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1338 - Die Sechstageroboter

Titel: 1338 - Die Sechstageroboter
Autoren: Unbekannt
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Die Sechstageroboter
     
    Im Raknor-Nebel - In der Tabuzone der Kartanin
     
    von Ernst Vlcek
     
    Auf Terra NGZ, was dem Jahr 4033 alter Zeitrechnung entspricht. Somit sind seit den dramatischen Ereignissen, die zum Aufbruch der Vlronauten und zum Erscheinen der belden Sothos aus Estartu führten, mehr als 16 Jahre vergangen. Seither haben die Lehre des Permanenten Konflikts und der Kriegerkult in der Galaxis ihren Einzug gehalten. Dennoch hat Sotho Tyg lan den Widerstand der Galaktiker nicht brechen können.
    Auch im Reich der 12 Galaxien, wo dle Ewigen Krieger im Namen ESTARTUS seit Jahrtausenden regieren, lehnt man sich gegen ihre Herrschaft auf,und anläßlich der Spiele des Lebens auf dem Mond Ijarkor erfolgt von seiten der Netzgänger sogar ein entscheidender Schlag gegen die Machthaber.
    In der Milchstraße scheinen jedoch trotz Pelyfors Tod und der Neutralisierung der Flotte des Ewigen Kriegers die Pläne des Sothos aufzugehen. Denn die Geschenke der Hesperiden treiben unter den Blues ihr Unwesen.
    In M33, dem Herrschaftsbereich der Kartanin, geht es ebenfalls unruhig zu. Nikki Frickel wird seit dem Tag, da sie Dao-Lin-H'ay gefangennahm, erbarmungslos gejagt. Der Raknor-Nebel, eine Tabuzone, bietet Nikki die letzte Zuflucht. Dort herrschen DIE SECHSTAGE-ROBOTER...  
     
     
     
     
Die Hauptpersonen des Romans:
     
    Nikki Frickel - Chefin der PIG.
    Dao-Lin-H'ay - Die Kartanin erweckt eine schlafende Robotdynastie.
    Poerl Alcoun - Eine Paratensorin.
    Ikarus und Picasso - Zwei Roboter vom sechsten Tag.
    Golem , Leonardo und Zerberus - Roboter vom fünften, vierten und dritten Tag.
    1. SECHS
     
    Ich bin einer vom sechsten Tag.
    Das stelle ich einmal in den Raum. Auch wenn's niemand wissen will. Manchmal ist die Zeit auch für Selbstgespräche gut. Überhaupt, wenn gerade niemand da ist, mit dem man reden kann. Nicht, daß es überhaupt keine Gesprächspartner gäbe, aber es kommen nur selten welche vorbei. Fast alle schlafen die meiste Zeit über, nur ich bin immer wach - ich und ein paar andere.
    Also, ich bin ein Sechser. Sehr robust, aber kein solcher Koloß wie die meisten anderen Landarbeiter.
    Eher klein, sehr wendig, nur eben auch gediegen, widerstandsfähig, nicht unterzukriegen. Ein Spezialist mit sehr engem Wirkungsbereich und kleinem Horizont... das heißt, so wurde es mir vorbestimmt.
    Aber ich habe ein wenig manipuliert, weil ich mehr sein wollte.
    Ich habe nur ein kleines Sortiment von Werkzeugen, die ausschließlich für Gartenarbeit gedacht sind.
    Jawohl, ich bin Gärtner, sehe mich selbst aber als Landschaftskünstler. Ich gestalte die Landschaft, wenn es die Gegebenheiten erlauben.
    Dabei ist das gar nicht mein Metier. Ich bin nicht ausgesprochen schön, doch mein Aussehen kann als zweckentsprechend bezeichnet werden. Optisch gebe ich wirklich nicht viel her. Aber was zählen schon Äußerlichkeiten!
    Ich bin nach außen hin eben ein simpler Sechser.
    Ich tue, was ich tun muß, um mehr habe ich mich nicht zu kümmern. Aber ich tu's trotzdem, mich um mehr zu kümmern, meine ich. Ich bin nämlich neugierig.
    Das ist mein Problem. Das kommt daher, daß mein Aufgabengebiet begrenzt ist, ich sagte es schon. Ich habe eine einfache, sehr klar umrissene Tätigkeit zu verrichten. Tagein, tagaus. Wenn ich meine Runde beendet habe, beginne ich wieder von vorne.
    Heckenschneiden ist mein Leben, ich bin bestens dafür ausgerüstet. Aber das ist mir nicht genug.
    Nicht, daß ich mich hier über mein Schicksal beschweren wollte. Bei wem auch? Es gibt überhaupt keine Beschwerdestelle für unzufriedene Sechser, denn es gibt keine Unzufriedenheit.
    Es gibt auch keine Zufriedenheit. Ich bin schon eine Type! Quatsche einfach drauflos, wie es mir in den Sinn kommt. Das ist es ja gerade, was mich anders macht: daß mir so etwas überhaupt in den Sinn kommt. Ich bin anders als die meisten anderen. Aber ich bin nicht einzigartig. Es gibt nämlich etliche von meiner Sorte.
    Wenn wir einander begegnen, was leider viel zu selten geschieht, unterhalten wir uns über alles mögliche, nur nicht über unsere Aufgabenbereiche.
    Ja, ja, wir sind schon faule Brüder, aber nichtsdestotrotz emsig. Faul ist im Sinne von faulig, morbid gemeint...
    Ich denke, das sind die richtigen Synonyme. Muß schon um Entschuldigung bitten, mein Sprachschatz ist nicht sehr groß. Bin eben nur ein Sechser.
    Wie bereits erwähnt, wenn von uns Außenseitern einer den anderen trifft, dann quatschen wir ausgiebig miteinander. Manchmal

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