versteckt wurde und was er über die Mitglieder von TAWI wusste, kam Phil zurück und setzte sich wieder zu uns.
    »Wie und mit wem hast du kommuniziert, als du die Ergebnisse unserer Ermittlungen weitergegeben hast?«, wollte ich wissen.
    »Wie gesagt, in der Brille ist ein Sender eingebaut. Durch einen kleinen Kontakt konnte ich ein Signal senden, wenn es wichtige Besprechungen oder Informationen gab, sodass Lundgren wusste, wann er an den Empfänger gehen musste. Er hat dann alle weiteren Aktionen organisiert. Gehört habe ich ihn nicht, wenn wir etwas besprechen mussten, lief das über ein Prepaid-Handy, aber wir haben den Kontakt so gering wie möglich gehalten.«
    »Deswegen hast du dir ständig die Brille zurechtgerückt!«, sagte Phil. »Ich hatte mich schon gewundert.«
    »Kommen wir jetzt zur wichtigsten Frage, nämlich wie wir Lundgren überführen. Bisher scheint es, dass er zwar alles dirigiert hat, dabei jedoch sorgfältig darauf geachtet hat, dass ihm selbst nichts nachgewiesen werden kann«, kam ich auf den nächsten Punkt zu sprechen.
    Wilson wirkte wieder wütend. »Ja, er tönt groß, dass er nicht nur redet, sondern etwas unternimmt, aber achtet schön darauf, sich selbst nicht die Finger schmutzig zu machen. Und mich, der ich bei diesem Unternehmen am meisten riskiert habe, wollte er umbringen lassen, als er gemerkt hat, dass ich aufgeflogen bin! Dieses Schwein! Dafür wird er büßen!«
    »Dann können wir also bei seiner Überführung mit deiner Hilfe rechnen?«, stellte ich sicher.
    Wilson nickte. »Auf jeden Fall! Dieser Verräter kommt nicht ungeschoren davon!«
    »Gut«, sagte ich, und in meinem Kopf begann sich ein Plan zu formen.
    ***
    Phil und ich saßen in der Vernehmungszelle, in die Donald Herrington gebracht worden war. Der wiederum war leider nicht so kooperativ wie unser voriger Gesprächspartner.
    »Darauf müssen Sie nicht antworten«, sagte sein Anwalt wie fast jedes Mal zuvor, als Phil oder ich Herrington eine Frage stellte. Und Herrington schwieg.
    Nach einigen Minuten vertagten wir die Vernehmung. Mein Plan würde auch ohne die Mithilfe von Herrington durchführbar sein, denn das Wichtigste, was wir von Herrington brauchten, hatten wir – sein Handy, und zwar nicht das teure Smartphone, sondern das Prepaid-Handy.
    Zum einen enthielt es die SMS, die ihm ankündigte, dass Wilson käme, und wir hofften, dass es unseren Technikern gelingen würde, auch frühere, gelöschte SMS wieder sichtbar zu machen und somit die Mordaufträge an Wilson und Laura Walters zu finden. Und zum anderen war es unsere Verbindung zu

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