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09 - Befehl von oben

09 - Befehl von oben

Titel: 09 - Befehl von oben
Autoren: Tom Clancy
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schlage ich dem Senat Dr. Pierre Alexandre für den Posten des Surgeon General vor. Dr. Alexandre kam nach einer ausgezeichneten Karriere im U.S. Army Medical Corps an die Johns Hopkins University School of Medicine als außerordentlicher Professor für Infektionskrankheiten. Er hat mir während des EbolaAusbruchs sehr geholfen. Dr. Alexandre ist ein brillanter Kliniker und Forscher, der mehrere neue Programme einleiten und beaufsichtigen wird, insbesondere Grundlagenforschung zu seltenen Infektionskrankheiten, und er wird eine neue Bundesaufsichtskommission zur Koordination der AIDSForschung führen. Diese wird nicht bürokratisch sein«, sagte der Präsident, »davon gibt es genug. Die Idee dahinter ist, ein neues System aufzubauen, mit dem Ärzte und andere Forscher leichter Forschungsdaten austauschen können. Ich hoffe sehr, daß der Senat rasch seine Berufung bestätigt. Damit endet meine Eröffnungsmitteilung.« Jack zeigte auf eine Journalistin: »Ja, Helen?«
    »Mr. President, Ihre Anfangsbemerkungen zu China ...«
»Ich dachte, das hätte ich klargemacht. Wir haben private Besprechungen mit der Republik China geführt und sind zum Schluß gekommen, daß die Wiederherstellung voller diplomatischer Beziehungen im besten Interesse unserer beiden Länder liegt. Es ist nicht die Politik der Vereinigten Staaten, Länder mit in freier Wahl bestimmten Regierungen zu entmutigen. Die Republik China ist so ein Land und verdient unseren vollen Respekt und unsere Anerkennung.«
»Aber was wird die Volksrepublik China dazu sagen?«
»Das ist ihre Sache. Wir sind beide souveräne Staaten. Das ist Taiwan auch, und es wird Zeit, daß wir aufhören, etwas anderes vorzugeben.«
»Hat dies etwas mit dem Abschuß der Passagiermaschine zu tun?«
»Die Angelegenheit wird noch untersucht. Nächste Frage?«
»Mr. President, die neue provisorische Regierung Irans ersucht angeblich um die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen mit unserem Land. Werden wir uns mit dem Ersuchen befassen?«
»Ja, das werden wir sicherlich«, antwortete Jack. »Wenn es einen besseren Weg gibt, einen Feind in einen Freund zu verwandeln, als offene Diskussion und Handel, kenne ich ihn nicht. Sie sind sehr kooperativ gewesen, und wir haben dort noch ein Botschaftsgebäude, nur glaube ich, daß wir dort das Schloß auswechseln müssen.« Es gab Gelächter. »Ja, Tom, nebenbei, schön braun geworden. Willkommen daheim.«
»Danke, Mr. President. Zur Zerstörung des Labors für biologische Kriegsführung außerhalb Teherans. Die einzigen Journalisten, die reindurften, waren die beiden Russen, die deren Botschaft für den Zweck eingezogen hat. Wie können wir sicher ...«
»Tom, die russischen Experten, die bei der Neutralisierung der Einrichtung die Aufsicht führten, waren wirklich Experten. Wir haben Videos ihres Vorgehens von den Reportern, und sowohl ich als auch meine diesbezüglichen Berater sind damit völlig zufriedengestellt. Ed.«
»Mr. President, der Gefangenenaustausch ist jetzt vollzogen. Wie antworten wir auf die Kreditanfragen von Iran und Irak?«
»Die Minister Adler und Winston fliegen nächste Woche nach London, um dies mit Vertretern beider Regierungen zu besprechen.«
»Sir, Nachfrage: Heißt das Vorzugspreise für Ölimporte, und wenn, für wie lange?«
»Ed, das sind Verhandlungsthemen, aber ich schätze, die werden uns im Gegenzug etwas bieten für Kredite und Bürgschaften. Die genauen Details müssen noch ausgearbeitet werden, und wir haben zwei sehr gute Männer, die das für uns besorgen.«
»Was ist mit guten Frauen?« fragte eine Reporterin.
»Davon haben wir viele hier, Denise, Sie inklusive. Falls Sie's noch nicht wußten, Special Agent Andrea Price« - POTUS zeigte zur Tür - »hat einen Heiratsantrag angenommen. Es wird jedoch eine Mischehe, denn ihr Verlobter, Inspektor Patrick O'Day, ist Special Agent beim FBI. Ich wünsche beiden das Allerbeste, auch wenn's bedeutet, daß ich vielleicht eine neue Leibwache brauchen werde. Ja, Barry«, sagte er und zeigte zum älteren der CNN-Reporter.
»Also … die dicke Frage, die heute noch keiner gestellt hat, Mr. Presiden ...«
Ryan hielt die Hand hoch.
»Es gibt so vieles ... so viele Dinge, die noch zu tun sind, nur um die Regierung wieder voll funktionsfähig zu machen nach allem, was wir durchgestanden haben ...«
»Sir, wir lassen Sie nicht vom Haken.«
Ein Lächeln. Ein Seufzer. Ein Nicken. Eine Kapitulation. »Die Antwort auf Ihre Frage, Barry, ist: Ja, ich werde.«
»Danke,

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